Zufallsauswahl

Verwendung

Mit der Zufallsauswahl wird für jede Schicht ausgelost, welche Elemente der Schicht gezählt werden sollen.

Mit der Durchführung der Zufallsauswahl sind die bis dahin durchgeführten Vorgänge verbindlich; Bestandsebenen, Lagergesamtheit und Schichteinteilung sind nun nicht mehr änderbar.

Allerdings werden mit der Zufallsauswahl nicht automatisch Inventurbelege erstellt. Sie haben also hier noch die Entscheidungsmöglichkeit, ob die Inventur durchgeführt werden soll.

Die Zufallsauswahl erfolgt mit Hilfe von Zufallszahlen, die im System mit einem internen Zufallszahlengenerator erzeugt werden. Dieser Zufallszahlengenerator arbeitet nach der linearen Kongruenzmethode und entspricht dem Stand der Forschung auf diesem Gebiet.

Aktivitäten

Zufallsauswahl bilden

Wählen Sie Anfang des Navigationspfads Stichprobeninventur Navigationsschritt Ändern Ende des Navigationspfads und geben Sie die Nummer der Stichprobeninventur und das Jahr ein. Mit Weiter gelangen Sie auf das Kopfbild der Stichprobeninventur. Wählen Sie Anfang des Navigationspfads Vorgang Navigationsschritt Zufallsauswahl Ende des Navigationspfads .

Da nach dem Bilden der Zufallsauswahl alle bisherigen Vorgänge nicht mehr änderbar sind, gelangen Sie zunächst auf ein Fenster mit der Abfrage, ob Sie die Zufallsauswahl durchführen wollen. Wenn Sie bestätigen, führt das System folgende Aktionen durch:

  • Auswählen der zu zählenden Bestandseinheiten

  • Erstellen einer Mappe für die Inventurbelege (siehe auch Abschnitt Physische Inventur )

  • Sichern der Zufallsauswahl

Sie erhalten eine Liste der zu zählenden Bestandseinheiten mit der Meldung Zufallsauswahl durchgeführt - Stichprobeninventur gesichert .

Im Kopf der Liste können Sie den Namen der angelegten Mappe ablesen.

Zufallsauswahl überprüfen

Nachdem Sie eine Mappe erstellt haben, sollten Sie überprüfen, ob die Zufallsauswahl zu einer repräsentativen Auswahl in allen Schichten geführt hat. Aktualisieren Sie dazu die Stichprobeninventur (siehe Aktualisierung ). Wenn das System feststellt, daß eine Nacherhebung für den Stichprobenraum erforderlich ist, ohne daß sich Buchbestände und -werte geändert haben, kann dies folgende Ursachen haben:

  • Die Zufallsauswahl entspricht in einigen Schichten nicht der statistischen Normalverteilung.

  • Bei den Parametern haben Sie die Wertobergrenze des Stichprobenraumes zu hoch gewählt.

  • Es gibt in der untersten Schicht sehr viele Materialien mit dem Bestandswert Null, während in der Zufallsauswahl für diese Schicht überproportional viele Materialien mit einem Wert größer als Null ausgewählt wurden.

Da das System für die aktuelle Stichprobeninventur noch keine Inventurbelege angelegt hat, können Sie an dieser Stelle entscheiden, ob Sie eine Nacherhebung durchführen oder diese Stichprobeninventur abbrechen und löschen möchten, bevor Sie die Mappe abgespeilt haben.

Wenn die Nacherhebung aufgrund der drei oben genannten Kriterien extrem hoch ausfällt, ist es ratsam, die aktuelle Stichprobeninventur abzubrechen und zu löschen. Das Löschen einer angelegten Stichprobeninventur beschränkt sich auf das Löschen der Elemente der Lagergesamtheit. Die Kopfdaten sowie die Bestandseinheiten erhalten beim Löschen der Stichprobeninventur einen Vermerk des löschenden Benutzers und bleiben im System erhalten.

Vermeiden Sie beim Anlegen einer neuen Stichprobeninventur die Ursache einer Nacherhebung, indem Sie die Wertobergrenze gemäß den Kriterien einer optimalen Schichteinteilung wählen (siehe Schichten ).

Plausibilitätsprüfung durchführen

Auch mit der Plausibilitätsprüfung können Sie bei einer noch nicht gezählten Stichprobeninventur bereits vor der Zählung Prüfungen laufen lassen, die Rückschlüsse auf den Aufwand und Erfolg der Stichprobeninventur geben. Bei der Prüfung setzt das System die noch fiktiven Zählwerte der Stichprobenelemente den aktuellen Buchwerten gleich. Es wird also davon ausgegangen, daß die Zählung keine Inventurdifferenzen ergeben hätte.

Diese Plausibilitätsprüfung erlaubt Rückschlüsse auf die Qualität der durchgeführten Zufallsauswahl und damit auf den zu erwartenden Erfolg der Stichprobeninventur. Gleichzeitig gibt Ihnen das System einen annähernden Überblick über die zu erwartenden Nacherhebungen. Bei unbefriedigenden Ergebnissen der Plausibilitätsprüfung können Sie eine neue Zufallsauswahl durchführen.