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VorgehensweiseLMDB mit System Landscape Directory (SLD) verbinden Dieses Dokument in der Navigationsstruktur finden

 

Die LMDB sollte möglichst viele Systeminformationen aus einem Remote-SLD erhalten, in der sich Systeme automatisch eigenständig registrieren.

Für die meisten technischen Systeme gibt es Data Supplier, die die Systeme automatisch im SLD registrieren.

Die LMDB empfängt SLD-Änderungen automatisch, wenn diese eintreten. Dies erfolgt durch Polling nach LMDB oder durch aktive Änderungsbenachrichtigungen vom SLD. Sofern möglich sollten Sie Informationen zum technischen System im SLD registrieren und nicht manuell in der LMDB anlegen.

Im Idealfall werden alle Systeme in der Landschaft direkt in einem Remote-SLD registriert. Ist dies nicht möglich, muss die LMDB mit mehreren SLDs synchronisiert werden, die gleiche oder widersprüchliche Daten enthalten können. Da der Content der LMDB von der Reihenfolge der Änderungen in verschiedenen SLDs abhängt, bergen jegliche Überschneidungen von Systemdaten in mehreren Quell-SLDs das Risiko von Inkonsistenzen in der LMDB. (Weitere Informationen hierzu finden Sie in Integration der Verwaltung der Systemlandschaft und im SAP-Hinweis 1669649.)

Nachdem die Synchronisationsverbindung konfiguriert und der initiale Datentransfer (volle Synchronisation) aus dem SLD in die LMDB abgeschlossen wurde, erfolgt die inkrementelle Synchronisation zwischen SLD und LMDB automatisch. Die LMDB ruft alle zehn Minuten (konfigurierbar im LMDB-Setup) Änderungen im SLD per Abfrage oder Poll ab. Ab SLD 7.1 lässt sich in der Konfiguration des SLD festlegen, dass Änderungsbenachrichtigungen bis zu einmal pro Minute versendet werden sollen. Auf diese Weise werden Änderungen häufiger mit der LMDB synchronisiert.

Voraussetzungen

Erforderliche SAP-NetWeaver-Version für das SLD

Ob ein SLD mit der LMDB kompatibel ist, hängt von der Version von SAP NetWeaver und dem Support Package ab, auf dem das SLD basiert:

SAP-NetWeaver-Release des SLD-Systems

Unterstütztes Support-Package-Stack-Level

Unterstütztes Support-Package-Stack-Level für HANA

SAP NetWeaver 6.40

nicht unterstützt

nicht unterstützt

SAP NetWeaver 7.0

nicht unterstützt

nicht unterstützt

EHP1 für SAP NetWeaver 7.0

nicht unterstützt

nicht unterstützt

EHP2 für SAP NetWeaver 7.0

SP6, Patch 5

SP11

SAP NetWeaver 7.1

SP9

SP15

EHP1 für SAP NetWeaver 7.1

alle SPs

SP10

SAP NetWeaver 7.2

alle SPs

SP8

SAP NetWeaver 7.3

alle SPs

SP8

EHP1 SAP NetWeaver 7.3

alle SPs

SP3

Verwenden Sie ein separates Remote-SLD für die Synchronisation mit der LMDB, mit Version EHP1 für 7.1 oder höher, um den neuesten SLD-Funktionsumfang nutzen zu können. (Das lokale SLD in SAP Solution Manager verfügt nur über Version 7.02). Wenn Ihr zentrales SLD nicht den erforderlichen Status hat, können Sie ein anderes SLD verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt (zum Beispiel das lokale SLD in SAP Solution Manager). Dieses muss dann mit Ihrem zentralen SLD über SLD-Bridge-Weiterleitung oder vollautomatisch synchronisiert werden.

Erforderliches CIM-Modell und erforderliche SAP-Softwarekatalogversion

Dies sind die Anforderungen an das CIM-Modell und den SAP Softwarekatalog (CR-Content), bereitgestellt vom SLD, das an die LMDB angeschlossen ist:

  • CIM-Modell: 1.6.27 oder höher

  • CR-Content: 7.9 oder höher. Weitere Informationen dazu finden Sie im SAP-Hinweis 669669.

Als allgemeine Richtlinie sollten CIM-Modell und CR-Content nicht mehr als drei Monate älter als die letzte auf dem SAP Service Marketplace verfügbare Version sein. Die SLD-Content-Aktualisierungen werden alle vier bis sechs Wochen veröffentlicht. Jedes Jahr wird eine neue Hauptversion des CR-Contents erstellt.

Für Polling und Änderungsbenachrichtigungen erforderliche Versionen

Das Auslösen der inkrementellen Synchronisation aus dem SLD in die LMDB erfolgt über Polling und Änderungsbenachrichtigungen. Die Remote-Kommunikation erfolgt über HTTP(S).

Alle unterstützten SLD-Versionen unterstützen das Polling von Systeminformationen: Die LMDB ruft alle zehn Minuten per Abfrage Änderungen aus dem SLD ab.

Ab SLD 7.1 können aktive Änderungsbenachrichtigungen vom SLD an die LMDB eingerichtet werden, sodass die Verarbeitung von Änderungen schneller ausgelöst wird. Hierzu ist eine höhere Version des SLD erforderlich.

SAP-NetWeaver-Version des SLD-Systems

Unterstütztes Support-Package-Stack-Level

SAP NetWeaver 7.1

SP12

EHP1 für SAP NetWeaver 7.1

SP7

SAP NetWeaver 7.2

SP5

SAP NetWeaver 7.3

SP3

Weitere Informationen dazu finden Sie im SAP-Hinweis 1546079.

Um die LMDB für die Synchronisation mit einem SLD zu konfigurieren, müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Sie haben alle vorherigen Systemvorbereitungsschritte in der Konfiguration von SAP Solution Manager (Transaktion SOLMAN_SETUP) ausgeführt.

  • Das SLD läuft.

  • Benutzer und Berechtigungen:

    • Für SAP Solution Manager benötigen Benutzer eine Administrationsberechtigung.

    • Für ein SLD ab dem Release SAP NetWeaver 7.1 benötigen Benutzer die Rolle SAP_SLD_CONTENT_SYNC.

      Für ein SLD ab dem Release SAP NetWeaver 7.0 benötigen Benutzer die Rolle SAP_SLD_GUEST.

Vorgehensweise

Um die LMDB verwenden zu können, müssen Sie sie im Setup von SAP Solution Manager bei der Konfiguration von SAP Solution Manager nach der Installation bzw. dem Upgrade konfigurieren:

  1. Starten Sie die Transaktion SOLMAN_SETUP, und wählen Sie   Systemvorbereitung   Landschaftsbeschreibung vorbereiten   LMDB einrichten  .

  2. Wählen Sie im Bereich Synchronisationsverbindungen zwischen SLD und LMDB die Option Hinzufügen. Ein Fenster wird geöffnet. Nehmen Sie folgende Einträge vor, um eine neue Synchronisationsverbindung herzustellen:

    1. Beschreibung: Geben Sie einen freien Text ein, der die neue SLD-Verbindung beschreibt.

    2. Die Eingabehilfe bietet alle SLD-Verbindungen an, die Sie im vorherigen Einrichtungsschritt definiert haben (SLD auswählen).

    3. Benutzername: Geben Sie den SLD-Benutzer ein, oder ändern Sie diesen.

      Überprüfen Sie im SLD das von Ihnen eingegebene Benutzerkennwort und die Benutzerrollen, die als Voraussetzung oben angegeben sind. Die Verwendung eines anderen Benutzers für jede Verbindung macht die Konfiguration stabil.

    4. Quell-Namensraum: Geben Sie den CIM-Namensraum des Quell-SLD ein. Der Standardnamensraum ist sld/active.

    5. Rang des Quell-Namensraums: Zwischen SLD und LMDB wird eine Rangfolge festgelegt, um zu bestimmen, welcher Status im Falle eines Konflikts „gewinnt“. Ein Konflikt besteht, wenn der Status eines Objekts auf der Zielseite (LMDB) von dem abweicht, der an der Quelle (SLD) erwartet wird. Dies kann beispielsweise passieren, wenn Sie mit dem Editor für technische Systeme der LMDB Änderungen an den Systeminformationen (ursprünglich aus dem SLD) vorgenommen haben. Die LMDB muss immer Priorität haben. Dadurch wird verhindert, dass Änderungen im SLD manuelle Änderungen überschreiben, die in der LMDB mit dem Editor für technische Systeme vorgenommen wurden. Weitere Informationen finden Sie unter SAP NetWeaver System Landscape Directory: Conflicts & Ranks in Full, Automatic Synchronization im SAP Community Network unter http://scn.sap.com/docs/DOC-8516.

      Als Rang ist eine positive ganze Zahl angegeben, aus der die Prioritäten von Systembeschreibungen in der Synchronisationslandschaft hervorgehen: je höher die Nummer, desto höher der Rang.

      Eine zuvor ausgewählte Rangnummer wird angezeigt, wenn Sie den Namensraum auswählen. Wenn bisher noch keine Zuordnung erfolgt ist, wird -1 angezeigt, und Sie müssen einen Rang zuordnen.

      Beispiel: Um im Fall nachfolgender Änderungen Ihrer Synchronisationslandschaft flexibel zu sein, verwenden Sie einen Rang von 1000 für die Quelle (SLD) und 2000 für das Ziel (LMDB).

      Hinweis Hinweis

      Wenn der Quellnamensraum einen Rang hat, ändern Sie diesen nicht, da dies der Rang des Namensbereichs im SLD ist. Das Ändern des Rangs der Quelle kann sich auf andere Content-Synchronisationen auswirken. Wenn Sie den Rang ändern müssen, behalten Sie die relative Position (höher oder niedriger) im Verhältnis zum Rang aller anderen vorhandenen Synchronisationsverbindungen bei. Sie benötigen einen guten Überblick über alle SLD- und LMDB-Rangeinstellungen in der Systemlandschaft.

      Ende des Hinweises.
    6. Zielnamensraum: Für LMDB in SAP Solution Manager 7.1 wird nur der Zielnamensraum aktiv unterstützt.

    7. Rang des Zielnamensraums: Geben Sie den Rang des Ziels (LMDB) ein. Wählen Sie eine höhere Nummer als die für die Quelle (SLD).

      Beispiel: Wenn dem SLD bereits ein Rang zugewiesen ist, erhöhen Sie diesen um 1000. Dadurch erhalten Sie genügend Flexibilität für nachfolgende Rangänderungen in der Synchronisationslandschaft.

    8. Wählen Sie Prüfen.

      Wenn Sie Ihre Einstellungen sichern und erst später aktivieren möchten, bestätigen Sie mit Sichern. Um die vollständige automatische Content-Synchronisation sofort zu starten, wählen Sie Sichern und Aktivieren.

    9. Wenn das Quell-SLD Änderungsbenachrichtigungen unterstützt, öffnet sich ein zusätzliches Popup-Fenster, in dem Sie gegebenenfalls die Verbindung zur Ziel-LMDB eingeben können. Geben Sie die Verbindungsparameter ein, über die das SLD die LMDB über Änderungen benachrichtigen kann.

    Informationen zu Problemen beim Sichern finden Sie im SAP-Hinweis 1699142.

  3. Sie können einige der Verbindungsparameter später ändern. In der Liste der Synchronisationsverbindungen wählen Sie Erweitert, um beispielsweise anzugeben, ob Sie Änderungsbenachrichtigungen verwenden möchten (verfügbar ab NetWeaver 7.1).

  4. Wenn Sie mehrere SLDs hinzufügen, setzen Sie das Kennzeichen Ist Quelle für CR für das SLD, das den SAP Softwarekatalog (CR-Content) bereitstellt. Dies sollte die erste Synchronisationsverbindung sein, die Sie aktivieren.

    Sofern noch nicht geschehen, wählen Sie für jede einzelne SLD-Verbindung Aktivieren.

  5. Die anfängliche vollständige Synchronisation mit dem SLD kann mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Dies hängt beispielsweise von der Anzahl der Systeme im SLD und von der Hardware ab. Wenn der Job fehlschlägt, wird er automatisch alle zehn Minuten neu gestartet (gemäß Polling-Intervall).

  6. Nach der vollständigen Synchronisation führt das System alle zehn Minuten (Standard) eine inkrementelle Synchronisation aus, um Änderungen in die LMDB zu propagieren.

Synchronisation überwachen

Sie haben die folgenden Möglichkeiten zur Überwachung der Synchronisation:

  • In SAP Solution Manager können Sie Informationen über den Synchronisationsjob einsehen. Starten Sie Transaktion SOLMAN_SETUP, und wählen Sie   Systemvorbereitung   Landschaft vorbereiten   LMDB einrichten  .

    Markieren Sie eine Synchronisationsverbindung, und wählen Sie Erweitert.

  • Über die Transaktion SM37 (Einfache Jobauswahl) können Sie Jobs und Protokolle anzeigen. Jobs laufen normalerweise unter dem SOLMAN_BTC-Systembenutzer. Der Name des Synchronisationsjobs für den Ziel-Namensbereich lautet SAP_LMDB_LDB_<namespace ID> z. B. SAP_LMDB_LDB_0000000001.

    Das Jobprotokoll für die anfängliche vollständige Synchronisation enthält Informationen wie die folgenden:

    Full Sync: Anzahl der aus Destination LMDB_SyncDest1: 373920 zu synchronisierenden Instanzen.

    Anhand dieser Angabe können Sie die Laufzeit des Jobs extrapolieren: Bei einem Job sollten etwa 10 Objekte pro Sekunde in die LMDB geschrieben werden. Weitere Informationen zur Performance finden Sie im SAP-Hinweis 1594654.

  • Über die Transaktion SLG1 (Anwendungsprotokoll analysieren) können Sie Protokolle anzeigen.

    Geben Sie unter Objekt die Zeichenfolge AI_LMDB ein, um die Anwendungsprotokolle zu finden, die sich auf die LMDB beziehen.

    Alle relevanten Informationen werden im Jobprotokoll abgelegt. Die Transaktion SLG1 wird nur für Analysen auf niedriger Ebene benötigt.

    Um ausführlichere Details in SLG1-Protokollen anzuzeigen, starten Sie die Transaktion SM30, und bearbeiten Sie die Sicht V_LMDB_LOG_CONF. Die Protokollebene kann auf Benutzer- und Unterobjektebene in der LMDB festgelegt werden. Es werden mehrere Protokollebenen unterstützt, zum Beispiel:

    • Fehler (Standard)

    • Keine Protokollierung

    • Fehler und Warnung

    • Fehler, Warnung und Info

  • Über die Transaktion SM12 (Sperreinträge selektieren) können Sie die Sperren anzeigen.

    Geben Sie im Feld Tabellenname den Namen LMDB* ein. Bei der Content-Synchronisation kann eine Änderung in der LMDB durch einen anderen Benutzer gesperrt sein. In diesem Fall wird der aktive Synchronisationsjob abgebrochen, da Änderungen in der Reifenfolge verarbeitet werden müssen, in der Sie im Quellsystem vorgenommen wurden. Der nächste eingeplante Synchronisationsjob wird an gleicher Position zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt. In der Zwischenzeit wurden Sperren normalerweise aufgehoben und die ausstehenden Änderungen können verarbeitet werden. Wenn eine Sperre bestehen bleibt, überprüfen Sie die Sperreinträge.

Informationen zu Performance-Problemen in Verbindung mit dem Job zur vollständigen Synchronisation finden Sie im SAP-Hinweis 1555955.

Ergebnis

Nun haben Sie die LMDB mit einem zentralen SLD verbunden, das Änderungen in Systembeschreibungen durch inkrementelle Synchronisation bereitstellt. Das bedeutet, alle SAP-Solution-Manager-Anwendungen verwenden die neuesten Systeminformationen, zum Beispiel zur Überwachung und Aktualisierung der Systeme.

Weitere Informationen

Informationen zur Verwendung von automatischen Data Suppliers finden Sie in den folgenden Informationsquellen: