Zur Nutzung des PMI-Alertings muss der tatsächlich abzubildende Geschäftsprozess im
zentralen Monitoring-System gestaltet werden. Dazu wird eine Vorlage kopiert, ggf. an den
Geschäftsprozess angepasst und die entsprechenden Laufzeitdaten werden gepflegt.
Voraussetzungen
Sie befinden sich im zentralen Monitoring-System.
Kontext
Sofern der Prozesstyp im Business-Process-Monitoring (BPM) des Solution Managers
erfasst ist, erfolgen diese Schritte über das BPM.
Im Folgenden wird davon ausgegangen, dass das BPM, genau wie die API über die die
Konfiguration ebenfalls erfolgen kann, nicht zum Einsatz kommt.
Vorgehensweise
- So kopieren Sie die Vorlage in der Transaktion
SPIM:
- Wählen Sie eine geeignete Vorlage aus und kopieren diese.
- Passen Sie die Prozessbeschreibung an.
- Überprüfen Sie die Schritte, Beziehungen, Übergänge und Metriken und ändern
Sie sie bei Bedarf entsprechend der Anforderungen.
- So setzen Sie die Customizing-Daten in der Transaktion
SPIM:
- Unter Schritte geben Sie für jeden Prozessschritt eine
Destination an, über die der jeweilige Agent auf dem Produktivsystem aus dem
zentralen Monitoring-System heraus für die PMI erreichbar ist.
Hinweis
Gegebenenfalls legen Sie einen entsprechenden Benutzer im
Produktiv-System und eine entsprechende Destination an. Diese Destination
wird mit Agenten gekennzeichnet und ist diejenige,
über welche der jeweilige Agent bei Ein-/Ausschalten des Alertings
aktiviert bzw. deaktiviert wird.
- Legen Sie eine Lokale Daten-Destination an, über die die PMI-Laufzeitdaten
„eingesammelt“ werden. Die Lok.Daten-Destination ist die Destination,
über die die PMI aus dem zentralen System in das System rufen kann, in dem die
Laufzeitdaten von den Agenten abgelegt werden.
Hinweis
Gegebenenfalls müssen Sie auch für die Lokale Daten-Destination Benutzer
und Destination anlegen. Bei ABAP-Systemen sind die beiden Destinationen
in der Regel identisch und Sie können eine Destination mit
Lok.daten und
Agenten angeben.
- Sichern Sie Ihre Angaben, überprüfen Sie den Prozess und geben Sie ihn
frei.
- Nun müssen Sie noch die Metrikwerte für die Laufzeit definieren. Verwenden
Sie dazu die Metrik-API Klasse
CL_SPI_METRIC_ADMIN.
Hinweis
Es empfiehlt sich für die instrumentierende Anwendung eine entsprechende
Benutzeroberfläche zu bauen, da Schwellenwerte häufig auch während des
Monitoring-Betriebes noch geändert werden. Schwellenwerte für Prozesse,
die in das BMP integriert sind, können dort geändert werden.
- So stellen Sie Schwellenwerte in der Transaktion
SPIO ein:
- Starten Sie die Transaktion SPIO mit
den Default-Werten und markieren Sie Ihren Prozess, wenn die Metrik-API nicht
in die Anwendungsinstrumentierung eingebunden ist.
- Springen Sie in die Metrikübersicht und pflegen Sie
unter Einstellungen für alle Metriken (außer Counter-
ohne Bedingung) folgende Werte:
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Wert
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Beschreibung
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Bedingung
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Wert (Feldwert, Status, Laufzeit in Sec), bei dem Alert
ausgelöst werden soll
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Timeout
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Auslösen eines Alerts bei ausbleibendem Schritt
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Abbruchfrequenz
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Anzahl der Alerts, die max. hintereinander ausgelöst werden
sollen
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- Aktivieren Sie die Metriken.
- So konfigurieren Sie die Administrationsdaten:
- In der Prozess-Administration definieren Sie die Assembler-Rahmenbedingungen
und die Aufbewahrungszeiten für Prozessinstanzen.
- Definieren Sie, wie lange erfolgreiche Prozesse (mit Alerts), offene Prozesse
und fehlerhafte Prozesse aufbewahrt werden sollen.
Hinweis
Die PMI stellt keine Datenarchivierung zur Verfügung, somit können die
relevanten Datenbank-Tabellen ggf. sehr stark anwachsen.
Reorganisations-Jobs löschen die Daten aus der
Prozessablage entsprechend der Aufbewahrungsfristen und die Daten aus der
zentralen Ablage. Die Prozessablage sollte je nach Datenaufkommen und
Aktualisierungsfrequenz ein- bis zweimal täglich reorganisiert werden.
Die Reorganisation der zentralen Ablage sollte nach jedem vierten bis
sechsten Assemblerlauf, mindestens zweimal, maximal sechsmal am Tag
erfolgen.