Übermittlung von Überwachungspausen mit
CCMS-Agenten
Sie können in der
CCMS-Monitoring-Infrastruktur mit Überwachungspausen arbeiten. Während einer
solchen Überwachungspause wird dabei für die entsprechenden überwachten
Systeme je nach Einstellungen entweder nur die Generierung von Alerts oder das
gesamte Überwachung inklusive der Ermittlung von Monitoring-Daten
abgeschaltet. Informationen hierzu finden Sie in
Verwaltung von
Überwachungspausen im Alert-Monitor.
Für die Erstellung von Überwachungspausen haben Sie drei Möglichkeiten:
● zentral aus dem Work Center Verwaltung der Systemlandschaft des Solution Manager
●
zentral aus der Konfigurationsoberfläche
der CCMSPING-Verfügbarkeitsüberwachung (siehe
Überwachungspausen
anlegen und löschen)
● lokal aus der überwachten Instanz über einen CCMS-Agenten. Die Pause bezieht sich dabei immer auf die Instanz, die der Agent überwacht.
Die dritte Methode wird in diesem Abschnitt beschrieben.

Während Sie bei der zentralen Einplanung einmalige und periodisch wiederkehrende Überwachungspausen mit beliebigem Anfangs- und Endzeitpunkt erstellen können, können Sie über den CCMS-Agenten lediglich eine Überwachungspause zum sofortigem Start einplanen bzw. eine vorhandene Überwachungspause mit sofortiger Wirkung beenden.
Zu den Voraussetzungen für das zentrale
Monitoring-System CEN sowie die überwachten Systeme siehe
Verwaltung von
Überwachungspausen im Alert-Monitor.
Falls Sie über den CCMS-Agenten eine Überwachungspause der überwachten Instanz starten, werden automatisch die folgenden Schritte durchgeführt:
● Die Überwachungspause wird mittels RFC von der überwachten Instanz an das zentrale Monitoring-System gesendet (Klient-RFC-Aufruf)
● Im zentralen Monitoring-System wird für die Knoten, die semantisch Daten über diese Instanz liefern, eine Überwachungspause aktiviert.
● Auf der lokalen überwachten Instanz wird eine Überwachungspause für das ganze Monitoring-Segment aktiviert.
Um eine Überwachungspause für die Instanz, die der Agent überwacht, zu starten, geben Sie an der Betriebssystem-Eingabeaufforderung je nach überwachter Instanz den folgenden Befehl ein:
● ABAP-Instanz
sapccm4x pf=<Instanzprofil> -monitoring_off
-level NO_ALERTS|NO_VALUES [-initiator <Benutzername>]
[-info <Freier Text>]
● Java-/TREX-Instanz
sapccmsr –j2ee pf=<Instanzprofil>
-monitoring_off
-level NO_ALERTS|NO_VALUES [-initiator <Benutzername>]
[-info <Freier Text>]
Um eine Überwachungspause für die Instanz, die der Agent überwacht, zu beenden, geben Sie an der Betriebssystem-Eingabeaufforderung je nach überwachter Instanz den folgenden Befehl ein:
● ABAP-Instanz
sapccm4x pf=<Instanzprofil> -monitoring_on
[-initiator <Benutzername>] [-info <Freier
Text>]
● Java-/TREX-Instanz
sapccmsr –j2ee pf=<Instanzprofil> -monitoring_on
[-initiator <Benutzername>] [-info <Freier
Text>]
Dabei haben die verschiedenen Parameter/Optionen die folgende Bedeutung:
Parameter/Option |
Bedeutung |
Instanzprofil |
Profil der überwachten Instanz mit dem kompletten Pfad, also z. B. c:\usr\sap\C11\SYS\profile\C11_DVEBMGS00_host1 |
-monitoring_off |
Überwachungspause beginnt mit sofortiger Wirkung |
-monitoring_on |
Überwachungspause endet mit sofortiger Wirkung |
-level NO_ALERTS|NO_VALUES |
NO_ALERTS: Während der Überwachungspause werden keine Alerts generiert, die Monitoring-Daten der Instanz werden aber auch während der Pause ermittelt. NO_VALUES: Während der Überwachungspause werden keine Alerts generiert, zusätzlich wird während der Pause auch die Ermittlung der Monitoring-Daten selbst abgeschaltet |
-initiator <Benutzername> |
Name des Benutzers, der für die Überwachungspause zuständig ist (optional) |
-info <Freier Text> |
beliebiger Text, der mit der Überwachungspause gespeichert wird; normalerweise die Gründe für die Überwachungspause (optional) |
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