Objektlisten
Objektlisten sind sprachunabhängig und enthalten eine Untergruppe aller im System verfügbaren, übersetzbaren Objekte. Welche Objekte in eine Objektliste aufgenommen werden, legen Sie entsprechend Ihrer Übersetzungsziele mittels verschiedener Parameter fest. Die während der Objektlistenerzeugung ermittelten Objekte sind Grundlage für die sprachabhängigen Auswertungen zur Erzeugung des globalen Arbeitsvorrats. Die Objektlisten legen somit indirekt fest, welche Quelltexte in den Arbeitsvorräten zur Übersetzung aufgerufen werden können.
Objektlisten werden außerdem zur Erzeugung von Demonstrationsobjekten sowie zum Transport von Vorschlagspools verwendet.
Während der Auswertungsläufe wird anhand einer oder mehrerer Objektlisten der globale Arbeitsvorrat für die Übersetzung erzeugt.
Sie müssen eine neue Objektliste erzeugen, wenn neue Objekte oder Korrekturen in das System importiert werden. Anschließend können Sie eine neue Auswertung laufen lassen, um die Objekte in dieser Objektliste oder auch mehreren Objektlisten zu analysieren, den globalen Arbeitsvorrat zu aktualisieren, neue Demonstrationsobjekte zu erzeugen oder einen neuen Vorschlagspooltransport zu erstellen.
Das Programm zur Objektlistenerstellung durchsucht das System nach übersetzungsrelevanten Objekten. Grundlage sind die von Ihnen angegebenen Parameter. Grundsätzlich können Objektlisten nach bestimmten Kollektionen für eine Teilentwicklung oder auch für das gesamte System sowie in ABAP-Systemen zusätzlich nach Transportaufträgen, Stücklisten oder Transportobjekten generiert werden. Objektlisten können zudem nach verschiedenen Kriterien zusammengeführt werden.
Während der Objektlistenerstellung kann auch die Domänenzuordnung erneuert werden. Dies ist erforderlich, um später beim Übersetzen Applikationsstandards unter einer gültigen Domäne anlegen zu können.
Bei Objektlisten nach Kollektionen werden nur die Objekte in die Objektliste aufgenommen, die zu von Ihnen angegebenen Kollektionen gehören. Alle anderen im System vorhandenen Objekte bleiben unberücksichtigt. Diese Art der Objektlistenerstellung bietet sich an, wenn nur Teile der Objekte eines Systems übersetzungsrelevant sind und Sie die betroffenen Kollektionen mit Sicherheit kennen. Nachteil ist, dass evtl. mehr Objekte in die Objektliste gelangen, als zu übersetzen sind. Gleichzeitig werden Objekte in Kollektionen, die nicht in der Objektliste berücksichtigt werden, nicht zur Übersetzung über Arbeitsvorräte angeboten. Dies ist z. B. der Fall, wenn während der Übersetzung neue Kollektionen angelegt werden und Sie vergessen, diese in die Auswertungsbasis für die Objektliste aufzunehmen.
Bei der Erzeugung von Objektlisten nach Kollektionen können Sie auch festlegen, welche Objekttypen ausgewertet werden sollen.
Wenn Sie das gesamte System für die Übersetzung auswerten möchten, erstellen Sie eine Objektliste für alle im System verfügbaren Kollektionen.
Bei Objektlisten nach Transportaufträgen werden alle Objekte in die Objektliste aufgenommen, die mit von Ihnen angegebenen Transporten ab einem von Ihnen genannten Datum in das System gelangt sind. Sie können dabei entscheiden, welche Transportarten ausgewertet werden sollen, und welchen Status die Transportaufträge haben sollen. Sie können auch generische Angaben machen, z. B. ABCK*, um alle Transportaufträge aus dem System ABC auszuwerten. Dieses Verfahren ist zu empfehlen, wenn Sie die zu übersetzenden Texte nicht auf bestimmte Kollektionen einschränken können. Nachteil ist, dass Sie evtl. mehr Objekte in Arbeitsvorräten übersetzen lassen, als erforderlich. Außerdem ist zu bedenken, dass Objekte, die mit anderen Transporten als den für die Objektlistenerzeugung definierten Transporten in das System gelangt sind, nicht in die Objektliste aufgenommen werden.
Eine Unterart der Objektlistenerzeugung nach Transportaufträgen ist die Erzeugung einer Objektliste nach Stückliste. In diesem Fall gelangen nur die Objekte in die Arbeitsvorräte der Übersetzer, die in der ausgewerteten Stückliste explizit angegeben sind. Alle Objekte, die nicht Teil dieser Stückliste sind, bleiben unberücksichtigt. Auf diese Weise können Sie sicherstellen, dass nur übersetzungsrelevante Objekte in den Arbeitsvorräten zur Übersetzung aufgerufen werden. Allerdings müssen Sie zuvor die Stückliste erstellen und im Laufe des Übersetzungsprojektes konsequent pflegen.
Wenn Sie lediglich eine bestimmte Transaktion oder ein bestimmtes Bild übersetzen möchten und das/die Transportobjekt(e) dieser Transaktion oder dieses Bildes kennen, können Sie gezielt eine Objektliste für diese Transaktion/dieses Bild erzeugen. Beachten Sie jedoch, dass diese Objektliste keine Tabellenschlüssel enthält (die hiervon betroffenen Objekte finden Sie in der Tabelle E071K).
Ein Objekt kann gleichzeitig in mehreren Objektlisten geführt werden. Allerdings kann es z. B. nur in einem globalen Arbeitsvorrat oder einem Demonstrationsobjekt enthalten sein.
Das Erzeugen von Objektlisten erfolgt in drei Schritten:
...
1. Registrieren der Objektliste mittels einer eindeutigen Nummer
2. Pflegen der Parameter für die Objektliste
3. Erzeugen der eigentlichen Objektliste
Weitere Informationen über das Anlegen von Objektlisten finden Sie unter Objektliste anlegen.