Jobstartverwaltung
Jeder Job kann so eingeplant werden, dass er zu einer bestimmten Startzeit oder bei einem bestimmten Ereignis im Hintergrundverarbeitungssystem startet.
Beide Startbedingungstypen (siehe unten) haben einen eigenen SAP-Job-Scheduler: einen zeit- und einen ereignisgesteuerten. Beide Scheduler laufen in Dialog-Workprozessen. Wenn sie auf einen ausführungsbereiten Job stoßen, lösen sie seine Ausführung in einem Hintergrund-Workprozess aus.
Dieser Scheduler läuft periodisch und sucht nach Jobs, die mit einer bestimmten Startzeit (z. B. einem bestimmten Datum) ausgeführt werden sollten. Standardmäßig läuft der Scheduler alle 60 Sekunden auf jedem SAP-Server, der mindestens über einen Workprozess für die Hintergrundverarbeitung verfügt. Das 60-Sekundenintervall kann im Systemprofilparameter rdisp/btctime geändert werden.
Der zeitgesteuerte Scheduler übernimmt auch die Verantwortung für den Start ereignisgesteuerter Jobs, falls diese Jobs bei Eintreten der Startbedingung nicht gestartet werden können (falls z. B. kein freier Hintergrund-Workprozess verfügbar ist, wenn die Startbedingung eintritt). Solche Jobs werden als Jobs behandelt, deren Startzeit bereits erreicht ist, und so bald wie möglich gestartet.
Dieser Scheduler startet, sobald ein Hintergrundverarbeitungsereignis ausgelöst wird. Hintergrundverarbeitungsereignisse haben nichts mit den Workflow-Ereignissen zu tun und keine systemweite Bedeutung. Ein Beispiel eines Hintergrundverarbeitungsereignisses ist Job beendet
.
Der Scheduler sucht nach Jobs, die auf ein bestimmtes Ereignis oder Ereignisargument warten, und startet diese Jobs, nachdem das Ereignis eintritt. Ereignisgesteuerte Jobs werden mit einer der folgenden drei Startbedingungen eingeplant: Nach Ereignis
, Bei Betriebsart
odr Nach Job
.
Ereignisse können entweder innerhalb des SAP-Systems oder außerhalb auf Betriebssystemebene ausgelöst werden. Ereignisse werden automatisch vom Message-Server an einen aktiven Hintergrundverarbeitungsserver übergeben. Um auf externe Ereignisse reagieren zu können, muss das SAP-System aktiv sein, sonst geht ein von einem externen Programm ausgelöstes Ereignis verloren.
Ein Job ist startfähig, wenn die folgenden beiden Bedingungen erfüllt sind:
Die für diesen Job angegebene Startbedingung ist eingetreten.
Der Job wurde für die Ausführung freigegeben. Kein Job kann vor seiner Freigabe ausgeführt werden, selbst dann nicht, wenn er zur sofortigen Ausführung eingeplant ist. Um die im Hintergrundverarbeitungssystem zur Ausführung vorgesehenen Jobs zu überwachen und zu steuern kann das System so eingestellt werden, dass ein Verwalter die Jobs vor der Freigabe überprüfen kann Die Freigabeanforderung kann auch auf Benutzerbasis abgeschaltet werden. Vertrauenswürdige Benutzer können eine Sonderberechtigung (Berechtigungsobjekt S_BTCH_JOB (Batch-Verarbeitung: Operationen auf Batch-Jobs
), Wert RELE) erhalten, mit der jeder von diesem Benutzer eingeplante Job automatisch und sofort freigegeben wird.
Jobstartbedingungen |
Erläuterung |
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Der Job wird sobald wie möglich gestartet, je nach Jobpriorität und Verfügbarkeit von Hintergrund-Workprozessen. Benutzer mit den entsprechenden Berechtigungen für die Hintergrundverarbeitung können ihre Jobs nach der Einplanung automatisch ohne ein Eingreifen des Systemverwalters freigeben. |
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Der Job wird zum angegebenen Datum und zur angegebenen Uhrzeit gestartet, je nach Jobpriorität und Verfügbarkeit von Hintergrund-Workprozessen. Sie können auch einen Zeitraum angeben, in dem der Job ausgeführt werden soll. Dazu geben Sie eine Startzeit ein, nach der der Job nicht mehr ausgeführt werden soll. Mit dieser Funktion verhindern Sie u. a., dass periodische Jobs zu einem unerwünschten Zeitpunkt ausgeführt werden. Beispielsweise kann es vorkommen, dass sich ein Routinebereinigungsjob verzögert, der nur bei Nacht ausgeführt werden soll. Mit einem Startzeitfenster können Sie verhindern, dass der Job bei Tag ausgeführt wird, wenn die Dialogbenutzer aktiv sind und weniger Systemressourcen zur Verfügung stehen |
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Der Job startet, sobald der angegebene Job abgeschlossen ist. Sie können angeben, ob der Vorgängerjob erfolgreich beendet werden muss oder nicht.
Jobs, die nach Beendigung eines vorangegangenen Jobs starten, können nicht als Ende des Hinweises |
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Der Job wird durch das angegebene Ereignis ausgelöst. Mit dieser Startbedingung können Sie eine Folge aus einzelnen Jobs definieren, um komplexe Aktivitäten in Ihrem System zu modellieren. Ein Datenübertragungsprogramm, das eine Batch-Input-Mappe generiert, kann, nachdem die Mappe vollständig generiert ist, über ein Ereignis ein anderen Job auslösen, der die Mappe verarbeitet. |
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Der Job startet, wenn die angegebene Betriebsart im SAP-System aktiv wird. |
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Der Job startet an dem von Ihnen angegebenen Tag im Monat (beispielsweise am drittletzten Tag im Monat). Wenn Sie den entsprechenden SAP-Fabrikkalender angeben, werden bei Ihrer Einplanung Feiertage und andere arbeitsfreie Tage berücksichtigt. Sie können weiterhin angegeben, was mit dem Job geschehen soll, wenn der Starttermin auf einen arbeitsfreien Tag fällt. Er könnte am letzten Werktag vor oder dem ersten Werktag nach dem eigentlich eingeplanten Termin gestartet werden, am geplanten Tag laufen oder am geplanten Tag ausgelassen werden.
Stellen Sie sicher, dass der ausgewählte Kalender korrekt definiert ist. Wenn der Kalender z.B. mit dem aktuellen Jahr endet und der Job erst nächstes Jahr gestartet werden soll, wird der Job abgebrochen. Bei Auftreten eines Kalenderproblems können Sie die Fehlermeldungen im Jobprotokoll des abgebrochenen Jobs überprüfen. Ende des Hinweises |