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Konfiguration eines Prozesses im zentralen PMI-SystemLocate this document in the navigation structure

Zur Nutzung des PMI-Alertings muss der tatsächlich abzubildende Geschäftsprozess im zentralen Monitoring-System gestaltet werden. Dazu wird eine Vorlage kopiert, ggf. an den Geschäftsprozess angepasst und die entsprechenden Laufzeitdaten werden gepflegt.

Voraussetzungen

Sie befinden sich im zentralen Monitoring-System.

Kontext

Sofern der Prozesstyp im Business-Process-Monitoring (BPM) des Solution Managers erfasst ist, erfolgen diese Schritte über das BPM.

Im Folgenden wird davon ausgegangen, dass das BPM, genau wie die API über die die Konfiguration ebenfalls erfolgen kann, nicht zum Einsatz kommt.

Vorgehensweise

  • So kopieren Sie die Vorlage in der Transaktion SPIM:
    1. Wählen Sie eine geeignete Vorlage aus und kopieren diese.
    2. Passen Sie die Prozessbeschreibung an.
    3. Überprüfen Sie die Schritte, Beziehungen, Übergänge und Metriken und ändern Sie sie bei Bedarf entsprechend der Anforderungen.
  • So setzen Sie die Customizing-Daten in der Transaktion SPIM:
    1. Unter Schritte geben Sie für jeden Prozessschritt eine Destination an, über die der jeweilige Agent auf dem Produktivsystem aus dem zentralen Monitoring-System heraus für die PMI erreichbar ist.
      Hinweis

      Gegebenenfalls legen Sie einen entsprechenden Benutzer im Produktiv-System und eine entsprechende Destination an. Diese Destination wird mit Agenten gekennzeichnet und ist diejenige, über welche der jeweilige Agent bei Ein-/Ausschalten des Alertings aktiviert bzw. deaktiviert wird.

    2. Legen Sie eine Lokale Daten-Destination an, über die die PMI-Laufzeitdaten „eingesammelt“ werden. Die Lok.Daten-Destination ist die Destination, über die die PMI aus dem zentralen System in das System rufen kann, in dem die Laufzeitdaten von den Agenten abgelegt werden.
      Hinweis

      Gegebenenfalls müssen Sie auch für die Lokale Daten-Destination Benutzer und Destination anlegen. Bei ABAP-Systemen sind die beiden Destinationen in der Regel identisch und Sie können eine Destination mit Lok.daten und Agenten angeben.

    3. Sichern Sie Ihre Angaben, überprüfen Sie den Prozess und geben Sie ihn frei.
    4. Nun müssen Sie noch die Metrikwerte für die Laufzeit definieren. Verwenden Sie dazu die Metrik-API Klasse CL_SPI_METRIC_ADMIN.
      Hinweis

      Es empfiehlt sich für die instrumentierende Anwendung eine entsprechende Benutzeroberfläche zu bauen, da Schwellenwerte häufig auch während des Monitoring-Betriebes noch geändert werden. Schwellenwerte für Prozesse, die in das BMP integriert sind, können dort geändert werden.

  • So stellen Sie Schwellenwerte in der Transaktion SPIO ein:
    1. Starten Sie die Transaktion SPIO mit den Default-Werten und markieren Sie Ihren Prozess, wenn die Metrik-API nicht in die Anwendungsinstrumentierung eingebunden ist.
    2. Springen Sie in die Metrikübersicht und pflegen Sie unter Einstellungen für alle Metriken (außer Counter- ohne Bedingung) folgende Werte:

      Wert

      Beschreibung

      Bedingung

      Wert (Feldwert, Status, Laufzeit in Sec), bei dem Alert ausgelöst werden soll

      Timeout

      Auslösen eines Alerts bei ausbleibendem Schritt

      Abbruchfrequenz

      Anzahl der Alerts, die max. hintereinander ausgelöst werden sollen

    3. Aktivieren Sie die Metriken.
  • So konfigurieren Sie die Administrationsdaten:
    1. In der Prozess-Administration definieren Sie die Assembler-Rahmenbedingungen und die Aufbewahrungszeiten für Prozessinstanzen.
    2. Definieren Sie, wie lange erfolgreiche Prozesse (mit Alerts), offene Prozesse und fehlerhafte Prozesse aufbewahrt werden sollen.
      Hinweis

      Die PMI stellt keine Datenarchivierung zur Verfügung, somit können die relevanten Datenbank-Tabellen ggf. sehr stark anwachsen. Reorganisations-Jobs löschen die Daten aus der Prozessablage entsprechend der Aufbewahrungsfristen und die Daten aus der zentralen Ablage. Die Prozessablage sollte je nach Datenaufkommen und Aktualisierungsfrequenz ein- bis zweimal täglich reorganisiert werden. Die Reorganisation der zentralen Ablage sollte nach jedem vierten bis sechsten Assemblerlauf, mindestens zweimal, maximal sechsmal am Tag erfolgen.