Externe Kommandos und Programme starten
Dieser Abschnitt beschreibt spezielle Vorgehensweisen für den Start von Serviceprogrammen oder Dämonen, die im Zielsystem aktiv bleiben sollen, sowie mehreren verketteten Programmen.
Nachdem Sie mit dem Hintergrundverarbeitungssystem Serviceprogramme gestartet haben, z. B. Dämonen in UNIX-Systemen, bleiben sie nach dem Start aktiv. werden nicht beendet und kehren nicht zum SAP-Hintergrundverarbeitungssystem zurück, wie dies bei anderen Programmen der Fall ist.
Wenn Sie ein Serviceprogramm starten, sollten Sie bei der Jobeinplanung die Steuerflag-Einstellung Job wartet auf externe Beendigung
(in Transaktion SM36, Funktion Steuerflags
in der Job-Step-Definition) benutzen. Da das externe
Programm nicht sofort beendet werden soll, sollten Sie auch die Standardeinstellung Warten
ändern. Das SAP-Steuerungsprogramm wird beendet, nachdem es das externe Programm gestartet hat. Sie können solange Meßdaten vom Steuerungsprogramm erhalten, bis es das externe Programm
startet.
Verkettete Programme starten ein oder mehrere weitere externe Programme. Dennoch kann es in vielen Fällen passieren, dass Sie kein brauchbares Feedback vom externen Ausgangsprogramm erhalten. Wenn das externe Programm endet, ohne auf die anderen Programme zu warten, erbringt die Rückmeldung im Jobprotokoll keine brauchbaren Informationen über die zusätzliche Verarbeitung im Zielsystem. Sie haben mehrere Möglichkeiten, dies zu beheben:
Wenn Sie das externe Programm ändern können, lassen Sie es ein Ereignis an die Hintergrundverarbeitung ausgeben, anstatt zusätzliche Programme zu starten. In der Hintergrundverarbeitung können Sie dann für jedes verkettete Programm, das gestartet werden soll, einzelne Jobs einplanen. Wenn das Ausgangsprogramm ein Ereignis ausgibt, startet die Hintergrundverarbeitung jeden Job, der auf das Ereignis wartet. Der Vorteil ist hierbei, dass Sie Rückmeldungen, Ausgabe und/oder Messdaten von jedem externen Programm in den Jobprotokollen erhalten können.
Wenn Sie das externe Programm nicht ändern können, ändern Sie die verketteten Programme so, dass sie ihre Ergebnisse dem SAP-System durch Ereignisse mitteilen. Sie können mit dem Ereignis das Hintergrundverarbeitungssystem zum Starten zusätzlicher Verarbeitungsschritte veranlassen.
Beispiel
Beispielsweise während einer Datenübertragung in Ihr SAP-System könnten Sie jedes externe Datenübertragungsprogramm von einem Skript oder einem kleinen Steuerungsprogramm aus starten, das auf die Beendigung des Übertragungsprogramms wartet.
Nach der Beendigung des Übertragungsprogramms überprüft das Steuerungsprogramm die Rückmeldung und gibt mit dem SAP-Programm SAPEVT das entsprechende Ereignis an das SAP-System aus. Ihr Hintergrundverarbeitungssystem kann mit dem Ereignis das ABAP-Programm starten, das die übertragenen Daten verarbeitet.
Voraussetzungen für das Ausführen externer Programme