Verteilung auf dezentrale Systeme

Verwendung

Sie verteilen Daten, um dezentrale Systeme aufzubauen und ihren Datenbestand aktuell zu halten.

Voraussetzungen

Sie haben für die Product Data Replication (PDR) folgende Einstellungen vorgenommen:

Application Link Enabling (ALE)

Sie haben das Standard-ALE-Customizing (Einrichten der RFC-Destination, Verteilungsmodell etc.) durchgeführt.

Die Einstellungen nehmen Sie im Einführungsleitfaden (IMG) unter Logistik Allgemein →Product Data ReplicationApplication Link Enabling ( ALE )Geschäftsprozesse modellieren und implementieren vor.

SAPliefert für das Anlegen von Verteilungsmodellen die Schablone ISDFPS_SETUP DFPS Systemaufbau dez. System aus.

Dokumentenverteilung

Sie haben für den Bereich Dokumentenverteilung die Ereignistypkopplungen aktiviert und das Workflow-Customizing verifiziert.

Die Einstellungen nehmen Sie imIMGunter Logistik Allgemein →Product Data ReplicationWorkflow-Einstellungen für die ProduktdatenverteilungDokumentenverteilung vor.

Konfigurationsmanagement

Sie haben sich im Einführungsleitfaden (IMG) unter Logistik Allgemein →Product Data ReplicationKonfigurationsmanagementAuflösungsprofile definieren mit den relevanten Auslieferungsprofilen vertraut gemacht. Standardmäßig stehen folgende Auflösungsprofile zur Verfügung:

Auflösungsprofile

Auflösungsprofil

Bezeichnung

Verwendung

DFPS_A

DFPS Replikation (Aufbau)

Grundbetrieb (Aufbauorganisation, truppendienstliche Unterstellung und Verteidigungsstruktur)

DFPS_E

DFPS Replikation (Einsatz)

Einsatzstruktur

DFPS_LES

DFPS Replikation (LES im Einsatz)

Verteilung auf Logistics Execution System

DFPS_PMAEB

DFPS PM - Objekte Änderungsberechtigung

Objekte, die bei der Weitergabe einer Änderungsberechtigung benötigt werden

DFPS_PMAEN

DFPS PM - Weitergabe Änderungsberecht.

Objekte, die beim Transport einer Änderungsberechtigung für einen konsistenten Datenbestand benötigt werden

DFPS_PMNOT

DFPS PM-Meldung

Abhängige Daten an den IH-Meldungen (dynamischeFOX-Auflösung)

DFPS_PMORD

DFPS PM-Auftrag

Abhängige Daten am IH-Auftrag (dynamischeFOX-Auflösung)

DFPS_PMRUC

DFPS PM - Rückverteilung

Aus DFPS_PMRUV automatisch erstelltes Profil (enthält Ausschluß von Objekten und Zuordnungen)

DFPS_PMRUV

DFPS PM - Rückverteilung VORLAGE

Objekte und Zuordnungen, die nicht ausgeschlossen werden sollen (Vorlage für DFPS_PMRUC)

Für die dynamische FOX-Auflösung definieren Sie Zuordnungen von Auflösungsprofilen zu Objekttypen im Einführungsleitfaden (IMG) unter Verteidigungskräfte & Öffentliche SicherheitVerteilte SystemlandschaftAnwendungsspezifische Einstellungen Verteilte Instandhaltung →Auflösungsprofil für dynamische FOX -Auflösung

Uniform Packaging Service

Sie haben im Einführungsleitfaden (IMG) unter Logistik Allgemein →Product Data ReplicationApplication Link Enabling ( ALE )Uniform Packaging Service ( UPS )Pakettypen definieren folgende Einstellungen vorgenommen:

Pakettyp

Standardmäßig wird für die Verteilung der PakettypSAP_REPLI mit ausgeliefert, der um die für die Komponente Defense Forces & Public Security benötigten Objekttypen erweitert wurde.

Automatische Vorgangsteuerung (Ausgang)

Sie legen für jeden Pakettyp fest, ob im Zielsystem automatisch oder manuell eingebucht wird.

Automatische Vorgangsteuerung (Eingang)

Sie legen für jeden Pakettyp fest, ob im Quellsystem automatisch oder manuell versendet wird.

Sie haben im Einführungsleitfaden (IMG) unter Verteidigungskräfte & Öffentliche Sicherheit →Verteilte Systemlandschaft →Anwendungsspezifische Einstellungen →Verteilte Instandhaltung →UPS-Pakettypen zuordnen die von Ihnen verwendeten Pakettypen zugeordnet.

Beachten Sie dazu insbesondere die SAP-Hinweise 1127288 (zum Aufbau dezentraler Systeme) sowie 758625 (zur Einbindung der komponenteneigenen Infotypen in die ALE-Mechanismen).

Funktionsumfang

Technologie

Das System verwendet folgende Standardkomponenten:

Product Data Replication

Replication Workbench

Auf dem Produktstrukturbrowser basierendes Werkzeug, mit dem die gesamte Produktdatenverteilung gesteuert werden kann

Statt der Standardtransaktion CRWBD können Sie die Transaktion /ISDFPS/CRWBD verwenden, die zusätzlich komponentenspezifische Berechtigungsprüfungen unterstützt. Siehe auch Verteilung eines Strukturelementes anstoßen .

Konfigurationsmanagement

Eigenständige Anwendung, deren Objekte (Konfigurationsmappe und Baseline) direkt in die Replication Workbench integriert sind.

Die Konfigurationsmappe speichert das Produktportfolio und erlaubt die Registrierung durch Systeme und Benutzer. Die Baseline beinhaltet zu einer Konfigurationsmappe das Ergebnis der Strukturauflösung über die Objekte, die in der Konfigurationsmappe definiert sind.

Dokumentenverteilung

Werkzeug, das für die Verteilung der Daten zuständig ist

Unter der Kontrolle eines Workflows werden entweder E-Mails an registrierte E-Mail-Empfänger versendet und/oder es werden ALE-Verteilungspakete generiert, in denen IDocs an registrierte Empfangssysteme versendet werden.

Framework for Object Explosion (FOX)

Mit demFOXkönnen beliebige Objekte in sehr großer Anzahl gleichzeitig und schnell aufgelöst werden. Ausgehend von einem oder mehreren Einstiegsobjekten werden abhängige Objekte, die mit dem Einstiegsobjekt in Beziehung stehen, in einem rekursiven Auflösungsprozess ermittelt.

Uniform Packaging Service (UPS) oderALE-Verteilungseinheit

Lieferschein, der eine Liste von generierten IDocs komplett an andere Ziele versenden kann und dort konsistent verbucht.

Statt der StandardtransaktionenUPSsowieUPS01 bisUPS04 können Sie die Transaktionen /ISDFPS/UPSbzw. /ISDFPS/UPS01 bis /ISDFPS/UPS04 verwenden, die zusätzlich komponentenspezifische Berechtigungsprüfungen unterstützen.

Application Link Enabling

Application Link Enabling (ALE) kann ebenfalls für den Aufbau und Einsatz verteilter Anwendungen genutzt werden.ALEumfasst den kontrollierten Nachrichtenaustausch zwischenSAP-Anwendungen bei konsistenter Datenhaltung. Die Anwendungsintegration erfolgt nicht über eine zentrale Datenbank, sondern über synchrone und asynchrone Kommunikation.

ALEsetzt sich aus folgenden drei Schichten zusammen:

Applikationsdienste

Verteilungsdienste

Kommunikationsdienste

Verteilungsprozess

Die Verteilung erfolgt in drei Stufen:

Alle Stammdaten des Wurzelstrukturelementes sowie aller untergeordneten Strukturelemente werden mit Hilfe desFOXermittelt und in die Baseline geschrieben. Siehe dazu auch FOX-Objekte und -Objektbeziehungen .

Dabei werden die Auflösungsprofile DFPS_A und DFPS_E zur Ermittlung des Verteilungsumfangs verwendet.

Technisch werden dabei für beide Auflösungsprofile die Auswertungswege DFPS_PD1 bis DFPS_PD3 für die Strukturauflösung verwendet (kundenseitige Änderungen des Customizings sind nicht notwendig).

DerUPSerstellt und versendet die zugehörigen IDocs.

Die entsprechenden UPS-Objekttypen finden Sie im Einführungsleitfaden (IMG) unter Logistik Allgemein →Product Data Replication →Application Link Enabling (ALE) →Uniform Packaging Service (UPS) →Objekttypen definieren

Anschließend erfolgt im Zielsystem die Einbuchung der Daten in der betriebswirtschaftlich sinnvollen Reihenfolge.

Eine Liste der mitPDRundALEverteilten Objekte finden Sie unter Verteilte Objekte .

Die Product Data Replication wird im Bereich Instandhaltung auch zur Verteilung von Bewegungsdaten verwendet. Siehe dazu Verteilung von Bewegungsdaten .

Sonderbehandlung einzelner Daten

Aufgrund einzelner Szenarien müssen bestimmte Daten, auch wenn sie eigentlich nicht mehr zum Wurzelstrukturelement gehören, mindestens einmal verteilt werden. Sie werden daher gesondert zum Verteilungsumfang hinzugefügt:

Debitoren, Kreditoren

In Stufe 2 werden alle Kreditoren und Debitoren über Business Add-Ins zumUPS-Paket hinzugefügt, die zu den Werken in Beziehung stehen, die für die ermittelten Strukturelemente relevant sind.

Zusätzliche Materialstammdaten und technische Plätze

Siehe dazu Objekte zum Verteilungsumfang hinzufügen .

Filterung auf Werksebene

Um die Anzahl der zu versendenden IDocs zu minimieren, können Sie in der Stufe 2 (UPS) für die Objekte vom Typ Materialstückliste, Chargenstammsatz (sofern auf Werksebene definiert) und Dispositionsbereich einen Filter verwenden, der auf Werksebene einschränkt, welche Objekte auf welches System verteilt werden. Zur Definition der Filterwerte verwenden Sie die Anwendung DFPS: UPS-Werksfilter (Transaktion /ISDFPS/UPS_WRK_MAIN). Wenn für ein System kein Werk angegeben ist, findet keine Filterung statt.

Im Gegensatz zur Verwendung von standardmäßigen ALE-Filtern können Sie mit diesem Filter Konsistenzprobleme bei UPS-Paketen vermeiden.

Instandhaltungsaufträge und -meldungenzu den in Stufe 1 ermittelten Equipments

Über die Auflösungsprofile DFPS_PMORD und DFPS_PMNOT wird eine erneute FOX-Auflösung angestoßen, um ggf. weitere Objekte zu ermitteln, die von den gefundenen Aufträgen und Meldungen abhängig sind.

Personen, Planstellen, Verknüpfungen

Personen und Planstellen sowie Verknüpfungen zu Personen und Planstellen werden erst über dieALE-Schicht in Stufe 2 hinzugefügt. Dazu werden technisch die Auswertungswege DFPS_PD4 bis DFPS_PD9 verwendet.

Zur Verteilung von dezentral vorgenommenen Truppeneinteilungen siehe Dezentrale Truppeneinteilung .

Folgende Stammdaten können im Zuge eines Systemaufbaus initial über eine Komplettverteilung (via Transporte) verteilt werden:

Sachkonten

Leistungsarten

Kostenarten

Phrasen (zum Gefahrgutstamm)

Eine Komplettverteilung dieser Daten kann entfallen, wenn sich die angegebenen Daten in einem adäquaten Zustand im Template-System befinden und dann über eine Systemkopie in das dezentrale System mitkopiert werden.

Sachkonten, Leistungsarten und Kostenarten werden später zusätzlich über Änderungszeiger verteilt.

Im Rahmen der Datenverteilung wird auch die initiale Benutzerverteilung angestoßen.

Deltaverteilung der Stammdaten

Nachdem das dezentrale System einmal mit Stammdaten versorgt wurde, kann man die FOX-Auflösung und die Verteilung mittels Batch-Job einplanen.

Sowohl das Hinzufügen als auch das Ändern von Daten gelten als Delta. Hierdurch wird gewährleistet, dass Änderungen an der Organisation über Delta-Verteilung in das dezentrale System verteilt werden.

Im Rahmen dieser Deltaverteilung wird auch die Deltaverteilung von Benutzern angestoßen.

Verteilung vom dezentralen System in das zentrale System

Die Verteilung von Daten vom dezentralen System in das zentrale System erfolgt analog zur Verteilung in entgegengesetzter Richtung über die gleichen standardmäßigen Mechanismen zuzüglich der hier genannten komponentenspezifischen Besonderheiten. Das notwendige Customizing nehmen Sie dazu im jeweiligen dezentralen System vor.