OLAP-Cache-Monitor
Der OLAP-Prozessor greift auf mit zwei Arten von Cache zu, dem lokalen und dem globalen Cache.
Der lokale OLAP-Cache speichert die vom OLAP-Prozessor berechneten Ergebnisse pro Sitzung im Rollbereich. Er bezieht sich zur Laufzeit auf eine einzelne Query-Instanz.
Im Gegensatz zum lokalen ist der globale OLAP-Cache transaktionsübergreifend ausgelegt. Damit können verschiedene Query-Instanzen auf die hier abgelegten Daten zugreifen. Diese Daten sind in für den OLAP-Prozessor optimierter Form verfügbar. Hierdurch wird die Ausführung der Query nicht nur aufgrund des schnelleren Zugriffs, sondern auch aufgrund der bereits erfolgten Aufbereitung der Daten beschleunigt.
Zur Laufzeit werden - ab einem gewissen Berechnungsaufwand - die einzelnen Aufrisszustände der Query zunächst immer lokal gecacht und dann ggf. global gesichert. Die Einträge im globalen Cache werden jeweils aus den lokalen Laufzeit(Cache-)objekten erzeugt.
Für den globalen Cache werden verschiedene Cachemodi unterstützt. Sie unterscheiden sich zum einen im Persistenz-, also dem Speichermedium, zum anderen im Aufbau der Cache-Hierarchie, nach der der OLAP-Prozessor die einzelnen Objekte im Cache auffindet.
Wir empfehlen, den Cachemodus BLOB/Cluster erweitert als Standardmodus einzustellen.

Neben dem Cachemodus BLOB/Cluster erweitert hat nur noch der Cachemodus Hauptspeicher Cache ohne Swapping (1) Bedeutung.

Die übrigen, nur aus Kompatibilitätsgründen vorhandenen Cachemodi (2) bis (4) können über den Administrationsparameter Bisherigen Cache nutzen parametrisiert werden (siehe Cache-Administrationsparameter). Weitere Informationen zu den Cachemodi finden Sie unter Cachemodus sowie Technische Informationen zu alten Cachemodi.
Auf dem Bild Cache Monitor können Sie sich über den lokalen Cache, die globalen Cache-Parameter sowie über den Speicherverbrauch der Query-Laufzeitobjekte und die zugrunde liegende aktuelle Cache-Struktur informieren.
● Um den empfohlenen Cachemodus BLOB/Cluster erweitert in Ihrem Systems verfügbar zu machen, müssen Sie einen Tabellenparameter aktivieren. Gehen Sie wie folgt vor:
...
a. Rufen Sie den Data Browser auf (Transaktion SE16).
b. Geben Sie in das Feld Tabellenname RSADMIN ein. Sie gelangen auf das Selektionsbild dieser Tabelle.
c. Geben Sie im Feld Object den Parameternamen RSR_CACHE_ACTIVATE_NEW ein und in das Feld Value den Wert X ein.
d.
Wählen Sie
Ausführen.
● Den Standard-Cachemodus zu einem InfoProvider können Sie im Customizing festlegen. Wenn Sie diese Einstellung nachträglich ändern, gilt die Änderung nicht für bereits bestehende Queries zu diesem InfoProvider, sondern nur für solche, die zukünftig zu diesem InfoProvider angelegt werden.
● Die Cache-Parameter werden während der Implementierung im Customizing eingestellt. Dieselben Einstellungen können auch im OLAP-Cache-Monitor vorgenommen werden (siehe Cache-Parameter). Sie erreichen den OLAP-Cache-Monitor (Transaktion RSRCACHE) vom Bild SAP Easy Access aus Business Explorer → BEx Monitor → OLAP: Cache Monitor.
● Den Cachemodus einer Query können Sie auf dem Bild Querymonitor (Transaktion RSRT) ändern (siehe Query-Eigenschaften).

Einen Überblick über die Cache-relavante Daten einer Query (z.B. wichtige Zeitstempel)
erhalten Sie auf dem Bild Querymonitor über
Technische Info
(siehe Technische
Informationen).
Vom Bild Querymonitor
gelangen Sie über
Cache
Monitor auf den OLAP-Cache-Monitor.
Anzeige der Cache-Parameter. Der Anzeige liegen die Einstellungen im Customizing zugrunde. Beispiel:
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Cache-Parameter |
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Cache aktiv |
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lokale Cache Größe |
50 MB |
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globale Cache Größe |
200 MB |
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Cache Persistenz Modus |
Cluster Tabelle |

Beachten Sie, dass sich diese Parameter nur auf den Hauptspeichercache (und nicht auf die Datenbankcaches) beziehen.

Wenn Sie eine
Einstellung ändern möchten, wählen Sie
Cache
Parameter. Weitere
Informationen finden Sie unter Cache-Parameter.
Neben den Cache-Parametern können Sie sich zu allen Cachemodi die im System relevanten Daten anzeigen lassen:
Drucktaste |
Anzeige |
|
Anzeige der cache-relevanten Kennziffern für die Query-Laufzeitobjekte, bei den Hauptspeicher-Cachemodi zusätzlich noch Anzeige des Puffer-Status (Shared Memory) |
|
Anzeige der Pufferobjekte Die Anzeige in einem hierarchisch strukturierten Queryverzeichnis ist die Standardeinstellung. Weitere Informationen finden Sie unter Cache-Struktur. |
Über die Funktionsleiste des Bildes stehen Ihnen folgende Funktionen zur Verfügung:
Allgemeine Funktionen
Funktion |
Was Sie wissen sollten |
|
|
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Löscht die gecachten Daten mit Bezug auf den ausgewählten Cachemodus, d.h. löscht diejenigen Pufferobjekte, die Sie zur Anzeige gewählt haben. Wenn keine Auswahl getroffen wurde, löscht das System keine Daten. Diese Funktion kann zu Testzwecken sinnvoll sein.
Zum Löschen veralteter Einträge im Cache empfehlen wir, regelmäßig das Programm RSR_CACHE_RSRV_CHECK_ENTRIES für die Hintergrundverarbeitung einzuplanen. Siehe auch Cache-Verdrängung und Auslagerung. |
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Siehe Globale Cache-Parameter. |
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Funktionen für die Cachemodi Hauptspeicher Cache ohne/mit Swapping
Funktion |
Was Sie wissen sollten |
|
Um
z.B. zu prüfen, ob genügend Cache-Speicher zur Verfügung steht, wählen Sie
Über
· Size: Maximale Größe des Cache-Speichers in Bytes · Free bytes: Freier Cache-Speicher in Bytes · Directory: Maximale Anzahl von Verzeichnissen, d.h. Einzelpaketen im Cache-Speicher · Dir. free: Anzahl freier Verzeichnisse · Efficiency: Grad, mit welchem Anfragen befriedigt werden können, in %, - entspricht der Hitratio aus der Buffer Übersicht |
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Sie gelangen auf das Bild Tune summery (Transaktion ST02). Die Zeile zum Shared Memory (Buffer: Exp/Imp SHM) enthält die für den OLAP-Cache interessanten Daten: · Hitratio: [%] - entspricht der Efficiency aus dem Puffer Monitor · Allocated: [kB] · Free space: [kB] und [%] · Dir. size: Entries · Free directory: Entries und [%]
Beachten Sie, dass beide Größen, sowohl die Anzahl der Bytes als auch die Anzahl der Verzeichnisse, limitierend wirken. Welche dieser Größen möglicherweise kritisch ist, erkennen Sie aus den entsprechenden Verhältniswerten, die sich aus dem jeweiligen Maximalwert und dem Wert freier Kapazität ergeben.
Weitere Informationen finden Sie unter
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Funktionen für die Cachemodi Hauptspeicher Cache mit Swapping (in eine Datei) und die Persistenzmodi mit Flatfile-Cache
Funktion |
Was Sie wissen sollten |
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Siehe Logische Dateinamen (Transaktion FILE). |
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Sie gelangen auf das Bild SAP-Directories.
DIR_GLOBAL /usr/<SYSID>/global Per Doppelklick auf den physischen Pfad gelangen Sie in die Anzeige der Dateien. Wenn Sie sich an die Namenskonventionen gehalten haben, finden Sie Ihre physische Datei unter CACHE_<HOST>_<SYSID>_<PARAM_1> bzw. CACHE_<SYSID>_<PARAM_1>. Weitere Informationen über die Definition von logischen und physischen Dateipfaden und –namen finden Sie unter Logische Dateinamen. |