Cache-Parameter
Über
Cache-Parameter
können Sie die Einstellungen zum OLAP-Cache ändern.
Die globalen Cache-Parameter werden im Zuge der Implementierung des BW-Systems zentral festgelegt.

Weitere Informationen finden Sie im Einführungsleitfaden (IMG) zu SAP NetWeaver → Business Warehouse → Performance-Einstellungen → Globale Cache-Einstellungen.
Wenn Sie diesen Parameter setzen, wird der globale Cache zentral abgeschaltet. Beachten Sie, dass durch die Wahl dieser Option systemweit die Performance aller Queries beeinträchtigt wird.
Mit diesem Parameter können Sie die Größe des lokalen Caches festlegen. Damit wird der cache-bedingte Speicherverbrauch zur Querylaufzeit beschränkt.

Stellt man z.B. 50 MB ein, sammelt die Query zur Laufzeit höchstens diese Menge an Cachedaten.
Der lokale Cache wird z.B. auch in einem der folgenden Fälle weiterhin benutzt:
● wenn der globale Cache deaktiviert wurde (siehe den Parameter Cache inaktiv)
● wenn der Cache am InfoProvider (für alle zukünftigen Queries) oder an der Query abgeschaltet wurde (siehe Cachemodus)
● wenn sich zur Laufzeit herausstellt, dass nicht gecacht werden kann (siehe Technische Informationen unter Cache-relevante Daten: Query kann den Cache nutzen)
Mit diesem Parameter können Sie festlegen, welche Größe der globale Cache im Hauptspeicher einnehmen darf. Dieser Parameter betrifft folglich nur die Cachemodi Hauptspeichercache ohne bzw. mit Swapping (Cachemodi 1 und 2, siehe Cachemodus). Wenn Sie einen Datenbankcache verwenden (Cachemodi 3, 4, 5), gibt es eine solche Größenbeschränkung nicht; somit ist dieser Parameter für diese Modi nicht relevant.

Da der globale Cache die Speicherobjekte des jeweils lokalen Caches aller Query-Instanzen aufnehmen muss, sollte der globale Hauptspeichercache deutlich größer als der lokale Cache eingestellt werden.
Eine weitere Beschränkung des globalen Hauptspeichercaches besteht darin, dass dieser physikalisch selbst im Shared Memory abgelegt wird. Die Größe dieses Puffers legt damit gleichzeitig die physikalisch maximal mögliche Größe des globalen Hauptspeichercaches fest.

Da das Shared Memory auch von anderen Anwendungen als dem Cache genutzt werden kann, sollte es wenigstens 4096 kB (4MB) bzw. 10% größer als die vorgesehene Größe des globalen Caches sein. Als Systemadministrator können Sie die Größe des Puffers in der Pflege der Profilparameter (in Transaktion RZ11 Parameter rsdb/esm/buffersize_kb) festlegen.
Mit dem Persistenzmodus können Sie festlegen, ob und in welcher Form Cache-Daten in nicht-flüchtigen Speichermedien, wie Dateisystemen oder Datenbanken, gespeichert werden sollen.
Der Cachemodus 5 BLOB/Cluster erweitert hat keinen eigenen Persistenzmodus, sondern nutzt automatisch für die Ablage der Cache-Einträge mit Querydaten eine Cluster-Tabelle bzw. eine BLOB-Ablage (Tabelle mit XSTRING-Bereich), siehe Cache-Administrationsparameter.
Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf die älteren Cachemodi 2-4, die nur aus Kompatibilitätsgründen zur Verfügung stehen (siehe Cachemodus).
Cachemodus 2 Hauptspeichercache mit Swapping
Der Parameter Persistenzmodus bestimmt, wie mit den Daten im Cache verfahren wird, wenn die Maximalgröße des Speichers erreicht worden ist. Ein Teil der Daten muss entweder verdrängt, d.h. aus dem Hauptspeicher entfernt, oder ausgelagert, d.h. in eine Datei (Flatfile) oder als BLOB- oder Cluster-Tabelle in die Datenbank gesichert werden. Welche Daten davon betroffen sind, wird mit Hilfe eines an dem Least-Recently-Used-Algorithmus (LRU) angelehnten Verfahrens festgestellt.
Cachemodi 3-4 Persistenter Cache pro Applikationsserver bzw. applikationsserverübergreifend
Der Parameter Persistenzmodus bestimmt, ob die Daten in einer Datei (Flatfile) oder in einer Datenbanktabelle abgelegt werden sollen.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Verwendung der zur Auswahl stehenden Persistenzmodi:
Persistenzmodi für Cachemodi 2-4
Persistenzmodus |
Cachemodus Hauptspeichercache mit Swapping |
Cachemodi Persistenter Cache pro Applikationsserver bzw. applikationsserverübergreifend |
Inaktiv |
Wenn der für das Caching zur Verfügung stehende Speicher verbraucht ist, werden Daten verdrängt, d.h. aus dem Speicher gelöscht (entspricht dem Cachemodus Hauptspeichercache ohne Swapping). |
|
Flatfile |
Wenn der für das Caching zur Verfügung stehende Speicher verbraucht ist, werden Daten in eine Datei ausgelagert. Flatfile Name: Logischer Dateipfad, unter dem Flatfiles abgelegt werden. |
Die gecachten Daten sind als Datei in einem Verzeichnis auf dem Applikationsserver oder applikationsserverübergreifend im Netz abgelegt. Flatfile Name: wie beim Cachemodus Hauptspeichercache mit Swapping File übergreifend: Logischer Dateipfad, unter dem die Daten abgelegt werden. Der Pfad ist unabhängig von einem Applikationsserver. |
Datenbanktabelle: ● Cluster-Tabelle ● Transparente Tabelle (BLOB) |
Wenn der für das Caching zur Verfügung stehende Speicher verbraucht ist, werden Daten in einer nicht-transparenten Cluster-Tabelle bzw. in einer transparenten Tabelle mit BLOB (Binary Large Object) auf der Datenbank abgelegt. |
Die gecachten Daten sind als nicht- transparente Cluster-Tabelle bzw. als transparente Tabelle mit BLOB (Binary Large Object) auf der Datenbank abgelegt. Abhängig vom jeweiligen Cachemodus unterscheiden sich die Cluster-Tabellen darin, ob sie den Applikationsserver im Schlüssel haben. |

Wenn Sie den Initialeintrag wählen, d.h. keine der oben genannten Auswahlmöglichkeiten, sondern den leeren Eintrag, setzt das System den Persistenzmodus auf inaktiv und zeigt dies auf dem Bild OLAP Cache Monitor im Bildbereich Cache Parameter entsprechend an.