Benutzerverteilung

Einsatzmöglichkeiten

Um die beteiligten Systeme des von der Komponente Defense Forces & Public Security unterstützten Systemverbundes mit den notwendigen Benutzern zu versorgen, können Sie diese Benutzer mit Hilfe der Zentralen Benutzerverwaltung ausgehend vom zentralen System in die nachgelagerten dezentralen Systeme, d.h. dezentrale ERP-Systeme sowie deren zugeordnete Systeme (z.B. Middleware-Systeme oder LES) verteilen.

Voraussetzungen

Sie haben die Zentrale Benutzerverwaltung im Einsatz und sich mit den Funktionen der Rollen- und Benutzeradministration vertraut gemacht. Weitere Informationen dazu finden Sie in derSAP-Bibliothek unter SAP -NetWeaver-Bibliothek →Schlüsselbereiche von SAP NetWeaver →SicherheitIdentity-ManagementBenutzer und Rollen .

Für die Funktionen der Benutzerverteilung muss auf einem seperaten zentralen ZBV-System die Komponente Defense Forces & Public Security nicht installiert sein.

Sie haben die beteiligten Systeme an die Zentrale Benutzerverwaltung angeschlossen.

Sie haben in allen beteiligten Systemen im Einführungsleitfaden (IMG) unter Verteidigungskräfte & Öffentliche SicherheitVerteilte SystemlandschaftSysteme und Verbindungsparameter Ihre Systemlandschaft abgebildet.

Dabei legen Sie bis zu drei Ebenen der Systemlandschaft fest:

Erste Ebene: Zentrales System

Zweite Ebene: Dezentrale ERP-Systeme sowie zentrale Middleware-Systeme oder LES

Dritte Ebene: Dezentrale Middleware-Systeme oder LES, die den dezentralen ERP-Systemen zugeordnet sind

Sie haben im Einführungsleitfaden (IMG) des zentralen Systems unter Verteidigungskräfte & Öffentliche SicherheitVerteilte SystemlandschaftBenutzer- und Rollenadministration →Benutzerverteilung: Systeme pro System die Benutzerverteilung aktiviert.

Sie haben im Einführungsleitfaden (IMG) des zentralen Systems unter Verteidigungskräfte & Öffentliche SicherheitVerteilte SystemlandschaftBenutzer- und Rollenadministration →Benutzerverteilung: Grundeinstellungen im Abschnitt Generelles Customizing die Einstellungen für die Benutzerverteilung vorgenommen.

Sie haben im Einführungsleitfaden (IMG) des zentralen Systems Optionen und Filterkriterien für die verschiedenen Zielsysteme definiert:

Übernahme der Rollen- bzw. Profilzuordnungen

Sie legen über den Einführungsleitfaden (IMG) unter Verteidigungskräfte & Öffentliche Sicherheit →Verteilte Systemlandschaft →Benutzer- und Rollenadministration →Benutzerverteilung: Systeme fest, ob die Rollen- bzw. Profilzuordnungen der Benutzer aus dem Ausgangssystem in das Zielsystem übernommen werden sollen.

Filter zur Einschränkung des Verteilumfangs

Sie können Filter verwenden, um die Menge der zu verteilenden Benutzer einzuschränken. Zur Definition eigenen Filter verwenden Sie das Interface /ISDFPS/IF_USER_DIST_FILTER. Siehe dazu auch SAP-Hinweis 965071.

Zuordnung zusätzlicher Rollen

Sie können festlegen, ob den Benutzern im Zielsystem automatisch zusätzliche Rollen zugeordnet werden sollen.

Die Verwendung von Filtern sowie die Zuordnung zusätzlicher Rollen legen Sie pro System mit Hilfe der Zuweisung des jeweiligen Systemtyps fest. Damit können Sie die Regeln, nach denen Benutzer verteilt werden, systemtyp-spezifisch festlegen (z.B. für dezentrale ERP-Systeme, dezentrale LES etc.)

Im Einführungsleitfaden (IMG) unter Verteidigungskräfte & Öffentliche Sicherheit →Verteilte Systemlandschaft →Benutzer- und Rollenadministration →Benutzerverteilung: Grundeinstellungen definieren Sie folgende Zuordnungen

unter Benutzerfilter ordnen Sie die Filter den Systemtypen zu

unter Zusätzliche Rollen ordnen Sie die zusätzlich zuzuordnenden Rollen den Systemtypen zu

Sie weisen dem Zielsystem über den Einführungsleitfaden (IMG) unter Verteidigungskräfte & Öffentliche Sicherheit →Verteilte Systemlandschaft →Benutzer- und Rollenadministration →Benutzerverteilung: Systeme einen Systemtyp zu.

Ob die über den Systemtyp zugewiesenen Kriterien bzw. Optionen tatsächlich für ein bestimmtes System verwendet werden sollen, legen Sie im Einführungsleitfaden (IMG) unter Verteidigungskräfte & Öffentliche Sicherheit →Verteilte Systemlandschaft →Benutzer- und Rollenadministration →Benutzerverteilung: Systeme fest.

Alle Rollen , die Sie verwenden möchten, sind in den beteiligten Systemen vorhanden.

Grundsätzlich müssen nur diejenigen Rollen auf einem System vorhanden sein, die dort benötigt werden. Zur einfachen Administrierung empfiehlt es sich aber, alle Rollen auf allen Systemen vorzuhalten.

Sie haben im zentralen System alle relevanten Zuordnungen zwischen Benutzern und Rollen bzw. Profilen vorgenommen.

Sie haben in der Zentralen Benutzerverwaltung einen Textabgleich aller Rollen durchgeführt.

Ablauf

Initialverteilung

Sie haben die initiale Verteilung von Daten des zentralen Systems auf dezentrale Systeme mit Hilfe der Product Data Replication (PDR) angestoßen. Siehe dazu Verteilung auf dezentrale Systeme

Die Benutzerverteilung wird dabei ausgehend von den jeweils zu verteilenden organisatorischen Strukturen (Einsatz-/Übungsstrukturen) automatisch vom System angestoßen.

Zur Verteilung auf dezentrale ERP-Systemeder zweiten Systemebene identifiziert das System alle Benutzer, die der zu verteilenden organisatorischen Struktur im zentralen System (zentrale Systemebene) zugeordnet sind.

Das System überprüft mit Hilfe der Zentralen Benutzerverwaltung , ob diese identifizierten Benutzer im jeweiligen dezentralen ERP-System (Zielsystem der Verteilung) bereits existieren.

Das System legt solche Benutzer, die noch nicht im dezentralen System existieren, automatisch dort an. Dabei werden die über den Systemtyp DEC festgelegten Optionen und Filterkriterien berücksichtigt.

Auf die Systeme der dritten Systemebene (Systeme, die den dezentralen ERP-Systemen zugeordnet sind) werden diejenigen Benutzer verteilt, die auch auf das jeweilige dezentrale ERP-System verteilt wurden. Dabei wird die Datenmenge zusätzlich über die für den jeweiligen Systemtyp festgelegten Optionen und Filterkriterien eingeschränkt.

Weitere Informationen zur Verteilung auf Middleware-Systeme sowie zum Anlegen der relevanten Benutzer auf den mobilen Endgeräten finden Sie in der separaten Dokumentation zur Komponente SAP xApp Mobile for Defense & Security .

Die Verteilung auf weitere Systeme der zweiten Systemebene (z.B. zentrales LES) definieren Sie ebenfalls mit Hilfe der Optionen und Filterkriterien sowie der Zuweisung über den entsprechenden Systemtyp.

Deltaverteilung

Funktional besteht kein Unterschied zwischen Initial- und Deltaverteilung, die genannten Schritte erfolgen also auch bei der Deltaverteilung. Der einzige Unterschied zwischen Initial- und Deltaverteilung besteht in der Menge der verteilten Benutzer, da typischerweise bei der Initialverteilung die meisten Benutzer noch nicht auf den Zielsystemen existieren.

Die Deltaverteilung erfolgt additiv, d.h. in den Zielsystemen werden nur ggf. neue Benutzer angelegt, aber keine existierenden Benutzer gelöscht.

Manuelle Benutzerverteilung

Alternativ können Sie auch eine manuelle Benutzerverteilung ohne PDR-Verteilung durchführen.