Show TOC Anfang des Inhaltsbereichs

Komponentendokumentation Plain-HTTP-Adapter  Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Einsatzmöglichkeiten

Der Plain-HTTP-Adapter bietet Anwendungssystemen die Möglichkeit, über eine Plain-HTTP-Verbindung mit der Integration Engine zu kommunizieren und Business-Daten auszutauschen. Je nach Empfängersystem können ausgehende Messages hierbei mit bestimmten Informationen angereichert werden.

Integration

Der Plain-HTTP-Adapter ist Teil der Integration Engine. Er besteht aus zwei Teilen, einem Adapter am Eingang der Integration Engine und einem Adapter am Ausgang der Integration Engine.

Hinweis

Aus Kompatibilitätsgründen wird am Eingang und Ausgang neben dem aktuellen XI-Message-Protokoll (3.0) auch das alte XI-Message-Protokoll (2.0) unterstützt.

Der Adapter am Eingang ist der Pipeline der Integration Engine vorgelagert und ruft diese auf. Der Adapter am Ausgang wird von der Pipeline aufgerufen, kann also Teil der Pipeline angesehen werden. Er benötigt für jeden logischen Empfänger einen entsprechenden Kommunikationskanal aus dem technischen Routing.

Für Business-Systeme, die im System Landscape Directory definiert sind, kann der Adapter automatisch erzeugt werden. Siehe auch: Automatisches Erzeugen von Kommunikationskanälen

Funktionsumfang

Der Plain-HTTP-Adapter wird von Fremdsystemen verwendet, um sich über die native HTTP-Schnittstelle (HTTP-Payload ohne SOAP-Umschlag) an die Integration Engine anzuschließen. Die Fremdsysteme werden hierbei über das Internet Communication Framework des SAP Web Application Server angeschlossen. Hierzu existiert am HTTP-Eingang der Integration Engine ein von SAP ausgelieferter HTTP-Service namens /sap/xi/adapter_plain.

Generell gibt es für den Plain-HTTP-Adapter zwei Verwendungsarten:

·        synchrone Verarbeitung

Beispiel

Eine Bestellung im Internet mit der Bestellnummer als Rückantwort.

·        asynchrone Verarbeitung

Beispiel

Eine Bestellung im Internet ohne Bestätigung des Bestellungseingangs.

Prinzipiell sind beide Szenarien sowohl am HTTP-Eingang als auch am HTTP-Ausgang der Integration Engine möglich.

Als Spezialfall für bestimmte externe Server mit CGI-Skripts, zum Beispiel Marktplätze, ist es möglich, die Payload als HTML-Formular per HTTP-Post zu versenden. Hierzu wird die Payload entsprechend angereichert. Zum Beispiel wird der Content Type in die Payload übernommen.

Hinweis

Vom Plain-HTTP-Adapter wird nur die Main Payload einer empfangenen XML-Message verwertet. Zusätzliche Attachments werden ignoriert und nicht weitergeleitet.

Plain-HTTP-Eingang

Siehe auch: Konfiguration des Plain-HTTP-Sender-Adapters

Plain-HTTP-Ausgang

Siehe auch: Konfiguration des Plain-HTTP-Empfänger-Adapters

Anreicherung der Payload

Einige externe Systeme, beispielsweise Web-Server in Marktplätzen, können Daten nur verarbeiten, wenn sie als HTML-Formular per HTTP verschickt werden.

Ein typisches HTML-Formular besteht aus benannten Feldern. Bei der Übertragung eines ausgefüllten Formulars an den Server bzw. an ein CGI-Programm müssen die Daten so übertragen werden, dass es dem CGI-Skript möglich ist zu erkennen, aus welchen Feldern das Formular besteht, und welche Daten in welches Feld eingetragen wurden.

Der Plain-HTTP-Adapter bildet dies nach mit Hilfe eines Vorspanns (Prolog) und eines Nachspanns (Epilog). Deshalb gibt es eine bestimmte Codierungsmethode, die Formularfelder und deren Daten voneinander trennt. Diese Codierungsmethode benutzt folgende Regeln:

·        Die einzelnen Formularelemente inklusive ihrer Daten werden durch das Zeichen & voneinander getrennt.

·        Name und Daten eines Formularelements werden durch ein Gleichheitszeichen (=) voneinander getrennt.

·        Leerzeichen in den eingegebenen Daten (z.B. bei mehreren Wörtern) werden durch ein Pluszeichen (+) ersetzt.

·        Alle Zeichen mit den (erweiterten) ASCII-Werten 128 bis 255 (hexadezimal 80 bis FF) werden durch eine Hexadezimalzeichenfolge umschrieben, eingeleitet durch ein Prozentzeichen (%) und gefolgt von dem Hexadezimalwert des Zeichens (z.B. wird der deutsche Umlaut ö im Zeichensatz ISO-8859-1 durch %F6 umschrieben).

·        Alle Zeichen, die in diesen Regeln als Steuerzeichen vorkommen (also &, +, = und %) werden ebenfalls hexadezimal umschrieben, und zwar genau so wie höherwertige ASCII-Zeichen.

Beispiel

Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt

 

Ende des Inhaltsbereichs