Konfigurationsdaten
anzeigen/ändern
Die Konfigurationsdaten für die Integration Engine sind mandantenbezogen. Das bedeutet, dass Sie in einem SAP-System mehrere Business-Systeme auf unterschiedliche Art und Weise konfigurieren können. Es wird unterschieden zwischen
● globalen Konfigurationsdaten
Mit den globalen Konfigurationsdaten legen Sie fest, welche Rolle Ihr aktuelles Business-System übernehmen soll.
Sie können die globalen
Konfigurationsdaten aus dem
System Landscape
Directory laden, falls sie dort bereits gepflegt sind. Sie können aber
auch lokal, beispielsweise zu Testzwecken, eine Konfiguration festlegen, die
von den Daten im System Landscape Directory (SLD) abweicht. Sie können diese
Daten jederzeit testen und sie mit den Daten im SLD vergleichen.
● spezifischen Konfigurationsdaten
Mit den spezifischen Konfigurationsdaten legen Sie Parameter fest, mit denen Sie Ihr Business-System einstellen können.
Sie haben im Menü Integration Engine die Option Konfiguration → Integration Engine konfigurieren gewählt und befinden sich nun im Bild Konfigurationsdaten der Integration Engine.
Wenn Sie Ihre globalen Konfigurationsdaten aus dem System Landscape Directory laden möchten, verfahren Sie wie folgt:
...
1. Wählen Sie Bearbeiten → Globale Konfigurationsdaten ändern → System Landscape – Konfiguration laden.
Sind im System Landscape Directory keine Daten gepflegt, erhalten Sie eine entsprechende Meldung.
2. Sichern Sie die geladenen Daten.
3. Wenn Sie das Laden der globalen Konfigurationsdaten aus dem System Landscape Directory wieder rückgängig machen möchten, wählen Sie Globale Änderungen rückgängig machen.
Wenn Sie die angezeigten globalen Konfigurationsdaten ändern möchten, verfahren Sie wie folgt:
...
1. Wählen Sie Bearbeiten → Globale Konfigurationsdaten ändern.
2. Wenn Sie die Verwendungsart Ihres Business-Systems ändern möchten, wählen Sie im Feld Rolle des Business Systems die gewünschte Option aus.
Bei den Rollen eines Business-Systems wird unterschieden zwischen
○ Integration Server
Der Integration Server nimmt XML-Messages entgegen, ermittelt die Empfänger, führt Mappings durch und routet die XML-Messages an die entsprechenden Empfängersysteme weiter. Er ist eine zentral konfigurierte Integration Engine und ist nicht in der Lage, Anwendungslogik auszuführen.

In einem SAP-System kann es nur einen Integration Server geben. Das bedeutet, dass nur ein Mandant (Business-System) als Integration Server definiert sein kann.
○ einem Anwendungssystem mit lokaler Integration Engine, die zur Ausführung der Integrationslogik den Integration Server benötigt (der in einem anderen Mandanten des gleichen SAP-Systems laufen kann)
Das System kann als Sender oder Empfänger von XML-Messages agieren, beinhaltet aber keine Integrationslogik. Deshalb kann weder Routing noch Mapping lokal ausgeführt werden. Dies muss stattdessen vom Integration Server ausgeführt werden, der von dem Anwendungssystem aufgerufen wird.

Während die Integrationslogik nur in ABAP-basierten Business-Systemen angeboten wird, kann die Sender/Empfänger-Rolle einer Integration Engine auch in anderen Business-Systemen zur Verfügung gestellt werden.
3. Wenn Sie Ihr Business-System nicht als Integration Server konfigurieren, aber einen Integration Server aufrufen wollen, geben Sie im Feld zugehöriger Integration Server die Adresse zum Aufrufen des gewünschten Integration Servers ein.
Sie können die Adresse folgendermaßen eingeben:
dest://<IntegrationServer-Destination>
Hierbei ist <IntegrationServer-Destination> eine RFC-Destination vom Typ HTTP-Verbindung (Typ H) zum Integration Server im aktuellen System. In diesem Fall werden Host-Name, Port und Pfadpräfix in der RFC-Destination hinterlegt.
Legen Sie zuerst eine RFC-Destination vom Typ H mit dem Host-Namen sowie dem HTTP-Port des Integration Servers an. Tragen Sie dort den folgenden Pfadpräfix ein:
/sap/xi/engine?type=entry
Der Name des Benutzers und das Kennwort werden in diesem Fall in der RFC-Destination im aktuellen System hinterlegt und müssen nicht beim HTTP-Service im Zielsystem angegeben werden.
Der Präfix dest:// muss vor den Namen der RFC-Destination gesetzt werden, damit das System erkennt, dass es sich nicht um eine direkte Adressangabe, sondern um eine logische Definition handelt.
4. Sichern Sie Ihre Änderungen.
Wenn Sie die spezifischen Konfigurationsdaten ändern möchten, verfahren Sie wie folgt:
...
...
1. Wählen Sie im Feld Kategorie die Kategorie von Parametern aus, bei denen Sie Änderungen vornehmen möchten.
2. Wählen Sie Spezifische Konfigurationsdaten ändern.
Sie gelangen in die Sicht
Konfiguration der Integration Engine. Diese bietet die Funktionalität
zur
Anzeige
einer Sicht der Transaktion Tabellensicht-Pflege: Einstieg
(SM30).
Die angezeigte Sicht enthält eine
Tabelle bereits definierter Konfigurationsparameter der ausgewählten
Kategorie. Weitere Informationen zu den einzelnen Parametern finden Sie, wenn
Sie in der entsprechenden Zeile das Symbol für Information (
) wählen.

Haben Sie in Schritt 1 im Feld Kategorie keine Kategorie von Parametern ausgewählt, enthält die Tabelle alle bereits definierten Konfigurationsparameter.
Im Änderungsmodus können Sie folgendes durchführen:
○ Aktuellen Wert eines Eintrags ändern
Der aktuelle Wert übersteuert den voreingestellten Default-Wert.
○ Neuen Eintrag anlegen
Verwenden Sie hierzu jeweils die Eingabehilfe. Sie können hierbei den Default-Wert übernehmen oder einen aktuellen Wert angegeben, der dann zur Laufzeit den Default-Wert übersteuert.
Durch Markieren der Spalte Präfix können Sie den entsprechenden Subparameter als Präfix definieren, um einen Konfigurationswert generisch für eine Menge von Subparametern vorgeben zu können.
○ Eintrag markieren und aus der Tabelle löschen
Geänderte oder neue Einträge werden nicht automatisch transportiert, da es sich meist um lokale Parameter handelt.
Möchten Sie die Einträge dennoch
transportieren, wählen Sie Hilfsmittel → Vergleich und verfahren Sie wie in
Vergleich von
Customizing-Objekten beschrieben.
Sie können Ihre Einträge auch manuell transportieren, indem Sie mit der Transaktion SE09 das Transportobjekt R3TR TABU SXMSCONFVL mit den entsprechenden Tabellenschlüsseln (Konfigurationsparameter) in Ihren Transportauftrag aufnehmen.