Verwaltung von Überwachungspausen im
Alert-Monitor
Ab Release SAP NetWeaver 7.0 SPS 15 wurde die Verwaltung von Überwachungspausen stark erweitert; bisher war es lediglich möglich, Überwachungspausen für GRMG- und CCMSPING-Verfügbarkeitsüberwachung zu definieren. Diese Pausen hatten auf das Monitoring und die Alertgenerierung von Werten außerhalb der Verfügbarkeitsüberwachung keinen Einfluss, d. h. für Knoten außerhalb der Verfügbarkeitsüberwachung wurden auch während einer Überwachungspause Werte ermittelt und Alerts generiert. Die Überwachungspausen waren nur innerhalb der Verfügbarkeitsüberwachung bekannt.
Ab dem o. g. Release gibt es eine globale Verwaltung von Ausfallzeiten. Die Ausfallzeiten setzen Sie im Work Center Verwaltung der Systemlandschaft des Solution Managers, indem Sie in der Navigationsleiste den Eintrag Ausfallzeiten wählen. Sie können dort für Systeme, Hosts und Instanzen einmalige oder periodische Ausfallzeiten einrichten. Dabei geht die Verwaltung der Ausfallzeiten weit über Monitoring und Alerting hinaus.

Weitere Informationen hierzu finden Sie in der Dokumentation des Solution Managers.
Für den Bereich der Monitoring-Infrastruktur bietet die Verwaltung von Ausfallzeiten die folgenden neuen Funktionen:
● Planung von Überwachungspausen für Systeme und für (bei Verwendung der Funktion aus dem Solution Manager heraus) einzelne Instanzen
● zweistufiges Konzept für Überwachungspausen:
Sie können lediglich die Alertgenerierung oder auch die komplette Ermittlung von Monitoring-Werten abschalten. Für eine Überwachungspause eines Systems kann also nicht nur das zugehörige Alerting abgeschaltet werden, sondern das komplette Monitoring dieses Systems.
● Berücksichtigung aller zentralen Monitoringfunktionen:
Während einer Überwachungspause für eine Instanz werden auch Knoten im zentralen Monitoring-System ausgeschaltet, die sich semantisch auf die überwachte Instanz beziehen, z. B. Verfügbarkeitsüberwachung mit GRMG oder CCMSPING oder Selbstüberwachung der CCMS-Agenten.
● Einplanung einer Überwachungspause von einem überwachten System aus:
Beim Stoppen einer Instanz kann, sofern diese Instanz mit einem CCMS-Agenten überwacht wird, eine Nachricht an das zentrale Monitoring-System gesendet werden. Die Verfügbarkeitsüberwachung für diese Instanz wird dann deaktiviert (siehe Einplanung von Überwachungspausen mit CCMS-Agenten).
Hier wird die Erstellung und die Bearbeitung von Ausfallzeiten im Alert-Monitor beschrieben. Dies ist für Sie besonders dann interessant, falls Sie als zentrales Monitoring-System kein Solution-Manager-System verwenden, Ihnen das entsprechende Funktion des Solution Managers also nicht zur Verfügung steht.
Das zentrale, überwachende System benötigt mindestens das Release SAP NetWeaver 7.0 SPS 15.
Überwachte Systeme benötigen mindestens die folgenden Release- bzw. Patch-Stände:
Release |
Benötigter SPS bzw. Patch |
SAP Basis 4.6C |
SP 56 |
SAP Web AS 6.20 |
SP 64 |
SAP NetWeaver 2004 |
SPS 22 |
SAP NetWeaver 7.0 |
SPS 15 |
SAP NetWeaver 7.1 |
SPS 06 |
Kernel 6.40 |
siehe SAP-Hinweis 1096782 |
Kernel 7.00 |
|
CCMS-Agent |
Patch Collection 2008/2
Alle Instanzen der überwachten Systeme (ABAP und Java) müssen mit CCMS-Agenten am zentralen Monitoring-System registriert sein. |
Falls Ihr zentrales Monitoring-System über das o. g. Release verfügt, werden die genannten Funktionen automatisch aktiviert, indem ein entsprechender Dispatcher über eine Startup-Methode gestartet wird. Sie können dies wie folgt überpürfen:
...
1. Starten Sie die Transaktion RZ21
2. Wählen Sie Techn.Infrastruktur → Downtime Dispatching → Dispatching-Job aktivieren bzw. Datensammler-Job aktivieren.
3. Wenn der entsprechende Job bereits eingeplant ist, wird eine entsprechende Meldung ausgegeben.
Die überwachten Systeme, für die Sie Überwachungspausen erstellen möchten, müssen in der Monitoring-Infrastruktur als überwachte Systeme eingetragen sein (siehe Mehrere Systeme überwachen). Dies war in der früheren Erstellung von Überwachungspausen nicht notwendig.
Beachten Sie außerdem die folgenden Punkte:
● Falls Sie als zentrales Monitoring-System ein Solution-Manager-System verwenden, müssen Sie gewährleisten, dass alle überwachten Systeme in der Transaktion Systemlandschaft Solution Manager (Transaktion SMSY) eingetragen sind.
●
Falls Sie als zentrales Monitoring-System
nicht ein Solution-Manager-System verwenden, müssen die überwachten Systeme
und das CEN im
System Landscape
Directory (SLD) eingetragen sein.

Wenn ein überwachtes System nicht über die o. g. Release-Voraussetzungen verfügt, können Sie für dieses System dennoch Überwachungspausen definieren; diese wirken dann allerdings nur für solche Werte, die im zentralen Monitoring-System gespeichert werden (Verfügbarkeitsüberwachung mit CCMSPING und GRMG).
Falls Sie Überwachungspausen definieren möchten, gehen Sie vor, wie in Überwachungspausen anlegen und löschen beschrieben. Die Funktion ist Teil der Konfiguration der Verfügbarkeitsüberwachung mit CCMSPING, bei einer Überwachungspause werden aber (wie oben erwähnt) das gesamte Monitoring bzw. Alerting des entsprechenden Systems abgeschaltet.

Beachten Sie, dass in dieser Oberfläche nicht alle Funktionen existieren, die Ihnen im entsprechenden Bild im Solution Manager zur Verfügung stehen.