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WSDL-GenerierungLocate this document in the navigation structure

Vorgehensweise zur Generierung von WSDL-Dateien für Services und Bindings sowie verfügbare Optionen.

Einführung

Beim Erstellen einer WSDL-Datei für einen Web-Service oder ein Web-Service-Binding können Sie bestimmte Parameter und Werte in der WSDL-Datei festlegen. Momentan gibt es zudem abweichende Standards für WSDL, d.h. WSDL wird von verschiedenen Anbietern unterschiedlich interpretiert. SAP-Web-Services unterstützen daher unterschiedliche WSDL-Ausprägungen, sogenannte Flavors. Somit können Sie sicher sein, dass Ihre Web-Services korrekt konsumiert werden können. Durch die Auswahl eines Flavor ändern sich die Struktur und der Inhalt der folgenden Elemente:

  • SAP-Assertions
  • Sicherheitsassertions
  • WSDL-Section
  • WSDL-Version
  • WSP-Version
  • WSP-Style
  • SOAP-Version
  • SOAP-Style
  • SOAP-Action

Sie können eines der beiden SAP-Flavors verwenden oder ein eigenes angeben. Außerdem können Sie Ihr Flavor als Standard sichern, so dass immer die gleiche Struktur der WSDL-Datei verwendet wird, wenn Sie die Ansicht WSDL-Generierung öffnen.

Zum Öffnen der WSDL-Generierungsseite: WSDL-Dokument anzeigen.

Parameter
Tabelle 1:
Parameter Beschreibung

Flavor

Bestimmt, welche WSDL-Typen vom Web-Service akzeptiert werden:

  • Alle möglichen Kombinationen sind erlaubt
  • SAP-Standard-WSDL-Repräsentation

SAP-Assertions

Assertions dienen zum Aufbau der Policy-Ausdrücke in den WSDL-Dateien. Diese beschreiben, wie der Web-Service konsumiert werden kann. Z.B. geben sie an, welche Protokolle unterstützt werden.

Policys dienen auch zur Definition der Bindings, z.B. welche Sicherheitsrichtlinien unterstützt werden.

Service-Consumer unterstützen bestimmte Policys/SAP-Assertions unter Umständen nicht. Daher können Sie hier steuern, welche im Web-Service verfügbar sind und welche nicht.

  • Alle - alle proprietären SAP-Assertions sind in der WSDL-Datei enthalten.
  • Nur optionale - nur als optional markierte SAP-Assertions (wsp:Optional="true">) sind enthalten. Die WSDL-Datei enthält keine obligatorischen Operationen. Wenn der Service-Consumer die enthaltenen Operationen nicht unterstützt, können diese ignoriert werden, ohne dass es zu Fehlern kommt.
  • Ohne - keine SAP-Assertions sind in der WSDL-Datei enthalten.

Sicherheitsassertions

Plattformrelevante Sicherheitsassertions sind enthalten:

  • Standard
  • ABAP 700/710 und Java 710/730
  • ABAP 702/730/740 und höher

WSDL-Section

Legt fest, welche Sections in der WSDL-Datei enthalten sind. Je nach System und Parser können Sie eine einzige WSDL-Datei oder mehrere WSDL-Dateien verwenden.

  • AllInOne - Alle erforderlichen Informationen sind in einer einzelnen Datei enthalten, einschließlich der drei folgenden Sections.
  • Port-Typ - Nur diese Section ist enthalten. Definiert die Port- und Message-Typen.
  • Binding - Nur diese Section ist enthalten. Definiert die unterstützten Bindings (mit SOAP über HTTP).
  • Service - Nur diese Section ist enthalten.

WSDL-Version

Nur 1.1 ist zur Zeit vorhanden.

WSP-Version

Version der Web Service Policy. Mit Policys erweitern und ändern Sie die Web-Service-Verbindung. Die WSP(s) werden in der WSDL-Datei entsprechend der hier ausgewählten Version formuliert. Wenn die Consumer Ihres Web-Services keine Policys verstehen, wählen Sie Keine Policy. Für die folgenden Web-Service-Typen müssen Sie jedoch Policys verwenden und daher eine WSP-Version auswählen:

  • Zentral konfiguriert und verwaltet
  • Beliebige Authentifizierungsmethode außer Benutzername/Kennwort verwenden. SSO-Szenarios verlangen z.B. die Verwendung von Policys.

WSP-Style

 

Einfach-Binding

Mehrfach-Binding

SOAP-Version

Die zur Definition der Bindings verwendete SOAP-Version. Wenn Sie SOAP 1.1 und SOAP 1.2 auswählen, wird jedes Binding zwei Mal in der WSDL-Datei definiert, d.h. ein Mal pro Version.

SOAP-Style

Die zur Umsetzung von WSDL-Bindings in SOAP-Messages verwendete Methode.

  • Document
  • RPC (Remote Procedure Call)
  • Document Wrapped
Hinweis

Der Style bezieht sich nicht auf das Programmiermodell. Sie können Document verwenden, wenn der Web-Service von einem RFC aus umgesetzt wird; Sie müssen RPC nicht verwenden.

SOAP-Action

SOAP-Actions kommunizieren, welche Aktion ausgeführt werden soll. Sie haben folgende Möglichkeiten:

  • Mit - SOAP-Action ist enthalten.
  • Ohne - SOAP-Action ist nicht enthalten.

Die SOAP-Action ist in WSDL-Dateien nicht obligatorisch. Mit dieser Option können Sie daher festlegen, ob die Action aufgenommen werden soll oder nicht.

Optionen für WSDL-Zugriff und URLs

Die folgenden Einstellungen ändern die Lokation (URL) des Web-Services.

Alternativer Host

Der Domänenname.

Standardmäßig wird die WSDL-Datei auf dem gleichen Server publiziert, auf dem Sie die Konfiguration vornehmen. Da es sich dabei in der Regel um einen internen Server handelt, auf den Service-Consumer außerhalb Ihres Unternehmensnetzwerks nicht zugreifen können, können Sie den Host angeben, auf dem die WSDL-Datei publiziert wird. Beachten Sie, dass die WSDL-URL ebenfalls in der Datei enthalten ist.

Alt. Port (http)

Der für HTTP zu verwendende Port.

Alt. Port (https)

Der für HTTPS zu verwendende Port.

Metadatenprotokoll

Sie können entweder HTTP (Standard) oder HTTPS verwenden.

WSDL-Generierung

Aktualisieren

Generiert ein neues WSDL-Dokument auf der Basis der Werte, die Sie für die oben genannten Parameter gesetzt haben.

WS-Dokument öffnen

Zeigt das WSDL-Dokument an.

Web Service Navigator öffnen

Öffnet den Service im Web-Service-Navigator (wo Sie den Service testen können).

Siehe Service testen

WSDL-URL

Die URL der WSDL-Datei.