Definieren von HTTP-Request Modifikationen — Anlegen und Pflegen einer Aktionsdatei 
Sie können einen HTTP-Request vom HTTP-Server (Internet Communication Manager bzw. SAP Web Dispatcher) noch vor der Weiterleitung an den Applikationsserver verändern. Die durchzuführenden HTTP-Request Modifikationen definieren Sie in einer Aktionsdatei. In einer Aktionsdatei definieren Sie sowohl HTTP-Headerfeld Modifikationen wie löschen, ändern und hinzufügen von HTTP-Headerfeldern; als auch URL-Modifikation wie URL-Umschreibung, URL-Umleitung und das Filtern von URLs. Alle Modifikationsaktionen können Sie mit Bedingungen verknüpfen.
Definieren Sie die durchzuführenden Modifikationsaktionen zeilenweise in einer Textdatei. Eine Zeile in der Aktionsdatei definiert dabei genau eine Modifikationsaktion. Die Reihenfolge in der Aktionsdatei beschreibt auch die Ausführungsreihenfolge. Bei Eintreffen eines HTTP-Requests werden die in der Aktionsdatei definierten Modifikationsaktionen nacheinander abgearbeitet. Im Falle einer erfolgreichen URL-Filterung oder URL-Umleitung endet die Regelbearbeitung. Leerzeilen sowie Kommentarzeilen werden beim Ausführen der Datei ignoriert. Kommentarzeilen kennzeichnen Sie durch ein vorangestelltes # Zeichen.
Achtung
Die Zeilen:
RegIRewriteUrl ^/dtcsld(.*) /sld$1
RegForbiddenUrl /(.*) –
würden dem HTTP-Client immer ein Forbidden als Antwort senden, da alle Regeln nacheinander angewendet werden. Wenn Sie erreichen wollen, dass bei Zutreffen der ersten Modifikationsaktion die nachfolgenden Modifikationsaktionen nicht mehr ausgeführt werden, müssen Sie dies durch die Verwendung des Modifizierers (Option) [break] in der gewünschten Zeile definieren:
RegIRewriteURL ^/dtcsld(.*) /sld$1 [break]
Verwenden Sie den Parameter icm/HTTP/mod_<xx> um die Aktionsdatei anzugeben und die dort definierten Aktionen zu aktivieren. SAP empfiehlt aus Performancegründen nur einen Rewrite-Handler zu konfigurieren. Bitte beachten Sie, dass die Modifikationen an der Aktionsdatei nur beim Starten bzw. Durchstarten des Internet Communication Managers bzw. SAP Web Dispatcher aktiv werden. Sollen Änderungen in der Aktionsdatei während des laufenden Betriebes aktiviert werden, so müssen Sie dies explizit in der smicm bzw. ICM-Web Administrationsoberfläche anstoßen.
Syntax
# Modification rules for WebDisp
# set WebDisp header
SetHeader clientProtocol %{SERVER_PROTOCOL}SetHeader X-SAP-WEBDISP-AP %{SERVER_ACCESS_POINTS}# check for forbidden method
if %{REQUEST_METHOD} !stricmp "GET" [AND]if %{REQUEST_METHOD} !stricmp "POST"RegForbiddenURL ^/(.*) -
# default request
RegRewriteURL ^/$ /index.html
# Url rewriting
if %{HTTP_HOST} regimatch ldp*RegIRewriteURL ^/ping(.*) /sap/public/icman/ping$1
Syntax
SetHeader clientProtocol % {SERVER_PROTOCOL}Das Headerfeld clientProtocol wird auf den Wert der Variablen SERVER_PROTOCOL gesetzt
Syntax
SetHeader X-SAP-WEBDISP-AP % {SERVER_ACCESS_POINTS}Das Headerfeld X-SAP-WEBDISP-AP wird auf den Wert der Variablen SERVER_ACCESS_POINTS gesetzt
Syntax
if %{REQUEST_METHOD} !stricmp "GET" [AND]if %{REQUEST_METHOD} !stricmp "POST"RegForbiddenURL ^/(.*) -
Es sind nur mit GET und POST gesendete Daten erlaubt: Wenn die Daten weder mit der GET- noch mit der POST-Methode gesendet werden, bekommt der Anrufer den HTTP-Fehler FORBIDDEN.
Syntax
RegRewriteURL ^/$ /index.html
URLs, die nur aus dem Schrägstrich („/“) bestehen, werden in /index.html umgeschrieben.
Syntax
if %{HTTP_HOST} regimatch ldp*RegIRewriteURL ^/ping(.*) /sap/public/icman/ping$1
Wenn der Rechnername (Wert der Variablen HTTP_HOST) mit ldp* beginnt, wird in URLs, die mit /ping beginnen, das /ping durch /sap/public/icman/ping ersetzt.