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Funktionsdokumentation Filter zur Auswahl von Messages  Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Verwendung

Mit dieser Funktion definieren Sie Filter zur Auswahl von Messages, die, je nach Anwendungsfall, mit unterschiedlicher Priorität verarbeitet werden sollen.

Integration

In Verbindung mit den Funktionen zur Definition der benötigten Sender und Empfänger sowie zur Registrierung und Anzeige von Queues, bietet Ihnen diese Funktion die Möglichkeit einer priorisierten Message-Verarbeitung. Sie können so bestimmte Messages in eine Queue stellen, in der sie mit höherer oder niedrigerer Priorität abgearbeitet werden als in anderen Queues.

Voraussetzungen

Sie haben im Menü Integration Engine den Eintrag Konfiguration Filter für Queue-Priorisierung konfigurieren gewählt und befinden sich in der Definition von Message-Filtern zur Queue-Priorisierung.

Funktionsumfang

Ein Message-Filter besteht aus mehreren Auswahlkriterien und kann an folgenden Stellen zum Einsatz kommen:

·        Integration Engine (Sendersystem)

·        Integration Server (Eingang)

·        Integration Server (Ausgang)

·        Integration Engine (Empfängersystem)

Welcher Einsatzort gewählt werden kann, hängt davon ab, ob der Mandant, in dem Sie sich befinden, als Business-System oder als Integration Server konfiguriert ist.

An dem gewählten Einsatzort werden alle Messages überprüft, ob sie den Kriterien eines Message-Filters entsprechen. Wenn ja, werden Sie in eine Queue mit dem in diesem Filter angegebenen Queue-Präfix gestellt. Der restliche Name der Queue spielt hierbei keine Rolle. Trifft kein Filter zu, wird eine Message in die üblichen Queues mit Präfix XBTI, XBTO, XBQI, XBQO, XBTB oder XBQB gestellt.

Aktivitäten

Sie können Message-Filter hinzufügen, ändern, löschen, aktualisieren und zurücksetzen. Zudem können Sie einen Filter (de)aktivieren und testen, sowie die Reihenfolge von Filtern festlegen. Details zu einem Message-Filter können Sie anzeigen.

Hinweis

Standardmäßig wird auch ein Filter für eine Eingangs-Queue für große Messages (Präfix XBTL) angezeigt. Dieser kann weder gelöscht noch (de)aktiviert werden. Sie können hier lediglich die Message-Größe verändern, ab der Messages in diese Queue gestellt werden sollen (die Größe wird durch den Konfigurationsparameter EO_MSG_SIZE_LIMIT der Kategorie TUNING gesetzt).

Für die Zustellungsart Exactly Once können Sie einen Filter für eine entsprechende Ausgangs-Queue mit Präfix XBTM definieren. Diese Queue ist für Messages gedacht, die während der Ausgangsverarbeitung, zum Beispiel durch ein Mapping, besonders groß werden. Auch große Message-Pakete können über diese Queue verarbeitet werden.

Filter hinzufügen

Neue Filter werden immer an die Liste der bereits existierenden Filter angehängt, stehen also in der Reihenfolge ganz hinten.

Die anzugebenden Filterkriterien unterscheiden sind je nach Einsatzort des Filters. In jedem Fall angeben müssen Sie

·        die Art der Message (Request-Message oder Acknowledgment)

·        den Sender und/oder Empfänger

Sender/Empfänger müssen definierte Sender/Empfänger-IDs besitzen. Dann können sie über die Eingabehilfe ausgewählt werden.

·        das Präfix der Queue

Das Präfix benötigen Sie für die Angabe einer Queue, mit der Sie die Verarbeitung der Messages priorisieren können. Hierbei spielt es keine Rolle, ob diese Queue bereits existiert, oder ob sie noch definiert werden muss.

Die Angabe der Message-Größe ist optional. Geben Sie eine Message-Größe an, können Sie mit dem Operator bestimmen, ob Sie Messages filtern möchten, die kleiner oder größer sind als die angegebene Größe.

Möchten Sie Messages der Zustellungsart EOIO (Exactly Once In Order) ausfiltern, müssen Sie den Namen der Queue angeben, durch die die gewünschten Messages identifiziert werden. Sie können hier auch einen Asterisk (*) angeben, und zwar allein stehend oder in der Form ABC*. Um die Reihenfolge der Verarbeitung zu gewährleisten, werden die angegebenen Message-Queues solange angehalten, bis die Messages in ihren bisherigen Queues alle abgearbeitet sind.

Filter ändern

Im Änderungsmodus können Sie alles ändern außer dem Einsatzort des Filters.

Um einen Filter zu ändern, müssen Sie ihn zunächst deaktivieren und nach der Änderung wieder aktivieren. Aktive Message-Filter können nicht geändert werden.

Filterreihenfolge festlegen

Da es aufgrund generischer Filterangaben vorkommen kann, dass eine Message potentiell von mehreren Filtern aussortiert wird, können Sie eine Reihenfolge (Sequenz) der definierten Filter festlegen, um zu gewährleisten, dass der gewünschte Filter zur Anwendung kommt. Verwenden Sie hierzu die Funktionen Markieren und Verschieben nach.

Filter testen

Mit der Funktion Test-Message eingeben können Sie eine eingehende Message simulieren, um zu testen, ob ein Filter wie gewünscht funktioniert. Hierbei wird immer der Filter ermittelt, der als erster in der Reihenfolge der Filter die Kriterien der simulierten Message erfüllt. Wird die Message von einem anderen als dem gewünschten Filter aussortiert, müssen Sie die Reihenfolge der Filter entsprechend ändern.

Auf dem Integration Server steht Ihnen bei der Eingabe der Message-Daten eine Eingabehilfe mit den normalisierten Adressdaten (Identifikatoren) zur Verfügung. Sie können aber auch die alternativen Adressdaten aus dem Integration Directory verwenden. Für IDocs müssen Sie die alternativen Identifikatoren verwenden, da keine normalisierten Daten zur Verfügung stehen.

Auf einer Integration Engine steht Ihnen keine Eingabehilfe zur Verfügung. Hier müssen Sie die im Integration Directory spezifizierten Daten zum Kommunikationskanal manuell eingeben.

Siehe auch: Kommunikationsprofil.

 

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