Wartungszyklus 
Projektzyklus, der auf die speziellen Anforderungen von Wartungsprojekten hin erweitert wurde. Ein Wartungszyklus wird durch einen generierten Aufgabenplan und einen Vorgang, der ausschließlich für den Wartungszyklus verwendet wird, dargestellt. Sie werden gemeinsam als Wartungszyklus bezeichnet. Die Vorgangsart für diesen Vorgang ist im Standard SMMN. Der Vorgang wird unter anderem zum Festlegen und Verschieben von Projektphasen verwendet.
Die Wartung einer Projektlandschaft wird durch ein SAP-Solution-Manager-Projekt vom Typ Wartung beschrieben. Der Lebenszyklus eines Wartungsprojekts ist in Wartungszyklen aufgeteilt. Innerhalb eines Wartungszyklus werden alle Änderungen implementiert und getestet. Am Ende des Wartungszyklus werden alle diese Änderungen in die Produktivsysteme importiert. Im Gegensatz zu einem Entwicklungsprojekt hat ein Wartungsprojekt zwar einen definierten Beginn. Da die Wartung aber ein kontinuierlicher Prozess ist, können die einzelnen Phasen des Wartungszyklus immer wieder durchlaufen werden.
Sie ordnen Ihrer Lösung nach Abschluss des Einführungsprojekts ein Wartungsprojekt mit einem Wartungszyklus zu, damit die Lösung immer aktuell gehalten werden kann.
Der Wartungszyklus folgt demselben Phasenmodell wie der Projektzyklus, verfügt jedoch über folgende Besonderheiten:
Arbeiten mit dringenden Änderungen
Im Wartungsbetrieb können jederzeit Meldungen zu Störungen aufkommen, die schnell behoben werden müssen, z.B. wenn ein Ausfall der produktiven Systeme droht. In diesem Fall können Sie mit einer normalen Änderung nicht zeitnah reagieren, da diese von der Phase des Wartungszyklus abhängt. Das heißt, wenn sich der Wartungszyklus in der Phase Entwicklung ohne Freigabe befindet, können Sie keine neuen Änderungen für diesen Zyklus erfassen.
Dringende Änderungen verfügen über einen eigenen Aufgabenplan, d.h. sie können unabhängig von der Phase (ausgenommen der Go-Live-Phase) des zugeordneten Wartungszyklus transportiert werden. Sie können Korrekturen über eine dringende Änderung in die produktiven Systeme importieren, bevor die normalen Änderungen in der Produktivstartphase des Wartungszyklus eingespielt werden.
Wir empfehlen, einer Lösung ein Wartungsprojekt zuzuordnen, das so lange läuft, wie die Lösung betrieben wird. Innerhalb des Wartungsprojekts werden alle notwendigen Änderungen über Wartungszyklen abgedeckt. Die Dauer eines Wartungszyklus wird vom Change-Manager festgelegt, z.B. ein Monat. Während dieser Zeit durchläuft der Zyklus alle Projektphasen von Entwicklung ohne Freigabe bis Produktivstart. Am Ende der Produktivstartphase schließen Sie den Zyklus ab, der dabei auf offene und nicht abgeschlossene Vorgänge und Transportaufträge überprüft wird. Nicht abgeschlossene Vorgänge werden dann beim Anlegen eines neuen Wartungszyklus übernommen.
Informationen zu den Zuordnungsblöcken erhalten Sie unter Projektzyklus.