Globale Arbeitsvorräte
Damit Übersetzer Objekte zur Übersetzung in ihren persönlichen Arbeitsvorräten für sich zur Übersetzung reservieren und schnell und effizient übersetzen können, muss zunächst ein Generierungslauf stattfinden, in dem ein globaler Arbeitsvorrat erstellt wird. Bei diesem Generierungslauf wird aus den gesamten im System verfügbaren, potentiell übersetzungsrelevanten Objekten die für Ihre Übersetzungsziele relevante Untergruppe gebildet und für die Übersetzung ausgewertet.
Die Erstellung des globalen Arbeitsvorrats erfolgt in zwei Schritten. Im ersten Schritt werden eine oder mehrere Objektlisten erstellt. Diese enthalten die übersetzungsrelevante(n) Untergruppe(n) von Objekten und sind sprachunabhängig. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Objektlisten und somit die Untergruppen zu bilden. So können Sie Objektlisten für bestimmte Kollektionen und bei ABAP-basierten Entwicklungen auch für Transporte oder Transportobjekte erstellen. Diese Objektlisten sind in Folge Grundlage für die Erzeugung des eigentlichen globalen Arbeitsvorrats, können aber auch für andere Zwecke verwendet werden, z. B. die Erzeugung von Demonstrationsobjekten und den Vorschlagspooltransport nach Objektlisten.
Im zweiten Schritt werden die Objektliste(n) für die einzelnen Zielsprachen ausgewertet. Dabei kann ein globaler Arbeitsvorrat auf einer oder mehreren Objektlisten beruhen. Für jede definierte Zielsprache wird eine Auswertung erstellt. Welche Objekte jeweils in den globalen Arbeitsvorrat gelangen, hängt davon ab, welchen Übersetzungsgraphen die dazugehörigen Kollektionen zugeordnet sind und welche Objekttypen für die Übersetzung in die Zielsprache freigeschaltet wurden. Sie können während der Arbeitsvorratsläufe Übersetzungen automatisch verteilen und die Benutzungszähler aktualisieren. Zusätzlich werden die Übersetzungsstatistiken aktualisiert, die von Übersetzern und Koordinatoren verwendet werden können, um den eigenen/gesamten Übersetzungsstand zu überprüfen.
Globale Arbeitsvorräte müssen erstellt werden, wenn neue übersetzungsrelevante Objekte in das Übersetzungssystem transportiert oder dort angelegt wurden. Bei großen Übersetzungsprojekten, die sich durch ein ständiges Hinzukommen neuer übersetzungsrelevanter Objekte auszeichnen, hat es sich bewährt, globale Arbeitsvorräte in regelmäßigen Abständen zu erstellen, z. B. einmal pro Woche. Bei kleinen Übersetzungsprojekten, bei denen nur gelegentlich neue übersetzungsrelevante Objekte im Übersetzungssystem zu übersetzen sind, reicht es, die globalen Arbeitsvorräte zu erstellen, sobald diese Objekte angelegt/in das System transportiert worden sind.
Gelegentlich kann es vorkommen, dass Entwickler ihre Entwicklungen wieder löschen. In solchen Fällen müssen vor dem Aufbau der neuen Arbeitsvorräte die alten gelöscht werden, damit in der Entwicklung gelöschte Objekte aus den Arbeitsvorräten der Übersetzer entfernt werden.