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VorgehensweiseTutorial Teil 2: App mit Xcelsius erstellen Dieses Dokument in der Navigationsstruktur finden

 

Dieses Tutorial ist ein Teil eines Kurses, der Ihnen die Erstellung und Registrierung von Apps für das Dashboard-Framework nahe bringen soll. In diesem zweiten Teil erweitern Sie eine einfache App um die Möglichkeit eines Drilldown, d. h. um die Möglichkeit, dass aus einer App heraus kontextabhängig eine weitere App aufgerufen wird.

In diesem Schritt erweitern Sie hierfür die App aus dem ersten Teil des Tutorials um diesen Drilldown. Konkret sollen Sie aus der Grafik, in der die monatlichen Telefonkosten der verschiedenen Niederlassungen eines fiktiven Unternehmens ausgegeben werden, eine beliebige einzelne Niederlassung anklicken können, um sich in einer sogenannten Detail-App die Telefonkosten auf Tagesbasis ausgeben zu lassen.

Voraussetzungen

Diese Vorgehensweise ist Teil eines umfassenden Tutorials zum Thema Erstellung und Registrierung von eigenen Dashboard Apps. Im Verlauf dieses Tutorials erstellen und registrieren Sie verschiedene Apps und ihre zugehörigen BW-Queries.

Diese Xcelsius-App erstellen Sie im Rahmen des zweiten Teils des Tutorials.

Hinweis Hinweis

Stellen Sie sicher, dass Sie die vorhergehenden Schritte, wie sie in Tutorial Teil 2: App mit zusätzlicher Navigation erstellen beschrieben sind, bereits durchgeführt haben.

Ende des Hinweises.

Vorgehensweise

  1. Laden Sie die Xcelsius-Datei ztut1_costs_month aus dem ersten Teil des Tutorials.

  2. Sie möchten einen Drilldown ermöglichen. Dieser soll so eingestellt sein, dass der Verwender auf dem Balken einer beliebigen Niederlassung klicken kann, um für diese Niederlassung die Kosten auf Tagesbasis anzeigen zu lassen. Um dies zu ermöglichen, müssen Sie die gewählte Niederlassung über eine Xcelsius-Verbindung dem Dashboard-Framework übergeben. Da die ausgewählte Niederlassung dann einer BW-Query übergeben wird, müssen Sie das Format dieses Parameters entsprechend anpassen. Dies liegt daran, dass das BW die übergebenen Werte in einem bestimmten Format fordert.

    Geben Sie darum die folgenden Daten in die Zellen D9:H10 ein:

    SIGN

    OPTION

    LOW

    HIGH

    Gewählte Niederlassung

    I

    EQ

    Die Inhalte der Zellen E9:H9 sind technisch nicht notwendig und dienen lediglich der besseren Übersicht (dies ist die Zeile, die Sie für technische Namen frei lassen sollten – und dies sind genau diese technischen Namen). Die Inhalte haben die folgende Bedeutung:

    • SIGN: Der Wert kann entweder I (include) oder E (exclude) sein. Verwenden Sie exclude nur dann, wenn Sie einen Filter erstellen möchten, mit dem Sie ein Intervall (OPTION = BT) ausschließen möchten. Falls Sie lediglich auf einen Wert filtern möchten (der Standardfall), verwenden Sie include.

    • OPTION: Geben Sie hier EQ (equal) oder BT (between) ein. Verwenden Sie between nur dann, falls Sie auf ein Intervall filtern möchten. Falls Sie lediglich auf einen Wert filtern möchten (der Standardfall), verwenden Sie equal.

    • LOW: Falls Sie auf einen Wert filtern möchten, geben Sie den zugehörigen Standardwert hier ein. (in diesem Fall ist dies die gewählte Niederlassung. Sie müssen allerdings hier nichts eintragen, da Sie später den Drilldown so einrichten werden, dass Xcelsius währends der Laufzeit die gewählte Niederlassung in diese Zelle einträgt. Falls Sie auf ein Intervall filtern, muss hier die untere Grenze stehen.

    • HIGH: Falls Sie auf einen Wert filtern möchten, lassen Sie dieses Feld leer. Falls Sie auf ein Intervall filtern, geben Sie hier die obere Grenze ein.

  3. Sie erstellen nun die oben erwähnte Verbindung, um die gewählte Niederlassung übergeben zu können. Starten Sie hierzu über   Daten   Verbindungen   den Daten-Manager, wählen Sie in der Registerkarte Definition die Drucktaste +, und geben Sie für die Verbindung die folgenden Daten ein:

    • Geben Sie im Eingabefeld Name des Bereichs den Namen der Verbindung mit SEL_LOCATION an. Bei der Registrierung geben sie diese Verbindung an, damit das Dashboard-Framework die gewählte Niederlassung der BW-Query übergeben kann.

      Achtung Achtung

      Verwenden Sie für den Namen von Verbindungen nur Großbuchstaben, Ziffern und das Unterstreichungszeichen ('_').

      Ende der Warnung.
    • Wählen Sie in der Dropdown-Listbox Typ des Bereichs den Eintrag Tabelle.

    • Im Eingabefeld Bereich geben Sie an, welche Zellen die Verbindung übergeben soll; in diesem Tutorial ist dies E9:H10.

    • Wählen Sie in der Dropdown-Listbox Zugriff den Eintrag Lesen, da auf diese Verbindung von außen nur lesend zugegriffen werden soll.

    Schließen Sie den Daten-Manager.

  4. Sorgen Sie nun dafür, dass Xcelsius ein solches Drilldown ermöglicht. Sie möchten, dass Xcelsius immer dann, wenn der Benutzer den Balken einer Niederlassung anklickt, den Wert dieser Niederlassung in die Zelle G10 schreibt. Dies erreichen Sie, indem Sie wie folgt vorgehen:

    1. Markieren Sie das Diagramm, und wählen Sie im rechten Teilbild den Bereich Drilldown.

    2. Markieren Sie das Kennzeichen Drilldown aktivieren.

    3. Wählen Sie in der Dropdown-Listbox Einfügetyp den Eintrag Zeile. Eine Erklärung der unterschiedlichen Einfügetypen finden Sie in der Info-Drucktaste rechts neben der Dropdown-Listbox.

    4. Es sollen aus den vorhandenen Niederlassungen die gewählte Niederlassung in die Zelle G10 geschrieben werden. Setzen Sie also für die Reihe1 die Quelldaten auf die Zellen A3:A10 (die vorhandenen Niederlassungen) sowie das Ziel auf die Zelle G10. In diese Zelle wird die gewählte Niederlassung geschrieben.

    5. In das Ziel soll immer dann geschrieben werden, wenn ein Balken mit Mausklick gewählt wird. Prüfen Sie deshalb im Bereich Interaktionsoptionen, dass in der Dropdwon-Listbox Einfügen bei: der Eintrag Mausklick gewählt ist.

    6. Bei Aufruf der Benutzungsoberfläche soll zunächst kein Eintrag ausgewählt sein. Wählen Sie deshalb im Bereich Standardauswahl in der Dropdown-Listbox Element: der Eintrag Keine Auswahl (-1).

  5. Sichern Sie nun die Xcelsius-Datei lokal auf Ihrem Computer unter dem Namen ztut2_costs_month.

  6. Erzeugen Sie aus Ihrer Xcelsius-Datei eine Flash-Datei (Dateinamenserweiterung swf), indem Sie im Menü   Datei   Exportieren   Flash (SWF)   wählen. Speichern Sie die Flash-Datei unter dem Namen ztut2_costs_month

    Bei der Registrierung der App werden Sie im weiteren Verlauf des Tutorials sowohl die Xcelsius- als auch die Flash-Datei in das MIME-Repository Ihres SAP-Solution-Manager-Systems importieren.

Ergebnis

Sie haben mit der Xcelsius-Datei und der zugehörigen Flash-Datei die Benutzungsoberfläche der zukünftigen Dashboard-App erstellt.

Fahren Sie in diesem Teil des Tutorial fort, indem Sie nun den nächsten Schritt Tutorial Teil 2: Detail-App mit Xcelsius erstellen durchführen. In diesem Schritt werden Sie die Benutzungsoberfläche erstellen, die für die ausgewählte Niederlassung die täglichen Telefonkosten des vergangenen Monats ausgibt.