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HintergrundIntegration der Verwaltung der Systemlandschaft Dieses Dokument in der Navigationsstruktur finden

Integration

Systeminformationsfluss in der Landschaft

In der folgenden Abbildung wird beschrieben, wie Systeminformationen in der Landschaft verteilt werden:

Die Abbildung wird im Begleittext erläutert.

Dabei handelt es sich um die Schritte, mit denen Informationen zum technischen System in der Systemlandschaft und in SAP Solution Manager verteilt werden.

  1. Es ist erforderlich, dass Sie Data Supplier einrichten, die technische Systeme automatisch im System Landscape Directory (SLD) registrieren. Für ABAP-Systeme kann dies durch Transaktion RZ70, für Java-Systeme mithilfe des Visual Administrator oder des NetWeaver Administrator, für Drittsysteme durch Data Supplier auf der Grundlage der ausführbaren Einheit sldreg oder mithilfe anderer HTTP-Clients zur Übertragung von Systeminformationen erfolgen.

    Weitere Informationen finden Sie unter Technische Systeme automatisch über Data Supplier registrieren.

  2. Die Landschaftsbeschreibung, das CIM-Modell sowie der SAP-Softwarekatalog (CR-Content) werden durch eine vollständige, automatische Synchronisation in die Landscape Management Database (LMDB) kopiert. Die inkrementelle Synchronisation propagiert alle 10 Minuten Systemänderungen aus dem SLD in die LMDB.

    Weitere Informationen finden Sie unter LMDB mit System Landscape Directory (SLD) verbinden.

  3. Beschreibungen des technischen Systems werden fortlaufend aus der LMDB mit dem Speicher der SAP-Solution-Manager-Systemlandschaft (SMSY) synchronisiert, um einen aktuellen Stand der SMSY sicherzustellen. Bei SMSY handelt es sich um einen älteren Speicher für Systemlandschaftsinformationen, der noch von einigen Anwendungen verwendet wird.

    Weitere Informationen finden Sie unter Automatische Synchronisation aus der LMDB in SMSY.

  4. Manuell in SMSY angelegte Systembeschreibungen können beim LMDB-Setup einmal in die LMDB migriert werden. Anschließend müssen Informationen nur noch in der LMDB angelegt werden.

    Weitere Informationen finden Sie unter Systeminformationen aus SMSY in die LMDB migrieren.

  5. Mithilfe der Anwendungen des SAP Solution Manager werden technische Systeme auf der Grundlage der Landschaftsbeschreibungen überwacht, gepflegt und erweitert.

Quellen, die LMDB-Content bereitstellen

Die LMDB leitet ihren Inhalt aus den folgenden Quellen ab:

  • System Landscape Directory (SLD)

    Das SLD liefert Daten aus den folgenden Quellen an die LMDB:

    • Systemlandschaftsinformationen

      Die SLD-Synchronisation ist die bevorzugte Methode für das Anlegen von Landschaftsbeschreibungen in der LMDB. Das SLD bezieht Landschaftsdaten von Data Suppliers, die in den verwalteten Systemen implementiert sind; so senden ABAP-Anwendungsserver beispielsweise mithilfe der Transaktion RZ70 Daten an das SLD. Technisch gesehen handelt es sich bei der LMDB um das ABAP-Komplement des Java-basierten SLD. SLD und LMDB synchronisieren Content auf dieselbe Weise wie zwei SLD-Systeme. Alle Daten eines verbundenen SLD können 1:1 mit der LMDB synchronisiert werden.

    • SAP-Softwarekatalog (CR-Content)

      Informationen zu verwendbaren Produkten und Softwarekomponenten sind im SAP Service Marketplace verfügbar. Der CR-Content wird in das SLD importiert und 1:1 mit der LMDB synchronisiert. Weitere Informationen dazu finden Sie im SAP-Hinweis 669669.

    • SAP-CIM-Modell

      Das aktuelle SAP-CIM-Modell wird wie der SAP-Softwarekatalog in das SLD importiert.

    Weitere Informationen finden Sie unter LMDB mit System Landscape Directory (SLD) verbinden.

  • Outside Discovery

    Einige Data Supplier, die sich außerhalb der registrierten technischen Systeme befinden, schreiben Landschaftsdaten direkt in die LMDB. Dies wird als „Outside Discovery“ bezeichnet.

  • Editor für technische Systeme und Produktsystemeditor in der LMDB

    Wenn kein Data Supplier vorhanden ist oder verwendet werden kann (z. B. aufgrund der Firewall), können Sie Systeminformationen im Editor für technische Systeme der LMDB manuell anlegen. Dies hat den Nachteil, dass manuell angelegte Daten auch manuell aktualisiert werden müssen, da sie andernfalls veralten: Wird das System anschließend durch einen SLD Data Supplier registriert, werden zuvor manuell bearbeitete Informationen nicht überschrieben.

    Informationen zum Produktsystem müssen stets manuell angelegt werden, da den einzelnen technischen Systeme nicht bekannt ist, wie ein Produkt in der gesamten Landschaft verteilt wird.

    Weitere Informationen finden Sie unter Informationen zum technischen System manuell vervollständigen sowie unter Informationen zum Produktsystem anlegen.

  • SAP-Solution-Manager-Systemlandschaft (SMSY)

    Wurde ein Upgrade auf SAP Solution Manager 7.1 durchgeführt, können Sie bei der Konfiguration (Transaktion SOLMAN_SETUP) des SAP Solution Manager Systeminformationen aus SMSY in die LMDB migrieren. Hierbei handelt es sich um eine einmalige Aktivität, mit der Sie manuell angelegte Informationen aus SMSY beibehalten können, sodass eine erneutes Anlegen der Informationen in der LMDB nicht erforderlich ist. Weitere Informationen finden Sie unter Systeminformationen aus SMSY in die LMDB migrieren.

Varianten der LMDB-Integration

In den folgenden Abbildungen werden die wichtigsten Methoden für die Integration der LMDB in die Systemlandschaft beschrieben.

Die Abbildung wird im Begleittext erläutert.

LMDB-Integration – Variante 1

Die Systeme in der Systemlandschaft registrieren sich selbst in einem entfernten SLD (1), das anschließend mit der LMDB (2) synchronisiert wird. Die LMDB wird mit SMSY synchronisiert, sodass SMSY auf dem aktuellen Stand ist (3). Sie können ggf. manuell in SMSY angelegte Daten in die LMDB migrieren (4). Dies ist die empfohlene Konfiguration.

Die Abbildung wird im Begleittext erläutert.

LMDB-Integration – Variante 2

Die Produktivsysteme in der Systemlandschaft registrieren sich selbst in einem entfernten SLD (1a); die nicht produktiven Systeme registrieren sich in einem anderen SLD (1b). Die beiden entfernten SLDs können direkt mit der LMDB (2a und 2b) synchronisiert werden. Allerdings muss festgelegt werden, welches SLD den SAP-Softwarekatalog (CR-Content) für die LMDB bereitstellt. Sie sollten das SLD mit dem neuesten CR-Content auswählen. Die LMDB wird anschließend mit SMSY (3) synchronisiert, und Sie können, falls erforderlich, Daten aus SMSY in die LMDB (4) migrieren.

Dabei ist es von wesentlicher Bedeutung, dass es bei den Systembeschreibungen in den zwei unterschiedlichen SLDs nicht zu Überschneidungen kommt. Andernfalls ist das Risiko von Inkonsistenzen in der LMDB hoch. (Weitere Details finden Sie im unten stehenden Hinweis und im SAP-Hinweis 1669649.)

Die Abbildung wird im Begleittext erläutert.

LMDB-Integration – Variante 3

Die Verwendung eines zusätzlichen lokalen SLD in SAP Solution Manager ist eine gültige Variante: Die Systeme registrieren sich selbst in einem entfernten SLD (1), das Daten an das lokale SLD (2) weiterleitet. Von dieser Stelle aus werden die Systeminformationen mit der LMDB (3) synchronisiert. Die LMDB wird anschließend mit SMSY (4) synchronisiert, und Sie können, falls erforderlich, Daten aus SMSY in dieLMDB (5) migrieren.

Die Abbildung wird im Begleittext erläutert.

LMDB-Integration – Variante 4

Wenn kein SLD auf dem aktuellen Stand oder gar kein SLD in Ihrer Systemlandschaft vorhanden ist, verwenden Sie das lokale SLD im SAP Solution Manager als zentrales SLD (SLD 7.0). Wenn kein entferntes SLD vorhanden ist, können die Systeme sich direkt im lokalen SAP-Solution-Manager-SLD (1) registrieren.

Hinweis Hinweis

Beachten Sie die folgenden Regeln, wenn Sie die LMDB mit mehr als einem SLD synchronisieren möchten:

  • Wie bei anderen Mechanismen zum Datenaustausch auch muss das Prinzip des eindeutigen Pfades für Daten befolgt werden, wenn die LMDB mit mehr als einem SLD synchronisiert wird. Für jede Art von Daten darf nur eine Quelle vorhanden sein.

  • Die Art des Contents ist für die Entscheidung, welche Daten aus welchem SLD mit der LMDB synchronisiert werden sollen, von wesentlicher Bedeutung: Das CIM-Modell und der CR-Content, die aus dem SLD abgerufen werden, werden von der LMDB automatisch gefiltert. Für diese Art von Daten müssen Sie ein SLD als Quelle auswählen.

  • Die Systembeschreibungen können nicht gefiltert werden und dürfen sich aus diesem Grund nicht überschneiden. Dies ist nur dann möglich, wenn die mit der LMDB verbundenen SLD-Systeme in separaten Landschaften ausgeführt werden und nicht miteinander verbunden sind. Ein technisches System darf lediglich in einem SLD registriert sein, da andernfalls in der LMDB Inkonsistenzen auftreten können. Stellen Sie sicher, dass jede Art von Information nur über eine Verbindung transportiert wird. Definieren Sie keine Bridge-Weiterleitung zwischen zwei SLDs, die im Rahmen einer vollständigen, automatischen Synchronisation mit der LMDB synchronisiert werden.

Ende des Hinweises.

Weitere Informationen

Weitere Informationen finden Sie im Planning Guide – System Landscape Directory im SAP Community Network unter http://scn.sap.com/docs/DOC-8042.