Synchronisation und Transienter Übergang

Verwendung

Mit den Funktionen zum Transienten Übergang steuern die am Systemverbund beteiligten Systeme die Synchronisation insbesondere bei Unterbrechungen der Kommunikationsverbindungen zwischen Partnersystemen.

Funktionsumfang

Synchronisationsreport

Zur Steuerung der Synchronisation der Daten zwischen den beteiligten Systemen des Systemverbundes steht die Anwendung ALE Synchronisation (Transaktion /ISDFPS/SYSTEM_SYNC) mit folgenden Einsatzmöglichkeiten zur Verfügung:

Für Systeme mit Systemtyp Geplant Online können Sie den Synchronisationsreport als Job regelmäßig einplanen.

Für Systeme mit Systemtyp Geplant Offline starten Sie den Synchronisationsreport manuell.

Für Systeme beider Systemtypen wird der Synchronisationsreport angestoßen, wenn die Überprüfung der RFC-Verbindung ergibt, dass eine RFC-Verbindung wieder hergestellt ist ( Transienter Übergang).

Siehe auch Ablauf Synchronisationsreport .

Während die Anwendung ALE-Synchronisation (Transaktion /ISDFPS/SYSTEM_SYNC) jeweils genau zu einem Partnersystem synchronisiert, können Sie mit der alternativen Anwendung ALE-Synchronisation (/ISDFPS/ALE_SYNC) zu allen relevanten Partnersystemen synchronisieren.

Regelmäßige Synchronisation

Während der Synchronisation stehen die Partnervereinbarungen für alle Nachrichtentypen auf Sammeln . Zwischen zwei Synchronisationsläufen werden im Online -Modus die Partnervereinbarungen für die Nachrichten auf Sofort Senden gestellt, bei deren zugeordneter Prioritätskategorie das Kennzeichen KommObj gesetzt ist.

Beim Wechsel in den Offline -Modus werden die Partnervereinbarungen auf Sammeln gesetzt. Die Einplanungen regelmäßiger Synchronisationsläufe starten in diesem Fall zum Einplanungszeitraum und beenden sich nach Prüfung des aktuellen Modus sofort.

Transienter Übergang

Sie haben folgende Möglichkeiten, die Kommunikationsverbindungen zwischen Partnersystem vom System automatisch und regelmäßig überprüfen zu lassen:

Das CCMS überprüft die Verbindung über den Parameter RDISP/AUTOABAPTIME.

Sie können zur Überprüfung alternativ die Anwendung Verbindungsüberwachung zu Partnersystem und Auto-Reaktion (Transaktion /ISDFPS/SYSTEM_MON) verwenden. Dieser Report erlaubt deutlich kürzere Zeitintervalle.

Kommt die Überprüfung zu dem Ergebnis, dass die RFC-Verbindung unterbrochen ist, stellt das System die Partnervereinbarung auf Sammeln und verhindert die IDoc-Übertragung zur tRFC-Queue (somit sind Priorisierungen der IDocs in der IDoc-Queue möglich).

Im laufenden Online-Betrieb werden Verbindungsunterbrechungen, die kürzer als die einstellbare Zeitspanne Δt sind, durch die ALE-Schicht behandelt. Bei längeren Verbindungsunterbrechungen als Δt bzw. wenn die maximale Anzahl von Wiederholungen N ausgeschöpft ist, erfolgt eine automatische Umstellung der Partnervereinbarungen auf Sammeln .

Kommt die Überprüfung zu dem Ergebnis, dass die RFC-Verbindung wiederhergestellt ist, startet das System den Synchronisationsreport und setzt die Partnervereinbarung für die Nachrichten anschließend auf Sofort Senden , bei deren zugeordneter Prioritätskategorie das Kennzeichen KommObj gesetzt ist.

Bei Verbindungsunterbrechungen während einer laufenden Synchronisation erfolgt ein transienter Übergang durch Abbruch des entsprechenden Reports und Neueinplanung nach der einstellbaren ZeitspanneΔs.

Ein Abbruch erfolgt, wenn die Sendewarteschlangen nicht innerhalb der einstellbaren ZeitspanneΔo geleert werden konnten. Die Neueinplanung erfolgt bis zu M mal. Bei Überschreitung dieses Parameters erfolgt automatisch ein Wechsel in den Offline-Modus und eine entsprechende Signalisierung.

Der Wiederholungsparameter M kann sehr groß gewählt werden – z.B. derart, dassΔs x M ~ 12 Stunden entspricht. Die Wahl vonΔs sollte entsprechend der Verfügbarkeitscharakteristik der WAN-Verbindung des jeweiligen Systems getroffen werden.

Bei einem langen Verbindungsausfall aus dem Zustand Sofort senden muss das System die Partnervereinbarungen der Bewegungsdaten auf Sammeln umstellen, damit die Anzahl der tRFCs in der Queue nicht zu groß wird.

Ein manueller Wechsel in den Offline-Modus, während Neueinplanungen der Synchronisation vorhanden sind, bewirkt, dass der Synchronisationsreport zum nächsten Einplanungszeitpunkt beim Start den neuen Modus feststellt und sich ohne weitere Neueinplanung sofort beendet – auch wenn die maximale Anzahl M von Neueinplanungen noch nicht erreicht wurde.

Eine erneute Synchronisation erfolgt dann wieder mit dem nächsten Wechsel in den Online-Modus.