Konfiguration des
Plain-HTTP-Sender-Adapters
Der Plain-HTTP-Eingang der Integration Engine wird über eine HTTP-Adresse angesprochen. Der HTTP-Body wird als Payload für die Message verwendet. Die Payload enthält keinen Umschlag mit Steuerdaten für die zu erzeugende Message. Die Steuerdaten müssen in der HTTP-Adresse als Parameter codiert werden, die obligatorisch sind, um eine Message erzeugen zu können.
Wenn Sie für den Plain-HTTP-Eingang Sicherheitsprüfungen oder adapterspezifische Attribute im Message-Header festlegen wollen, legen Sie für den Partner und Service einen Kommunikationskanal im Integration Directory an. Dort können Sie die Sicherheitsstufe konfigurieren. Siehe unten unter Aktivitäten.
Beim Plain-HTTP-Adapter eingehende Anfragen müssen folgende Syntax aufweisen:
http://<hostname:port>/<path>?<query-string>
Der Query-String enthält hierbei folgende Daten:
● Sender-Namespace ?namespace=<namespace>
● Sender-Interface &interface=<interface>
Mit diesen Angaben wird das Sender-Interface definiert.
● Sender-Service &service=<service>
Legt den Sender-Service fest.
● Sender-Partner (optional) &party=<party>
● Sender-Agentur (optional) &agency=<agency>
● Sender-Schema (optional) &scheme=<scheme>
Machen Sie keine Angaben zu Agentur und Schema, dann werden folgende Vorgabewerte gesetzt:
agency=http://sap.com/xi/XI
scheme=XIParty
● Quality-of-Service (BE, EO oder EOIO) (optional) &qos=<EO|BE|EOIO>
Für BE wird dem Client der Endstatus der Verarbeitung mitgeteilt, bei EO und EOIO findet die Verarbeitung asynchron entkoppelt statt und der Client erhält nur eine Empfangsbestätigung mit HTTP-Status '200'.
Fehlt der Parameter, wird der Vorgabewert BE gesetzt.
● Message-ID (optional) &msgguid=<msgguid>
Für EO und EOIO kann zusätzlich die Message-ID über den Parameter msgguid für das Exactly-Once Handling mitgegeben werden. Wird eine ID mehrfach verwendet, so wird vom Server ein HTTP-Status '500' zurückgesendet.
Die Message-ID ist 32 Zeichen lang und darf nur die Zeichen 0 bis 9 und A bis F enthalten. Sie wird persistiert und kann so auf Duplizität überprüft werden. Kann der HTTP-Client (also das Sendersystem) keine Message-ID liefern, wird vom Plain-HTTP-Adapter eine Message-ID erstellt und über die Integration Engine an die Anwendung weitergereicht. In der Anwendung kann dann auf Dokumentenebene eine Duplizitätsprüfung vorgenommen werden, beispielsweise über die Bestellnummer.
● Queue-ID (nur bei Quality-of-Service EOIO) (optional) &queueid=<queueid>
Die Queue-ID darf maximal 16 Zeichen lang sein. Enthalten die ersten acht Zeichen der Queue den Wert 'SAP_ALE_', so wird dieser entfernt, da dieser Wert von SAP reserviert ist und intern verwendet wird.
Wenn Sie für eingehende Messages eine erhöhte HTTP-Sicherheitsstufe festlegen möchten, führen Sie folgende Schritte durch:
● Legen Sie für den Plain-HTTP-Eingang einen Adapter vom Typ HTTP und Sender im Kommunikationskanal im Integration Directory an.
Das Transport-Protokoll, das Message-Protokoll und die Adapter-Engine sind vorgegeben.
● Sie können unter Sicherheitsprüfung für eingehende Messages festlegen, welche HTTP-Sicherheitsstufe für eingehende Messages vorausgesetzt werden soll. Sie können folgenden Sicherheitsstufen wählen:
○ HTTP (Vorgabewert)
○ HTTPS ohne Client-Authentifizierung
○ HTTPS mit Client-Authentifizierung
● Legen Sie eine entsprechende Sendervereinbarung an.
Siehe
auch: SAP Security Guide XI,
HTTP and SSL, dort
unter Enforcing
HTTP Security for Incoming
Messages
● Um Adapterattribute im Message-Header der XI-Message abzulegen, wählen Sie Adapterspezifische Message-Attribute setzen.
● Um die nicht XI-spezifischen HTTP-Header-Felder oder URL-Parameter zu übernehmen, setzen sie das jeweilige Kennzeichen. Sie können folgende Attribute und deren Werte in den XI-Message-Header ablegen:
Name |
Technischer Name |
Feld 1, …, 6 |
HeaderFieldOne, .... HeaderFieldSix |
Parameter 1, …, 6 |
URLParamOne, …, URLParamSix |
Die Bezeichnung der Felder und Parameter muss der Bezeichnung der Felder und Parameter, die zusätzlich durch einen HTTP-Request versendet werden sollen, entsprechen.
● Um Adapterattribute in der synchronen Response auszuwerten, wählen Sie HTTP-Header-Felder (synchrone Response) und geben Sie die Felder unter Feld 1 bis Feld 6 an.
Unter diesen hier angegebenen Bezeichnungen werden die Felder in die HTTP-Response aufgenommen.
Die technischen Namen der Felder sind HeaderFieldOne,...,HeaderFieldSix.
Der Attributnamensraum für den Adapter ist: http://sap.com/xi/XI/System/HTTP.