Show TOC Anfang des Inhaltsbereichs

Vorgehensweisen Autoreaktionsmethode: Betriebssystemkommandos ausführen  Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Verwendung

Sie können als Autoreaktion auf einen Alert ein beliebiges Betriebssystemkommando ausführen lassen. Hierfür steht Ihnen die Autoreaktionsmethode CCMS_AUTO_REACT_OP_COMMAND zur Verfügung. Aus Sicherheitsgründen gilt dies allerdings nur für solche Kommandos, die vorher in Externe Betriebssystemkommandos (Transaktion SM69) definiert wurden.

Hinweis

Um die Autoreaktionsmethode zu verwenden, stellen Sie sicher, dass Sie einen aktuellen SAPXPG vom SAP Service Marketplace verwenden (http://service.sap.com/swdc Download Support Packages and Patches Entry by Application Group SAP NetWeaver SAP NETWEAVER SAP NETWEAVER 04 Entry by Component AS ABAP SAP KERNEL 6.40 32/64-BIT <Plattform> Database independent).

Entscheidend ist bei dieser Autoreaktionsmethode, dass Sie dem Betriebssystemkommando Details zum Alert als Parameter übergeben können. Nutzen Sie hierfür Methodenparameter, die Argumente enthalten dürfen, welche wiederum zur Laufzeit durch die jeweiligen Daten des Alerts ersetzt werden.

Im Einzelnen hat die Autoreaktionsmethode die folgenden Methodenparameter:

Methodenparameter

Bedeutung

COMMAND

logisches Kommando, das im Falle eines Alerts ausgeführt werden soll

PARAMETERS

statischer Parameter, den Sie dem logischem Kommando übergeben

REACT_ON_ALERTS

Alert-Farbe, bei dem die Autoreaktionsmethode gestartet werden soll:

YELLOW:                          Methode nur für gelbe Alerts starten

RED:                                Methode nur für rote Alerts starten

<alles andere>:          Methode für alle Alerts starten

MTENAME

SID/SEGMENT/CONTEXT/OBJECT/ATTRIBUTE; bei einem Alert werden die Argumente mit den entsprechenden Werten gefüllt (siehe unten)

PARAMLIST_1

weitere Parameter, die dem Betriebssystemkommando übergeben werden; diese können neben normalem Text auch Argumente enthalten (siehe unten)

PARAMLIST_2

PARAMLIST_3

PARAMLIST_4

Hinweis

Der Parameter COMMAND ist zwingend, alle anderen Parameter sind optional.

Die folgenden Argumente in den Methodenparametern MTENAME und PARAMLIST_<n> werden zur Laufzeit durch die entsprechenden Werte ersetzt:

Argument

Bedeutung

SID

System-ID des Systems, in dem der Alert aufgetreten ist

CONTEXT

Monitorkontext des MTE

OBJECT

Monitorobjekt des MTE

ATTRIBUTE

Monitorattribut des MTE

SEGMENT

Monitorsegment des MTE

COLOR

Farbe des Alerts (YELLOW oder RED)

SEVERITY

Schwere des Alerts

DATE
TIME

Datum und Zeitpunkt des Alerts (Systemdatum bzw. Systemzeit)

CLIENT

Mandant des Benutzers, unter dem der Alert erzeugt wurde

USER

Benutzer, unter dem der Alert erzeugt wurde (diese Information ist nicht immer vorhanden)

REPORTER

Funktion oder C-Source, die für die Erstellung des Alert verantwortlich ist

CLASS

Meldungsklasse (z.B. SAP-SYSLOG oder SAP-T100)

ID

Klasse und Nummer Meldung (z. B. A04)

ARG1
ARG2
ARG3
ARG4

Argumente der Meldung

TXT

Text der Meldung ohne Argumente (in Systemsprache)

MSG

expandierte Meldung mit Argumenten (in Systemsprache)

MSCGL

global external line ID

Hinweis

Beachten Sie, dass Parameter, die an Betriebssystemkommandos übergeben werden, durch Leerzeichen getrennt werden müssen. Deshalb werden die folgenden Teile der Parameter, die möglicherweise Leerzeichen enthalten, von der Methode in einfache Hochkommata für Unix (') und Hochkommata für Windows (") eingeschlossen:

·         alle Argumente, die unter MTENAME spezifiziert wurden

·         das Argument MSG

·         das Argument TXT

So werden alle Teile des MTE-Namens und die Argumente MSG und TXT jeweils als ein Parameter identifiziert werden.

Trennen Sie alle anderen Argumente in den Methodenparametern durch Leerzeichen, wenn diese als eigenständige Parameter erkannt werden sollen. Zwischen den Argumenten von MTENAME und PARAMLIST_<n> wird automatisch ein Leerzeichen eingefügt (siehe auch das Beispiel unten). Wenn zwei Argumente als ein Parameter erkannt werden sollen, verwenden Sie keine Leerzeichen zwischen den Argumenten.

Beachten Sie außerdem, dass Sie dasselbe Argument in MTENAME und in allen Parametern PARAMLIST_* nur einmal angeben dürfen.

Voraussetzungen

Sie müssen das gewünschte Betriebssystemkommando in der Transaktion Externe Betriebssystemkommandos definieren. Gehen Sie dabei wie folgt vor:

...

       1.      Wählen Sie CCMS Konfiguration Externe Kommandos, oder rufen Sie die Transaktion SM69 auf.

       2.      Wählen Sie mit der Drucktaste Anzeigen « Ändern (Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt) den Änderungsmodus, und wählen Sie die Drucktaste Anlegen (Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt).

       3.      Geben Sie nun die Details zu dem gewünschten Betriebssystemkommando ein, vergewissern Sie sich, dass das Kennzeichen Zusätzliche Parameter erlaubt aktiviert ist, und sichern Sie Ihre Eingaben.

Hinweis

§         Beachten Sie, dass Sie bei der Definition der Autoreaktionsmethode nicht mehr den Namen des Betriebssystemkommandos, sondern den Namen des (logischen) Kommandos eingeben müssen.

§         Falls Sie für die Anwendungsserver in Ihrem Monitoring-System verschiedene Betriebssysteme verwenden, legen Sie für jedes Betriebssystem ein logisches Kommando mit gleichem Namen, aber unterschiedlichem Betriebssystem an. Dabei können Sie unterschiedliche Skripte oder Executables angeben.

§         Stellen Sie sicher, dass das Skript oder Executable von allen Hosts mit dem Benutzer <SID>adm aufrufbar ist. Sie können diesen Test über die Transaktion SM49 durchführen.

Dem Betriebssystemkommando wird zunächst der optionale statische Parameter übergeben, den Sie im Eingabefeld Parameter für Betriebssystem-Kommando der Transaktion SM69 festgelegt haben. Welche Parameter dem Kommando darüber hinaus übergeben werden, hängt von der Konfiguration der entsprechenden Autoreaktionsmethode ab.

Weitere Informationen zur Definition der Kommandos finden Sie unter Externe Betriebssystem-Kommandos: Inhalt.

Vorgehensweise

Methode kopieren

SAP empfiehlt, dass Sie die Originalmethode CCMS_AUTO_REACT_OP_COMMAND unverändert lassen und nur als Vorlage für Ihre Methoden verwenden. Sie können so beliebig viele logische Kommandos als Autoreaktionen einrichten.

...

       1.      Wählen Sie CCMS Konfiguration Alert-Monitor, oder rufen Sie die Transaktion RZ21 auf.

       2.      Markieren Sie im Gruppenrahmen Methoden den Auswahlknopf Methodendefinitionen, und wählen Sie Übersicht anzeigen.

       3.      Markieren Sie die Methode CCMS_AUTO_REACT_OP_COMMAND, und wählen Sie die Drucktaste Kopieren (Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt).

       4.      Geben Sie den gewünschten Namen ein, und sichern Sie Ihre Eingaben.

Methodenparameter anpassen und Methode freigeben

       5.      Markieren Sie die soeben erstellte Kopie der Methode, und wählen Sie die Drucktaste Daten bearbeiten (Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt).

       6.      Sie gelangen zum Bild Monitoring: Methoden. Wählen Sie mit der Drucktaste Anzeigen « Ändern (Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt) den Änderungsmodus.

       7.      Wählen Sie die Registerkarte Parameter, und setzen Sie das auszuführende logische Kommando sowie die übrigen Methodenparameter (siehe oben).

       8.      Wählen Sie die Registerkarte Freigabe und markieren Sie im Gruppenrahmen Methode darf ausgeführt werden als das Kennzeichen Autoreaktionsmethode.

       9.      Sichern Sie Ihre Eingaben.

Hinweis

Standardmäßig wird das Betriebssystemkommando auf dem lokalen Server des MTEs ausgeführt, der den Alert erzeugt hat. Falls das Kommando auf einem anderen Server ausgeführt werden soll, ändern Sie den Ausführungsort in der Registerkarte Ausführung im Gruppenrahmen Methode ausführen auf.

Methode den gewünschten Knoten zuweisen

Sie müssen die Methode nun den gewünschten MTEs oder MTE-Klassen zuweisen. Dafür können Sie sowohl die Transaktion RZ20 (nur für die aktive Eigenschaftsvariante) als auch die Transaktion RZ21 verwenden (siehe auch Eigenschaften und Methodenzuordnungen ändern). Hier wird die Zuweisung über die Transaktion RZ20 beschrieben:

   10.      Starten Sie den Alert-Monitor über Transaktion RZ20, oder wählen Sie CCMS Steuerung/Monitoring Alert-Monitor.

   11.      Starten Sie in der Monitorliste den gewünschten Monitor mit Doppelklick.

   12.      Markieren Sie den gewünschten Knoten, und wählen Sie die Drucktaste Eigenschaften.

   13.      Sie gelangen zum Bild Monitoring: Eigenschaften und Methoden. Wählen Sie die Registerkarte Methoden, und wählen Sie die Drucktaste Methodenzuordnung.

   14.      Sie gelangen zum Bild Monitoring: Methoden. Die weitere Vorgehensweise hängt davon ab, ob Sie die Analysemethode nur speziell diesem Knoten oder der gesamten MTE-Klasse zuordnen möchten:

Analysemethode der gewählten MTE-Klasse zuordnen

   15.      Wählen Sie in den Kopfdaten des Bildes den Namen der MTE-Klasse mit Doppelklick, und wählen Sie mit der Drucktaste Anzeigen « Ändern (Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt) den Änderungsmodus.

   16.      Wählen Sie im Gruppenrahmen Autoreaktionsmethode den Auswahlknopf Methodenname, und geben Sie im dazugehörigen Feld die oben erstellte Methode ein.

   17.      Sichern Sie Ihre Eingaben.

Analysemethode nur diesem MTE zuordnen

   15.      Wählen Sie mit der Drucktaste Anzeigen « Ändern (Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt) den Änderungsmodus, und wählen Sie die Registerkarte Autoreaktion.

   16.      Wählen Sie im Gruppenrahmen Methodenzuordnung den Auswahlknopf Methodenname, und geben Sie im dazugehörigen Feld die oben erstellte Methode ein.

   17.      Sichern Sie Ihre Eingaben.

Ergebnis

Sollte bei einem der MTEs, denen Sie diese Autoreaktionsmethode zugeordnet haben, ein Alert ausgelöst werden, wird die Monitoring-Architektur automatisch das entsprechende logische Kommando aufrufen.

Beispiel

Es sollen Alerts protokolliert werden. Zu diesem Zweck soll für jeden Alert eine Datei mit dem Namen alert_<Datum>_<Uhrzeit>.txt erstellt werden, die Informationen zum Alert enthält, wie z. B.:

yellow alert from 'PDR/SAP_CCMS_pdrhost_PRD_00/prdhost_PRD_00/R3Syslog
/BasisSystem' A04 'Ladeformat von SAPLQDIS abload1 0413 unzulässig.'

...

       1.      Verwenden Sie die Methode CCMS_AUTO_REACT_OP_COMMAND als Vorlage für eine eigene Methode. Die Parameter MTENAME und PARAMLIST_1 sind bereits standardmäßig gefüllt. Fügen Sie das Kommando Z_TEST und den Parameter ID unter PARAMLIST_2 hinzu:

Parameter

Parameterwert

COMMAND

Z_TEST

PARAMETERS

 

REACT_ON_ALERTS

 

MTENAME

SID/SEGMENT/CONTEXT/OBJECT/ATTRIBUTE

PARAMLIST_1

COLOR DATE_TIME MSG

PARAMLIST_2

ID

PARAMLIST_3

 

PARAMLIST_4

 

       2.      Definieren Sie in der Transaktion SM69 für das Betriebssystem Linux das logische Kommando Z_TEST; geben Sie dort das Linux-Skript test.sh an (welches vom Benutzer <SID>adm ausführbar sein muss)

       3.      Definieren Sie in der Transaktion SM69 für das Betriebssystem Windows NT das logische Kommando Z_TEST; geben Sie dort das Windows-Skript test.cmd an.

Hinweis

Erlauben Sie für beide logischen Kommandos zusätzliche Parameter.

Mit den gerade angepassten Einstellungen der Autoreaktionsmethode wird bei einem Alert das folgende Kommando ausgeführt:

¡        Linux:

test.sh '<SID>/<SEGMENT>/<CONTEXT>/<OBJECT>/<ATTRIBUTE>' <COLOR> <DATE>_<TIME> '<MSG>' <ID>

¡        Windows:

test.cmd '<SID>/<SEGMENT>/<CONTEXT>/<OBJECT>/<ATTRIBUTE>' <COLOR>

<DATE>_<TIME> '<MSG>' <ID>

       4.      Erstellen Sie auf ein Skript, das eine Datei mit dem Namen alert_<Datum>_<Uhrzeit>.txt generiert:

¡        Linux-Script test.sh:

#!/usr/bin/sh
echo $2 alert from $1 Message $5 $4 > alert_$3.txt

¡        Windows-Script test.cmd:

echo %2 alert from %1 Message %5 %4 > alert_%3.txt

Falls Sie keine absolute Pfadangabe verwenden, dann wird die Datei in dem Verzeichnis DIR_HOME abgelegt.

Ende des Inhaltsbereichs