SAPOSCOL starten
Verwendung
Sie brauchen SAPOSCOL nur bei der erstmaligen Verwendung auf einem Host selbst zu starten (siehe
Installation und Konfiguration von SAPOSCOL). Danach wird SAPOSCOL beim Herunterfahren und Starten eines Host automatisch gestoppt und gestartet; dies gilt unabhängig davon, ob SAP-Komponenten auf dem entsprechenden Host laufen. Ein manueller Stopp und erneuter Start ist nur unter den folgenden Bedingungen notwendig:
- Sie möchten auf eine neuere Version von SAPOSCOL wechseln.
- Sie möchten einen SAPOSCOL stoppen, der fehlerhafte Daten sammelt oder eine fehlerhafte Installation korrigieren.
Vorgehensweise
Der Befehl zum Starten von SAPOSCOL ist je nach Betriebssystem verschieden:
- Unter UNIX starten Sie SAPOSCOL mit dem Befehl
saposcol (oder saposcol -l).
Unter Windows NT starten Sie SAPOSCOL, indem Sie den entsprechenden Service über Start →
Settings →
Control Panel →
Services starten (siehe SAP-Hinweis 0436186).
Sie können SAPOSCOL auch im Betriebssystemmonitor starten.

Normalerweise wird SAPOSCOL ohne zusätzliche Parameter oder Profile aufgerufen. Dieser Aufruf entspricht
saposcol -l, wobei -l für Starten steht (siehe SAPOSCOL vom Betriebssystem aus steuern).
Bei der Ausführung des Startbefehls geschieht im Detail Folgendes:
- Falls der Aufruf ein Segment von SAPOSCOL im Shared Memory findet, übernimmt er dessen Prozess-ID (PID) und die gespeicherten Daten eines möglicherweise bereits laufenden SAPOSCOL.
- Falls kein anderer SAPOSCOL Daten sammelt, ist die PID gleich 0, und SAPOSCOL verwendet beim Starten das bestehende Shared-Memory-Segment. SAPOSCOL startet auch, wenn kein Shared Memory verfügbar ist.
- Der neue SAPOSCOL startet nicht, wenn er erkennt, dass ein anderer SAPOSCOL bereits Daten sammelt.
- Nach seinem Start führt SAPOSCOL eine Initialisierung durch, wobei es den erforderlichen Platz im Shared Memory reserviert. Die Größe dieses Platzes errechnet das Programm aus der Anzahl der verfügbaren Festplatten, CPUs, Dateisysteme usw. SAPOSCOL schreibt den Inhalt der Datei
coll.put (falls vorhanden) in sein Shared-Memory-Segment.
Der Prozess läuft im Hintergrund weiter, und das Originalprogramm endet.
Siehe auch:
Startseiten
Betriebssystemmonitor und Betriebssystemkollektor SAPOSCOL