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VorgehensweiseFehlerbehebung für die LMDB Dieses Dokument in der Navigationsstruktur finden

 

In diesem Abschnitt finden Sie Lösungen für häufig auftretende Probleme mit der Landscape Management Database (LMDB).

Beschädigte Beschreibung des technischen Systems in der LMDB

Beispiel: In einer zweiten SLD liegt eine alte Systembeschreibung mit einem bereits entfernten ABAP-Mandanten und einem alten Support-Package-Level vor. Diese Daten wurden per Content-Synchronisation importiert und mit der richtigen Beschreibung im anderen SLD gemischt, das mit dem SAP Solution Manager verbunden ist. Dies führt zu einer Überschneidung. Verschiedene Systembeschreibungen in verschiedenen Quell-SLDs und doppelte Einträge für die Systemmandanten und installierte Support Packages werden in der LMDB installiert.

Lösung: Führen Sie eine Resynchronisation aus dem SLD aus.

Weitere Informationen finden Sie unter Informationen zum technischen System mit dem SLD synchronisieren.

Gelöschte Beschreibung eines technischen Systems wiederherstellen

Wenn ein technisches System aus der LMDB gelöscht wurde, sind dessen erweiterte Systemkennung (erweiterte SID) und jegliche Schlüsselinformationen der LMDB nicht mehr bekannt. Weder mithilfe der Neusynchronisationsfunktion im Editor für technische Systeme noch des Reports RLMDB_SYNC_TECHNICAL_SYSTEM können ohne die erweiterte SID Daten aus dem SLD wiederhergestellt werden. (Weitere Informationen finden Sie unter Informationen zum technischen System mit dem SLD synchronisieren.)

Um alle Daten aus einem gelöschten System wieder in die LMDB zu laden, führen Sie die folgenden Schritte aus:

  1. Melden Sie sich am Quell-SLD an.

  2. Wechseln Sie zu den CIM-Instanzen (in NetWeaver 7.0: Content Maintenance).

  3. Wählen Sie die CIM-Klasse der Schlüsselinstanz für Ihren Systemtyp aus.

    Typ des technischen Systems – Beschriftung

    Typ des technischen Systems – Technischer Name

    CIM-Klasse

    .NET-System

    MS_.NET

    SAP_DotNetSystemCluster

    Apache Tomcat Server

    ATC

    SAP_ATCServer

    Application Server ABAP

    ABAP

    SAP_BCSystem

    Application Server Java

    JAVA

    SAP_J2EEEngineCluster

    SAP-BusinessObjects-Cluster

    BOBJ

    SAP_BOCluster

    Datenbanksystem

    DBSYSTEM

    SAP_DatabaseSystem

    Diagnostics-Agent

    DIAGNAGENT

    SAP_DiagnosticsAgentInstance

    Externer Service

    EXT_SRV

    SAP_ExternalApplicationServer

    HANA-Datenbank

    HANADB

    SAP_HDB_System

    IBM WebSphere Application Server

    WEBSPHERE

    SAP_IBMWSCell

    Introscope Enterprise Manager (Cluster)

    IS_MOM

    SAP_ISMOMServer

    Introscope Enterprise Manager (Standalone)

    IS_EM

    SAP_ISEMServer

    liveCache

    LIVE_CACHE

    SAP_LiveCache

    Master Data Management Server

    MDM

    SAP_MDMDataServer

    Microsoft-Internetinformationsdienste

    MSIISINST

    SAP_MSIISInstance

    SAP Web Dispatcher

    WEBDISP

    SAP_BCWebDispatcher

    Sybase Unwired Platform

    SUP

    SAP_SUPCluster

    TREX-System

    TREX

    SAP_TrexSystem

    Unspezifisches dreistufiges System

    UNSP3TIER

    SAP_UnspecificThreeTierSystem

    Unspezifisches Clustersystem

    UNSPECIFIC

    SAP_UnspecificClusterSystem

    Unspezifisches eigenständiges Anwendungssystem

    UNSPAPP

    SAP_UnspecificStandaloneApplicationSystem

  4. Durch Filtern, zum Beispiel nach SID oder Hostname, können Sie Ihr System ausfindig machen.

  5. Nehmen Sie eine Pseudoänderung an der Schlüsselinstanz Ihres Systems vor, zum Beispiel:

    1. Fügen Sie der Beschreibung ein X hinzu.

    2. Sichern Sie die Änderung.

    3. Machen Sie die Änderung rückgängig.

    4. Sichern Sie die Beschreibung erneut.

  6. Warten Sie, bis die Änderungen in der LMDB repliziert wurden. Die Schlüsselinstanz und die erweiterte SID werden in die LMDB geschrieben, jedoch keine detaillierten Systeminformationen.

  7. Um die restlichen Systeminformationen in die LMDB zu übertragen, führen Sie mit der Funktion Resynchronisation aus SLD die in Informationen zum technischen System mit dem SLD synchronisieren beschriebenen Schritte aus.

Synchronisationsjobs werden zu schnell abgeschlossen

Wenn Sie feststellen, dass einer oder mehrere Jobs zur inkrementellen Synchronisation sehr schnell (innerhalb von Sekunden) mit dem Status OK abgeschlossen werden, gibt es zwei mögliche Ursachen:

  • Es stehen keine Änderungen zur Synchronisation aus.

    Lösung: Keine Aktion notwendig.

  • Ein Vorgängerjob verarbeitet eine große Anzahl an ausstehenden Änderungen und wurde noch nicht abgeschlossen. In diesem Fall werden folgende Jobs sofort als abgeschlossen gemeldet, während der vorangehende Synchronisationsjob weiter verarbeitet wird. Nach dem Abschluss dieser laufenden Verarbeitung werden nachfolgende Jobs wieder normal bearbeitet.

    Lösung: Warten Sie, bis der laufende Job abgeschlossen wurde.

In beiden Fällen wird der Grund für den Abschluss des Jobs im Jobprotokoll dokumentiert.

Aufbau einer RFC-Verbindung ist aufgrund eines falschen Host-FQDN nicht möglich

Problem: Es kann keine RFC-Verbindung aufgebaut werden, weil der voll qualifizierte Domänenname (FQDN, Fully Qualified Domain Name) des Hosts falsch ist.

Lösung für Hostinformationen aus Outside Discovery: Ändern Sie den FQDN im SMD-Agenten wie in SAP-Hinweis 1626853 beschrieben.

Für Hostinformationen aus einem SLD: Öffnen Sie den Editor für technische Systeme, wählen Sie Mit SLD synchronisieren, und wählen Sie das SLD mit dem richtigen FQDN. Ändern Sie alternativ den FQDN manuell in der Systemübersicht.

Um festzustellen, von welchem Data Supplier die Hostinformationen stammen, überprüfen Sie im Editor für technische Systeme in der Systemübersicht die Details.

Wenn die Hostinformationen von Outside Discovery bereitgestellt wurden, sehen Sie alle verfügbaren alternativen FQDNs und IP-Adressen im Host-Editor unter Alternative Hostnamen. Wählen Sie in dieser Liste den richtigen FQDN aus.

Performance-Probleme bei der Synchronisation

Informationen dazu, wie Sie den Fortschritt der Synchronisation überprüfen können, finden Sie in Überwachung der Synchronisation unter LMDB mit System Landscape Directory (SLD) verbinden.

Performance-Probleme aufgrund der Auslastung des Shared Memory

In SAP Solution Manager 7.1 greift die LMDB auf ABAP Shared Objects im Shared Memory des Application-Servers zurück. Wenn das Shared Memory des Servers erschöpft ist oder das Shared-Memory-Segment für die LMDB aus anderen Gründen nicht angelegt werden kann, greifen LMDB-Prozesse stattdessen auf die Datenbank zu . Dies führt zu langen Reaktionszeiten. Dieses Verhalten ist der Workprozessübersicht (Transaktionen SM50 und SM66) entnehmbar, in diesem Fall greifen viele Workprozesse auf die Tabelle LMDB_P_CLASS zu.

Um festzustellen, ob ein Bereich im Shared Memory verwendet wird, starten Sie die Transaktion LMDB_ADM (LMDB-Verwaltung). Überprüfen Sie auf der Registerkarte Übersicht unter Status der Content-Synchronisation den Status des Shared Memory.

Verwaltung der Bereiche des ABAP Shared Memory für die LMDB

Shared Memory Objects sind ABAP-Objektinstanzen im Shared Memory des Application Servers, die Daten in verschiedenen Benutzersitzungen gemeinsam nutzen. Dies ist weniger zeitaufwändig als einzelne Datenbankzugriffe. Zur Laufzeit verwendet die LMDB ABAP Shared Objects, um CIM-Klasseninformationen im Shared Memory zu puffern.

Der Shared Objects Monitor (Transaktion SHMM) bietet einen Überblick über die Bereichsinstanzen im Shared Objects Memory des aktuellen Applikationsservers.

Für die LMDB ist der Bereich CL_LMDB_MODEL_SHM_AREA relevant. Ab SP5 beträgt die Größe etwa 100 MB.

Die maximale Größe aller SAP-Solution-Manager-Objekte im Shared Memory ist durch den Profilparameter abap/shared_objects_size_MB festgelegt.

Auf der Registerkarte Shared Objects Memory in SHMM können Sie einsehen, wie viel des Shared Memory derzeit belegt ist und wie viel freier Speicherplatz noch zur Verfügung steht.

Nutzung des Shared Memory

Während der Laufzeit von LMDB-Prozessen werden Klasseninformationen aus dem Shared Memory gelesen. Die Anzahl der Lesezugriffe können Sie in der Transaktion SHMM dem Feld Kumulierte Lesesperren entnehmen.

Performance-Probleme aufgrund von Auslagerungen

Auf die LMDB wird regelmäßig von mehreren SAP-Solution-Manager-Anwendungen zugegriffen. Die einzelnen LMDB-Zugriffe belegen relativ viel Speicher. Während diese Speichernutzung unter normalen Speicherressourcenbedingungen einen Vorteil darstellt, wird sie zu einem Problem, wenn das Betriebssystem häufig Auslagerungen vornimmt und wesentlich mehr virtueller Speicher als physischer Speicher verwendet wird.

In Transaktion SM50 oder SM66 können Sie prüfen, ob viele Prozesse auf die LMDB-Tabellen zugreifen (suchen Sie nach LMDB*), dies weist auf ein Betriebssystem hin, das Auslagerungen vornimmt. Berücksichtigen Sie diesbezüglich nicht die Tabelle LMDB_P_CLASS, die wie im vorherigen Abschnitt beschrieben eine Ausnahme darstellt.

Kein Fortschritt bei der inkrementellen Synchronisation

Wenn die inkrementelle Synchronisation zwischen SLD und LMDB auch nicht nach langer Zeit abgeschlossen wird, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Überprüfen Sie in Transaktion SOLMAN_SETUP unter   Systemvorbereitung   LMDB einrichten  , ob die Synchronisation noch aktiv ist.

    Ist sie noch aktiv, wählen Sie Details. Wenn die Anzahl unter Ausstehende Quellenänderungen über einen längeren Zeitraum hinweg viel größer als 0 ist, und das Datum der Quellenänderungsprotokoll-ID in der Vergangenheit liegt, werden die Änderungen nicht übernommen und die Verbindung zwischen Quelle und Ziel ist wahrscheinlich defekt. Ursachen hierfür können sein, dass das Shared Memory ausgelastet ist, Datenbankstatistiken veraltet sind oder das SLD ausgefallen ist.

  2. Um eine Jobübersicht zu erstellen, starten Sie Transaktion SM37, geben Sie unter Jobname die Zeichenfolge *LDB* ein und ein Sternchen (*) unter Benutzer. Erweitern Sie den Datumsbereich, wenn Sie keinen Job finden, der SLD-Änderungen erfolgreich verarbeitet hat.

    Überprüfen Sie die Jobprotokolle auf Fehlermeldungen.

Fehler aufgrund eines geänderten Objektservernamens

Das Synchronisationsjobprotokoll kann den folgenden Fehler enthalten: Objektservername des Quellsystems von &2 in &1 geändert. Das bedeutet, der Name des Objektservers wurde im SLD geändert oder die konfigurierte URL verweist jetzt auf ein anderes SLD. Die LMDB kann die Quellobjekte nicht mehr identifizieren, darum werden ausstehende Änderungen nicht mehr aus dem SLD an die LMDB übertragen.

Sie haben zwei Möglichkeiten:

  • Wenn die Änderung des Objektservernamens im SLD beabsichtigt war, fahren Sie wie folgt fort:

    1. Machen Sie die Umbenennung des Objektservernamens unter   SLD   Verwaltung   Profil   Objektserver   rückgängig.

    2. Warten Sie etwa zehn Minuten, rufen Sie erneut die Konfiguration von SAP Solution Manager auf (Transaktion SOLMAN_SETUP), und rufen Sie   Systemvorbereitung   LMDB einrichten   auf, um zu überprüfen, ob alle ausstehenden Änderungen vollständig verarbeitet wurden. Das Jobprotokoll in SM37 darf keine weiteren Fehler aufweisen.

    3. Um vorübergehend weitere Synchronisationen zu verhindern, löschen Sie die SLD-Synchronisationsverbindung in der Konfiguration von SAP Solution Manager (Transaktion SOLMAN_SETUP).

    4. Wiederholen Sie die Umbenennung des Objektservernamens im SLD.

    5. Stellen Sie die SLD-Synchronisationsverbindung wieder her.

  • Wenn die Änderung des Namens im SLD nicht beabsichtigt war, führen Sie nur Schritt 1 und 2 durch.

Veraltete Oracle-Datenbankstatistiken

Wenn das SAP-Solution-Manager-System mit einer Oracle-Datenbank installiert wurde, können die Statistiken veraltet sein. Nach der Installation oder Aktualisierung des SAP-Solution-Manager-7.1-Systems, sind die meisten LMDB-Tabellen leer. Wenn zu diesem Zeitpunkt Statistiken erstellt werden, wird der Cost-Based Optimizer (CBO) wahrscheinlich bei allen nachfolgenden Datenbankzugriffen einen Full Table Scan durchführen. Wenn die LMDB-Tabellen fortlaufend gefüllt werden, beispielsweise aufgrund einer vollständigen automatischen Synchronisation von SLD und LMDB, können die Kosten für den Full Table Scan steigen, ohne dass der Cost-Based Optimizer dies registriert.

Nachdem Sie die Content-Synchronisation zwischen SLD und LMDB gestartet haben, überprüfen Sie, ob die Oracle-Datenbankstatistiken aktualisiert werden. Starten Sie hierzu die Transaktion DB20 mit dem Parameter LMDB_P_INSTANCE (Tabelle für CIM-Instanzen), und überprüfen Sie die Optimizer-Statistiken. Wenn die Statistiken veraltet sind, verwenden Sie die Funktion Statistiken mit BRCONNECT aktualisieren.

Um die beste Performance zu erzielen, aktualisieren Sie die Statistiken während der Content-Synchronisation wiederholt. Dies wird den CBO dazu zwingen, die ansteigende Eintragsanzahl der LMDB-Tabellen zu registrieren.

Sie sollten die Statistiken für die folgenden Tabellen aktualisieren:

  • LMDB_P_ASSOC (Zuordnungen)

  • LMDB_P_CHANGELOG (Änderungsprotokoll)

  • LMDB_P_CLASS (Klassen)

  • LMDB_P_GUID (GUIDs von Instanzreferenzen)

  • LMDB_P_INSTANCE (CIM-Instanzen)

  • LMDB_P_LONG_VAL (Speicher für lange Werte)

  • LMDB_P_NAMESPACE (CIM-Namensbereiche)

  • LMDB_P_PQ_NAMES (Hash-Werte für Namen)

  • LMDB_P_QUALIFIER (CIM-Qualifier-Deklarationen)

Sie können während der Ausführung der Content-Synchronisation die Statistiken mithilfe der Funktion Statistiken mit BRCONNECT aktualisieren aktualisieren. Stoppen Sie den Synchronisationsjob für eine Statistikaktualisierung nicht. Die Performance-Steigerung wird automatisch wirksam, wohingegen ein neuer Synchronisationsjob einige Zeit benötigen würde, um die Daten bis zum Unterbrechungspunkt zu überprüfen und zu verarbeiten.

Weitere Informationen dazu finden Sie im SAP-Hinweis 1555955.

Unicode-Zeichen werden nicht angezeigt

In einem Nicht-Unicode-SAP-Solution-Manager-System werden Unicode-Zeichen in Systembeschreibungen aus dem SLD in der LMDB durch Rautezeichen (#) ersetzt. Vermeiden Sie Unicode-Zeichen im SLD.