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FunktionsdokumentationInformationen zur logischen Landschaft verwalten Dieses Dokument in der Navigationsstruktur finden

 

Ausgehend von den Informationen zur technischen Landschaft, die über automatische Data Supplier bereitgestellt werden, legen Sie im SAP Solution Manager eine Beschreibung der logischen Landschaft an. Ab SAP Solution Manager 7.1 SP 5 werden die Landschaftsinformationen zu Produktsystemen in der Landscape Management Database (LMDB) bearbeitet. Vorher wurden sie in der Systemlandschaft Solution Manager (Transaktion SMSY) bearbeitet. Logische Komponenten werden immer noch in SMSY bearbeitet.

Detaillierte Beschreibungen der Verwaltung von Informationen zur logischen Systemlandschaft im SAP Solution Manager finden Sie in folgenden Dokumenten:

Die Abbildung wird im Begleittext erläutert.

Beispiel: Produktsystem

Die obige Grafik zeigt ein Beispiel für ein SAP-ERP-Produktsystem, das aus zwei technischen Systemen besteht (ERP und EP1). Beide Produktversionen sind installiert: die eigenständige Produktversion SAP ERP 6.0 und die abhängige Add-On-Produktversion Enhancement Package (EHP) 5 für SAP ERP 6.0. Die Produktinstanzen SAP ECC Server und Zentrale Anwendungen der Produktversionen sind auf dem technischen System Application Server (AS) ABAP installiert, die Self-Services sind auf dem technischen AS-Java-System installiert.

Die Informationen zur logischen Landschaft enthalten Definitionen verschiedener logisch voneinander abhängiger Entitäten:

  • Produkte und Produktversionen

    SAP-Produkte sind die Anwendungen, die SAP ausliefert. Ein Produkt stellt eine Gruppierung von Funktionen dar, die eine geschäftliche Anforderung erfüllen. Das SAP-Produktmodell (SAP-Softwarekatalog) beschreibt alle SAP-Produkte. Dieses Modell definiert die mögliche Produktstruktur. Ein Produkt besteht aus einer oder mehreren Produktversionen.

    Beispiele für Produkte sind SAP ERP, SAP NetWeaver und SAP Solution Manager.

    Eine Produktversion ist ein Release eines Produkts. Darin sind die Produktinstanzen und zugehörigen Softwarekomponenten, die zur selben Zeit verfügbar sind, zu einer Funktion gebündelt. Das Bündel berücksichtigt z. B. technische Abhängigkeiten. Produktversionen haben in der Regel Namen, die mit „SAP ...“ beginnen, und Merkmale wie z. B. ihre Anwendungsfunktion und einen Wartungszyklus.

    Beispiel: SAP ERP 6.0 ist eine Produktversion des Produkts SAP ERP.

  • Produktinstanzen

    Eine Produktinstanz ist Teil genau einer Produktversion. In einer Produktinstanz ist ein Satz von Softwarekomponenten gebündelt, die als Einheit installiert werden müssen. Die einzelnen Softwarekomponenten können nicht über verschiedene technische Systeme verteilt werden. Der Satz muss zusammen installiert und aktualisiert werden, um einen konsistenten Zustand zu erreichen. (Hinweis: Anders als ein Update können Patches auf einzelne Softwarekomponenten angewendet werden.) In den Produktinstanzen ist die maximal zulässige Softwarekomponentenverteilung einer Produktversion definiert.

    Eine Produktinstanz kann andere Produktinstanzen enthalten. Produktinstanzen können auch produktübergreifend wiederverwendet werden und eine oder mehrere Softwarekomponenten enthalten. Eine Produktinstanz (und die darin enthaltene Softwarekomponente) ist immer in einem technischen System installiert und kann daher nicht über mehrere technische Systeme verteilt werden.

  • Softwarekomponenten und Softwarekomponentenversionen

    Softwarekomponenten sind immer in Versionen beschrieben. Softwarekomponentenversionen sind die kleinste Einheit, die in einem technischen System installiert werden kann. Eine Softwarekomponentenversion kann Teil mehrerer Produktinstanzen sein. Sie kann auch die Installation anderer Softwarekomponentenversionen erfordern. Es gibt noch kleinere auslieferbare Softwareentitäten als Softwarekomponentenversionen, z. B. Support Packages, Patches und Hinweise. Diese beziehen sich immer auf die Softwarekomponentenversion, die von ihnen geändert wird.

  • Produktsysteme

    Produktsysteme bündeln Produktinstanzen aus einem oder mehreren technischen Systemen. Sie sind für die Wartung und die Planung erforderlich. Ein technisches System kann sich in mehreren Produktsystemen befinden (Hub-Szenario), daher werden Abhängigkeiten zwischen Produktsystemen definiert.

  • Logische Komponenten

    Logische Komponenten beschreiben eine Funktion und gruppieren die Systeme, die diese Funktion bereitstellen, in Rollen. Wenn Geschäftsprozessplaner und Softwarewartungsmitarbeiter über Systeme sprechen, spielen technische Details und das allgemeine Layout der Systemimplementierung in der Regel keine Rolle. Die Systeme sind möglicherweise nicht einmal physisch vorhanden, wenn die logische Komponente angelegt wird.

    Weitere Informationen finden Sie unter Logische Komponenten bearbeiten.