Dienste
Unter diesem Menüpunkt befinden sich die Dienste der Adapter-Engine, die konfigurierbare Parameter besitzen. Die Konfiguration erfolgt über die gleiche Oberfläche wie die der Adapter. Der Menüpunkt ist freigegeben für Benutzer mit der Rolle Adapter-Engine-Administrator.

Änderungen an den Konfigurationen der Dienste werden erst bei einem Neustart der Adapter-Engine aktiv. Ein bloßer Restart der Dienste (wie bei Konfigurationsänderungen der Adapter) genügt nicht.
Sie haben die Adapter-Engine sowie die gewünschten Adapter erfolgreich installiert, die Adapter-Engine gestartet und über Ihren Web Browser aufgerufen, anschließend in der Konfigurationsoberfläche den Menüpunkt Dienste gewählt, und befinden sich nun in dem gleichnamigen Menü.
Folgende Dienste stehen zur Verfügung:
● GUIBrowserEngine
Die GUI-Browser-Engine stellt einen eigenen HTTP-Server dar mit konfigurierbarem Port:
port=<portNo>
Dies ist der HTTP-Port, an den sich der Browser anmelden kann. Der Standardwert ist 8200 und sollte wenn möglich (das heißt, wenn nicht bereits anderweitig belegt) nicht verändert werden.
Folgende Einstellungen dürfen keinesfalls geändert werden:
○ zones=root
○ rootDirectory=Administration
HTTP.transmission=plain|SSL
Legt fest, ob die Verbindung des Browsers zur Adapter-Engine über das Protokoll HTTP (plain) oder HTTPS (SSL) erfolgen soll. Die Voreinstellung ist plain.
Für SSL sind folgende zusätzliche Angaben nötig:
○ HTTP.SSLcertificate=<p12-certificate name>
○ HTTP.SSLcertificatePassword=<p12-certificate password>
Hierbei wird bei HTTP.SSLcertificate der vollständige Dateiname eines kennwort-geschützten Zertifikats angegeben, bei HTTP.SSLcertificatePassword das zugehörige Kennwort (das Kennwort kann mit Hilfe der oben beschriebenen Tokens verborgen werden).

Um die Installation HTTPS-fähig zu machen, müssen zusätzliche Java-Bibliotheken installiert werden, die Sie auf dem SAP Service Marketplace (http://service.sap.com) bekommen. Diese IAIK-Bibliotheken müssen sich im Java-CLASSPATH befinden.
● HttpServer
Der HTTP-Server wird von den Empfänger-Adaptern genutzt. Bei seiner Konfiguration können die folgenden Einstellungen gemacht werden:
○ HTTP.authentication=none|basic
Legt fest, ob eine Benutzerauthentifizierung stattfindet. In der Einstellung basic muss sich der HTTP-Client des Integration Server mit einem gültigen Benutzer der Rolle HTTP-Server-Benutzer der Adapter-Engine anmelden. Mit Einstellung none kann die Authentifizierung über ein Zertifikat oder keine Authentifizierung erfolgen.
Die Voreinstellung ist none.
○ HTTP.transmission=plain|SSL
Legt fest, ob die Kommunikation zwischen Integration Server und HTTP-Server der Adapter-Engine über das Protokoll HTTP (plain) oder HTTPS (SSL) erfolgen soll. Die Voreinstellung ist plain.
Für SSL sind folgende zusätzliche Angaben nötig:
■ HTTP.SSLcertificate=<p12-certificate name>
■ HTTP.SSLcertificatePassword=<p12-certificate password>
Hierbei wird bei SSLcertificate der vollständige Dateiname eines kennwort-geschützten Zertifikats angegeben, bei SSLcertificatePassword das zugehörige Kennwort (das Kennwort kann mit Hilfe der oben beschriebenen Tokens verborgen werden).

Um die Installation HTTPS-fähig zu machen, müssen zusätzliche Java-Bibliotheken installiert werden, die Sie auf dem SAP Service Marketplace (http://service.sap.com) bekommen. Diese IAIK-Bibliotheken müssen sich im Java-CLASSPATH befinden.
○ Um die Validierung eines Client-Zertifikats zu aktivieren, setzen Sie HTTP.SSLauthenticate=true.
● InfoLogger
Der InfoLogger stellt die Dienstfunktionen zum Schreiben und Anzeigen der für eine Adapterinstanz spezifischen Protokolle (Logs) zur Verfügung. Mit den folgenden Parametern lässt sich die Anzeige- und Speicherlogik der Protokolldateien für alle Adapterinstanzen konfigurieren:
○ maxViewSize=<sizeKBytes>
Dieser Parameter (Voreinstellung: 100) steuert die Menge der zum Browser übertragenen Daten, wenn auf der Konfigurations- und Monitoring-Oberfläche des Adapters die Anzeige des adapter-spezifischen Protokolls aufgerufen wird. Ist die Menge der gespeicherten Protokollinformation größer, erscheint in der Browser-Anzeige die Meldung <VIEW LENGTH RESTRICTION: SKIP nnn BYTES>…, wobei nnn der Anzahl der übersprungen Bytes der Protokolldatei entspricht.
Der Parameter bezieht sich auf die Darstellung der Protokolldatei. Da dort in der Regel Schlüssel abgelegt werden, die erst zum Aufrufzeitpunkt durch Texte ersetzt werden, wird die tatsächlich übertragene Datenmenge in der Regel wesentlich größer sein als hier definiert (etwa um einen Faktor zwischen 3 und 5).
○ maxFileSize=<sizeKBytes>
Dieser Parameter (Voreinstellung: 0) steuert die maximale Größe (in KB) der Protokolldatei pro Adapterinstanz. Wird die angegeben Größe erreicht, wird die Datei abhängig von der Einstellung des Parameters archiveFiles gelöscht oder archiviert. Ist der Parameter auf 0 gesetzt, wird die Datei bei jedem Neustart der Adapter-Engine gelöscht und während der Laufzeit der Adapter-Engine unbegrenzt fortgeschrieben. Dies entspricht dem Standardverhalten.
○ archiveFiles=<anyValue>
Enthält dieser Parameter einen Wert, wird bei Erreichen der bei maxFileSize angegebenen Obergrenze die jeweilige Protokolldatei (<adaptername>.log) nicht gelöscht, sondern unter dem Namen <adaptername>_<yyyMMdd-HHmmss>.log und mit einem Zeitstempel versehen im Verzeichnis LogFiles archiviert. Ist maxFileSize auf 0 gesetzt, hat der Parameter archiveFiles keine Funktion.
● PWtokens
Dies ist der Dienst für das Ersetzen der Kennwort-Tokens in den Adapter-Konfigurationen. Wenn gewünscht, können hier die Anfang- und Endezeichen der Tokens zentral verändert werden.
○ PWD.beginSeparator=<beginSign>
○ PWD.endSeparator=<endSign>
Hierbei können beginSign und endSign beliebige Zeichenketten sein. Bestehende Ersetzungen von Tokens in den Adapter-Konfigurationen müssen dann entsprechend angepasst werden.
● SLDaccessor
Dieser Dienst ermöglicht eine Anmeldung beim System Landscape Directory (SLD) und unterstützt die folgende Funktionalität:
○ Schreibzugriff: Zum Startzeitpunkt überträgt die Adapter-Engine ihre aktuelle Konfiguration in das SLD. Auf diese Angaben greift dann beispielsweise die Runtime Workbench zu, um eine Verbindung zu den Monitoring- und Konfigurationsfunktionen der Adapter-Engine herzustellen, oder das Integration Directory, um Vorschlagswerte beim Anlegen von Endpunkten für Business-Systeme zu ermitteln, wenn diese mit einem Adapter assoziiert sind.
○ Lesezugriff: Zur Laufzeit können für jede Adapter-Instanz Konfigurationsdaten zentral ermittelt werden. Dieser Dienst kann von den Sender-Adaptern aktiviert werden, um den Parameter XI.TargetURL, der die Adresse des Integration Server beschreibt, dynamisch anhand des Parameters XI.SenderService zu ermitteln.
Voraussetzung ist, dass die entsprechende Assoziation im SLD gepflegt ist und das SLD erreichbar ist. Der Zugang erfolgt ebenfalls über eine HTTP-Verbindung, die über die folgenden Parameter konfiguriert wird:
○ SLD.host=<SLDhostname>
Der Name des Servers, auf dem das SLD läuft.
○ SLD.port=
Port-Nummer; unter der das SLD erreichbar ist.
○ SLD.user=
○ SLD.password=
Gültige Anmeldedaten für die SLD-Installation (das Kennwort kann mit Hilfe der oben beschriebenen Tokens verborgen werden).
Der Benutzer muss im Integration Server über Berechtigungen der Gruppe SAP_XI_APPL_SERV_USER verfügen.
In den Sender-Adaptern kann dieser Lesezugriff aktiviert werden, indem in der Konfiguration folgender Eintrag hinzugefügt wird:
XI.SLDConfiguration=SLDaccessor
In diesem Fall wird für das mit XI.SenderService angegebene System die URL des zugehörigen Integration Server im SLD ausgelesen und anstelle des unter XI.TargetURL angegebenen Wertes verwendet. Daher sollte hier folgendes angegeben werden:
XI.TargetURL=<fromSLD>

Sind die SLD-Anmeldedaten nicht korrekt gepflegt, können in der Konsolenausgabe der Adapter-Engine entsprechende Fehlermeldungen auftreten, wenn der Dienst initialisiert wird (zum Beispiel beim Start der Adapter-Engine). Diese beeinträchtigen die sonstigen Funktionen nicht und können ignoriert werden, wenn der SLD-Zugriff nicht aktiviert werden soll.
● RemoteConfiguration
Mit diesem Dienst können Sie der Adapter Engine remote Adapterinstanzen hinzufügen und diese starten und Sie können bereits vorhandene Adapterinstanzen ändern.
Hierzu erwartet RemoteConfiguration eine XI-Message mit einer Payload, die eine gültige Adapterkonfigurationsdatei enthält. Diese Konfigurationsdatei wird im Verzeichnis /configuration gespeichert.
Neben den Konfigurationsparametern für die Adapterinstanz müssen Sie folgenden zusätzlichen Parameter zwingend in der Datei bereitstellen. Diese Parameter werden nicht für die Adapterinstanz sondern von RemoteConfiguration ausgewertet:
○ channelName=<name>
Geben Sie den Namen der Adapterinstanz an.
Zur Konfiguration von RemoteConfiguration gibt es folgende Konfigurationsparameter:
○ XI.httpPort=8211
Definiert den TCP-Port, den der Service belegt (Vorgabewert)
○ File.targetDir=Configuration
Ändern Sie diesen Wert nicht.
Der Sender der Konfigurationsdatei schickt die Message an: http://<Host der Adapter Engine (SE)>:8211/configure. Zur Anmeldung an der Adapter Enigne muss der verwendete Benutzer Administratorrechte haben.
RemoteConfiguration enthält als Beispiel eine auskommentierte Dispatcher-Klasse, die Sie dazu verwenden können, eine Payload in XML-Struktur in eine Konfigurationsdatei (CSV-Datei) umzuwandeln.
Um die Dispatcher-Klasse zu verwenden, entfernen Sie die Kommentarzeichen. Durch die Dispatcher-Klasse wird eine Payload mit folgender Struktur umgewandelt:
<root>
<row>
<name>name1</name>
<valuet>value1</value>
</row>
<row>
<name>name2</name>
<value>value2</value>
</row>
<row>
<name>name3</name>
<value>value3</value>
</row>
</root>
Geben Sie als Separator = an.
Durch die Umwandlung entsteht folgende Datei:
name1=value1
name2=value2
name3=value3