Systemarchitektur und Autarkiefähigkeit

Verwendung

Voraussetzung für eine flexible, mobile und autarkiefähige IT-Unterstützung der logistischen und administrativen Prozesse zur Durchführung von Einsätzen (und Übungen) ist eine verteilte Systemarchitektur.

Die Komponente Defense Forces & Public Security unterstützt deshalb gemeinsam mit der Komponente SAP Mobile Defense & Security eine mehrstufige Systemarchitektur, die im Folgenden in einer vereinfachten Form dargestellt wird.

Voraussetzungen

Sie haben neben der Komponente Defense Forces & Public Security auch die separat ausgelieferte Komponente SAP Mobile Defense & Security im Einsatz.

Sie haben sich mit dem Aufbau von SAP -Systemlandschaften vertraut gemacht.

Funktionsumfang

Die von den Komponenten Defense Forces & Public Security und SAP Mobile Defense & Security unterstützte Systemlandschaft besteht funktional aus Produktivsystemen für Grundbetrieb, Einsätze und Übungen sowie aus Systemen für die Administration und Qualitätssicherung der gesamten Systemlandschaft.

Produktivsysteme (vereinfachte Darstellung)

Die Abbildung zeigt die Produktivsysteme und ihre Kommunikationsverbindungen am Beispiel einer von drei unabhängigen Einsatz-Systemlandschaften. Die Synchronisation zwischen den Systemen kann alternativ mit Hilfe der SAP Exchange Infrastructure erfolgen. Eine entsprechend erweiterte Abbildung finden Sie unter Synchronisation über XI-System .

Logische Systemebenen

Die von den Komponenten Defense Forces & Public Security und SAP Mobile Defense & Security unterstützte Systemlandschaft gliedert sich in zwei logische Systemebenen:

  • Zentrale Ebene

    Diese Ebene umfasst alle Systeme, die Sie zur Erfüllung folgender Aufgaben betreiben:

    • Durchführung der betriebswirtschaftlichen Prozesse des Grundbetriebs Ihrer Organisation

    • zentraler Auf- und Abbau von Systemen zur Durchführung von Einsätzen und Übungen

    • zentrale Administration der gesamten Systemlandschaft (Grundbetrieb, Einsätze, Übungen)

  • Dezentrale Ebene

    Diese Ebene umfasst alle Systeme, die Sie außerhalb der zentralen Ebene zur Durchführung der betriebswirtschaftlichen Prozesse von Einsätzen bzw. Übungen produktiv betreiben.

    Hinweis Hinweis

    Dazu gehören auch die jeweils speziell für diese Produktivsysteme aufgebauten Systeme zur Qualitätssicherung oder ähnliche Aufgaben.

    Ende des Hinweises

Mit der logischen Unterscheidung zwischen zentraler und dezentraler Ebene ist der physische Standort der jeweiligen Systeme nicht festgelegt. So können etwa Systeme der dezentralen Ebene sehr wohl am Standort der Systeme der zentralen Ebene stehen.

Systeme der zentralen Ebene

Die zentrale Ebene der Systemarchitektur umfasst folgende Systeme:

  • Zentrales System (Produktivsysteme)

    Das zentrale System umfasst mindestens ein ERP-System und befindet sich am Standort Ihrer Organisation. Es umfasst die volle betriebswirtschaftliche Funktionalität zur Unterstützung der Prozesse in Grundbetrieb, Einsatz und Übung.

    Die hier als zentrales System bezeichnete Systemeinheit kann auch aus mehreren Systemen bestehen. So können Sie z.B. zusätzlich weitere ERP-Systeme oder auch gesonderte Systeme für den Betrieb eines Knowledge Warehouse , eines Business Warehouse oder andere SAP -Lösungen einsetzen.

    Typischerweise werden Sie ein separates System für den Betrieb der Zentralen Benutzerverwaltung (ZBV) einsetzen.

  • Template- und Administrationssysteme

    • Solution Manager System

      Das Solution Manager System enthält die Funktionen des SAP Solution Manager für den Aufbau, die Administration und den Abbau aller am Systemverbund beteiligten Systeme.

    • Template-System für dezentrale Systeme

      Das Template-System für den Aufbau von dezentralen Systemen stellt eine Kopie des ERP-Systems der zentralen Systemebene dar, das die Funktionen der Komponente Defense Forces & Public Security umfasst.

      Dezentrale Systeme werden durch Kopie dieses Template-Systems aufgebaut.

    • Template-System für Middleware-Systeme

      Ein weiteres Template-System dient als Kopiervorlage für den Aufbau von zentralen und dezentralen Middleware-Systemen sowie den zugehörigen Installation-Toolkit-Servern.

Systeme der dezentralen Ebene

Im Rahmen eines Einsatzes können Sie mehrere Instanzen der dezentralen Systemebene betreiben, jeweils bestehend aus einem dezentralen System, einem Middleware-System und mehreren mobilen Endgeräten. So können jeder Einsatz und jede Übung bzw. einzelne Einsatz- bzw. Übungskräfte über eigene dezentrale Systeme verfügen.

  • Produktivsysteme

    • Dezentrale Systeme

      Die dezentralen Systeme befinden sich im Einsatzgebiet und enthalten den für den jeweiligen Prozessanteil notwendigen Ausschnitt von Daten und Funktionen.

      Jedes dezentrale System umfasst mindestens ein ERP-System . Die hier als dezentrales System bezeichnete Ebene kann analog zum zentralen System ebenfalls aus mehreren SAP -Systemen bestehen.

    • Middleware-Systeme

      Jedem dezentralen System ist ein Middleware-System mit zugehörigem Installation-Toolkit-Server zum Betrieb mobiler Anwendungen auf mobilen Endgeräten zugeordnet.

      Middleware-System und Installation-Toolkit-Server können sowohl auf gemeinsamer als auch auf getrennter Hardware betrieben werden.

    • Mobile Endgeräte

      Über mobile Endgeräte, die mit Hilfe der Middleware-System an die jeweiligen dezentralen ERP-Systeme angebunden sind, können die mobilen Anwendungen der Komponente Defense Forces & Public Security genutzt werden. Die mobilen Endgeräte enthalten den für den jeweiligen Prozessanteil notwendigen Ausschnitt von Daten und Funktionen.

      Mobile Endgeräte können über ein entsprechendes Middleware-System auch direkt mit dem zentralen ERP-System verbunden sein.

    • Logistics Execution Systems (LES)

      Einem dezentralen ERP-System können dezentrale LES zugeordnet werden, um dort dezentral und ggf. autark Funktionen der Lagerverwaltung zu nutzen. Ein LES ist genau einem ERP-System zugeordnet.

    • Externe Systeme

      Dezentrale Systeme können mit externen Systemen verbunden sein, z.B. Geografische Informationssysteme ( GIS ) oder nationale/multinationale Führungssysteme.

  • Spiegelsysteme

    Pro Software-Stand, der bei den beteiligten dezentralen und Middleware-Systemen zum Einsatz kommt, wird ein Spiegelsystem erzeugt, um software-logistische Transporte für die produktiven dezentralen Systeme vorab einspielen und testen zu können. Ein Spiegelsystem kann also mehrere produktive Systeme repräsentieren.

Weitere Informationen zum Aufbau, Betrieb und Abbau des Systemverbundes finden Sie in der Beschreibung des Einsatzszenarios .

Systeme für Administration und Qualitätssicherung (vereinfachte Darstellung)

Die Abbildung zeigt die Systeme für administrative bzw. qualitätssichernde Zwecke sowie ihre Kommunikationsverbindungen am Beispiel einer von drei unabhängigen Einsatz-Systemlandschaften.

Weitere Informationen zum Betrieb des Systemverbundes und der Datenverteilung zwischen den beteiligten Systemen finden Sie unter Systemarchitektur .