
Eine Service-Definition ist im ABAP-System vorhanden. Die Service-Definition ist ein Verschalerobjekt mit einer Verknüpfung zu der den Web-Service implementierenden Klasse bzw. zum Funktionsbaustein sowie zur Designzeit-Konfiguration. Die Designzeit-Konfiguration ist eine Sammlung von Anforderungen für einen Web-Service, die bereits zur Designzeit bekannt sind. Sie legt grundlegende Attribute fest, z.B. den Operationstyp (synchron / asynchron) sowie die Mindestvoraussetzungen für den Zugriff auf den Web-Service.
Um einen Service-Provider konfigurieren zu können, müssen Sie ein Binding anlegen und konfigurieren. Das Binding enthält eine Laufzeitkonfiguration, die für die Implementierung des Service benötigt wird. Eine Laufzeitkonfiguration wird unter Verwendung der Service-Definition generiert.
Eine Service-Definition besteht aus Entwicklungsobjekten. Diese Entwicklungsobjekte werden entweder von SAP ausgeliefert oder sind kundenspezifische Objekte, die als Bestandteil einer Anwendung bereitgestellt werden. Service-Definitionen werden automatisch bei der Proxy-Generierung angelegt.
Sie können mehrere Bindings für den gleichen Service anlegen. Auf diese Weise können Sie für einen Service mehrere unterschiedliche Laufzeitkonfigurationen bereitstellen und so alternative Wege für den Zugriff auf den Web-Service implementieren. Die Binding-Informationen helfen bei der Konfiguration von Web-Service-Consumern in Form eines WSDL-Dokuments. Jeder konfigurierte ABAP-Web-Service-Provider (d.h. jedes Binding) kann in einem WSDL-Dokument beschrieben werden. Ein WSDL-Dokument beschreibt einen Web-Service in einem XML-Dokumentformat. Es wird in der Regel zur Übergabe der Binding-Informationen an einen Web-Service-Consumer verwendet, um die Einrichtung der Consumer-Konfiguration zu unterstützen, die als logischer Port bezeichnet wird.
Wenn Sie kein Binding anlegen, kann der Service nicht aufgerufen werden.
Wann Sie einen einzelnen Service-Provider konfigurieren
In der Regel konfigurieren Sie einen einzelnen Service-Provider in den folgenden Situationen:
Die Kommunikation zwischen zwei Anwendungen findet in eine Richtung statt.
Die Consumer-Proxys müssen nur für eine der beiden Anwendungen konfiguriert werden. Für die nicht konfigurierte Anwendung müssen nur die Services konfiguriert werden.
Die Consumer-Seite ist mit genau einem Provider-System oder mit einem Mediator (Hub) verbunden.
Das Consumer-System bietet Empfängerermittlung nicht durch Service-Gruppen an, sondern durch anwendungsspezifische Konfiguration, in der die Namen von logischen Ports abgelegt sind, auf die von dort aus zur Laufzeit direkt zugegriffen wird.
Es gibt nur eine kleine Anzahl von Consumer-Proxys oder Services.
Sie haben einen Web-Service-Provider konfiguriert. Dieser Provider kann jetzt von einem Consumer aufgerufen werden. Ein WSDL-Dokument steht jetzt für diesen Web-Service-Provider zur Verfügung. Sie können die URL des WSDL-Dokuments anzeigen, indem Sie das Symbol
in der Spalte Service-Aktionen auf dem Register Konfigurationen wählen. Auch für das Binding steht eine WSDL zur Verfügung. Um die WSDL zu öffnen, wählen Sie
.
Auf dem Register Konfigurationen stehen folgende Aktionen für die Services und Bindings zur Verfügung:
Service und seine Bindings aktivieren / deaktivieren
Binding anzeigen, anlegen, bearbeiten, löschen
Service und seine Bindings löschen
WSDL-Generierung für Service öffnen
Binding erneut in Services Registry publizieren
Jedes Binding wird automatisch in der lokalen Services Registry publiziert. Sie können das Binding manuell erneut publizieren.
WSDL-Generierung für Binding öffnen