Repository-Namensräume
Repository-Namensräume vermeiden Namenskonflikte eines Objekttyps im Integration Repository. SAP XI geht an den meisten Stellen davon aus, das ein Designobjekt (zumindest innerhalb eines Systems) eindeutig durch Name und Repository-Namensraum zu identifizieren ist, beispielsweise in folgenden Fällen:
● Die Proxy-Generierung sieht Name und Repository-Namesraum als Identifikator an. Dies gilt in ABAP und in Java.
● Im Integration Directory wird das Inbound-Interface bei einer Interface-Ermittlung durch Name und Repository-Namensraum identifiziert. Gäbe es in dem Empfängersystem zwei Interfaces mit gleichen Namen und Namensraum, wäre die Angabe nicht eindeutig.
● Der Name und Repository-Namensraum des Sender-Interface ist Teil des Message-Headers und wird beim Routing ausgewertet.

Im Integration Builder wird der Repository-Namensraum kurz mit Namensraum bezeichnet. Hier werden sie als Repository-Namensräume bezeichent, um diese Namensräume in der Dokumentation deutlicher von den XML-Namensräumenzu unterscheiden.
Der Repository-Namensraum darf über die Versionen einer Software-Komponente hinweg der gleiche sein. In verschiedenen Software-Komponenten sollten hingegen auch verschiedene Repository-Namensräume verwendet werden. Der Integration Builder zeigt eine Warnung an, wenn diese Bedingung nicht erfüllt ist.

Ein Beispiel zur Veranschaulichung: Sie haben die Software-Komponente APO in Ihrer Systemlandschaft. Sie hat eine Software-Komponentenversion APO 1.0 mit einem Repository-Namensraum myAPO. Am Ende des Entwicklungszyklus werden alle Objekte in die neue Version 2.0 der Software-Komponente APO übernommen. Dabei muss der gleiche Repository-Namensraum myAPO verwendet werden. Der Namensraum myAPO ist also in Version 1.0 und Version 2.0 der Software-Komponente APO vorhanden. Er darf aber nicht in einer Version einer anderen Software-Komponente (wie zum Beispiel CRM 3.0) verwendet werden.
Um Designobjekte (Mappings, Interfaces, Integrationsprozesse und Integrationsszenarien) im Integration Builder anlegen zu können, müssen Sie für eine importierte Software-Komponentenversion mindestens einen Repository-Namensraum anlegen (siehe auch: Software-Komponentenversion anzeigen/bearbeiten). Jede Software-Komponentenversion kann mehrere Namensräume enthalten.

Sie können zwar leere Namensräume löschen aber nicht umbenennen. Wenn Sie die Objekte eines Namensraumes in einen anderen Namensraum kopieren, müssen Sie relative Objektverweise für jedes Objekt manuell nachziehen. (siehe auch: Objektverweise).
Neben den von Ihnen gewählten Namensräumen, gibt es auch Namensräume, die fest vorgegeben sind:
Namensraum |
Verwendung |
urn:sap-com:document:sap:idoc:messages |
Namensraum für importierte IDoc-Interfaces |
urn:sap-com:document:sap:rfc:functions |
Namensraum für importierte RFC-Interfaces |
Weitere Informationen:
Import von IDocs und RFCs.
Ob Objekte eines Namensraums auf Objekte eines anderen Namensraums verweisen können, hängt vom Objekttyp und von der Zugehörigkeit des Namensraums zu Software-Komponentenversionen ab. Weitere Informationen finden Sie unter: Objektverweise.
Gibt es eine neue Version einer Software-Komponente, übernehmen Sie in der Regel alle Namensräume und Objekte der alten Version mit Hilfe der Release-Übernahme. Es ist daher der Normalfall, dass ein Repository-Namensraum mehreren Software-Komponentenversionen der gleichen Software-Komponente zugeordnet ist.