Logische Komponenten bearbeiten 
Logische Komponenten beschreiben eine Funktion und gruppieren die Systeme, die diese Funktion bereitstellen, in verschiedenen Rollen. Wenn Geschäftsprozessplaner und Softwarewartungsverantwortliche über Systeme sprechen, spielen technische Details und das allgemeine Layout der Systemimplementierung in der Regel keine Rolle. Die Systeme müssen nicht einmal physisch vorhanden sein, wenn die logische Komponente angelegt wird.
Eine logische Komponente ermöglicht eine allgemeine Sicht auf eine Anwendung für Planungs- und Wartungszwecke.
In den Beschreibungen von Geschäftsprozessen werden logische Komponenten als „Verarbeitungseinheit“ bezeichnet.
Logische Komponenten sind Sätze technischer Systeme, die bei Änderungsprozessen synchronisiert werden sollten (z. B. Entwicklungssystem, Testsystem und Produktivsystem).
Logische Komponenten stellen die Verbindung zwischen der geschäftlichen und der technischen Perspektive einer Landschaft dar. Sie sind das Bindeglied zwischen der technischen Systemlandschaft und der Planungslandschaft.
In einer logischen Komponente können zusammengehörige technische Systeme gruppiert sein, um einen bestimmten Geschäftsprozessschritt auszuführen.
Wenn Sie eine Systemlandschaft planen, kann bereits eine logische Komponente definiert sein, ohne dass ein technisches System zugeordnet wurde.
Um zu sehen, welchen logischen Komponenten ein Produktsystem zugeordnet ist, wählen Sie .
(Alternativ dazu können Sie auf die Landscape Management Database auch über die Transaktion LMDB zugreifen.)
Wählen Sie ein vorhandenes Produktsystem aus, und wählen Sie Anzeigen und dann Verwendungsnachweis.
Anders als Informationen zu Produktsystemen und technischen Systemen werden logische Komponenten immer noch in Transaktion SMSY bearbeitet.
SAP liefert vordefinierte logische Komponenten aus.
Um eine neue logische Komponente anzulegen, gehen Sie wie folgt vor:
Rufen Sie im SAP-Solution-Manager-System die Transaktion SMSY auf.
Wählen Sie .
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Logische Komponenten, und wählen Sie Neue logische Komponente anlegen.
Geben Sie die erforderlichen Daten ein.
Wählen Sie ein Produkt, eine Produktversion und eine Produktinstanz aus. (Um ein neues Produkt anzulegen, wählen Sie Produkt anlegen.)
Sichern Sie Ihre Änderungen.
Um eine logische Komponente zu bearbeiten, wählen Sie sie aus der Liste auf der linken Seite aus und wechseln in den Ändern-Modus. Sie können folgende Einstellungen vornehmen:
Kennzeichen Aktiv/Inaktiv: Um eine logische Komponente in Systemgruppen zu verwenden, d. h. in Lösungslandschaften für den operativen Betrieb oder in Projekten, setzen Sie das Kennzeichen Aktiv.
Um die logische Komponente systemweit aus der Eingabehilfe für Neue Verwendungen auszublenden, aber die vorhandenen Verwendungen der logischen Komponente beizubehalten, setzen Sie das Kennzeichen Inaktiv.
Sie können die Produktversion, die einem bestimmten Produkt zugeordnet ist, ändern. Sie könnten z. B. für das Produkt SAP CRM die Produktversion SAP CRM 5.1 in SAP CRM 7.0 ändern.
Systemrollen: Ordnen Sie den logischen Komponenten Systeme zu, um Systemrollen z. B. für ein Entwicklungssystem zu erstellen.
Konsistenzprüfung: Prüft die Konsistenz der Systemzuordnung.
Transportrouten (nur für die Verwaltung von Änderungsanträgen relevant): Zeigen Sie die Transportrouten an, an denen die Systeme beteiligt sind.
Verwendungsnachweis: Zeigen Sie die Systemgruppen an, in denen die logische Komponente verwendet wird, z. B. die Projekte, die die logische Komponente verwenden. Sie können auch direkt zur Systemgruppe navigieren und die Verwendung löschen.
Systemrollen: Ändern Sie Systemrollen oder deren Reihenfolge, ordnen Sie Rollentypen für die Verwaltung von Änderungsanträgen zu, z. B. Folgesystem in einer Transportroute. Weitere Informationen finden Sie unter Verwaltung von Änderungsanträgen.
Namensräume: Ordnen Sie der logischen Komponente Entwicklungsnamensräume zu. Sie können Namensräume von SAP anfordern.
Zugehörige logische Komponenten: Zeigen Sie logische Komponenten an, die zu dieser logischen Komponente gehören, oder ordnen Sie diese zu, z. B. alle logischen Komponenten, denen Sie in Zukunft dieselben Systeme zuordnen möchten.
Systemrollen:
Die Systeme in einer logischen Komponente sind folgenden Systemrollen zugeordnet und in der Regel über Transportrouten verbunden:
Systemrolle |
Verwendung |
|---|---|
Evaluierungssystem |
Business Blueprint |
Entwicklungssystem |
Konfiguration, Upgrade |
Qualitätssicherungssystem |
Testen |
Produktivsystem |
Führende Systemrolle im operativen Betrieb für das System- und Geschäftsprozessmonitoring. EarlyWatch-Alerts werden für alle Systemrollen unterstützt. |
Schulungssystem |
Training |
Demosystem |
Demonstration |
Referenzsystem |
Referenz |
Zusätzlich zu den vordefinierten SAP-Systemrollen können Sie zehn eigene Systemrollen definieren:
Rufen Sie im SAP-Solution-Manager-System die Transaktion SMSY auf.
Wählen Sie .
Sie haben folgende Möglichkeiten:
Systemrollen definieren und ändern:
Sie können die Systemrollentypen für die Verwaltung von Änderungsanträgen oder deren Reihenfolge ändern, z. B.: Folgesysteme in einer Transportroute.
Die neuen oder geänderten Systemrollen werden unter angezeigt und können in den jeweiligen SAP-Solution-Manager-Benutzungsoberflächen ausgewählt werden.
Ausnahme: Die unveränderten Systemrollen aus der Mandantendefinition sind in der Rollenauswahl für ABAP-basierte Hauptinstanzen in der Transaktion SMSY auf der Registerkarte Mandanten verfügbar.
Systemrollen löschen:
Vordefinierte SAP-Systemrollen können nicht geändert oder gelöscht werden:
Wenn Sie in der Systemlandschaft benutzerdefinierte Systemrollen verwenden, können Sie deren Namen ändern, aber Sie können sie nicht löschen.
Transportsystemrollen:
Wählen Sie Transportieren, um die Systemrollen in andere Systeme zu transportieren.
Wenn Sie einer logischen Komponente Produktsysteme zuordnen, enthält die Eingabehilfe die Systeme, denen dieselben Produktversionen zugeordnet sind wie der logischen Komponente. (Weitere Informationen finden Sie unter Informationen zum Produktsystem anlegen.) Wenn Sie einem Produktsystem noch keine Produktversion zugeordnet haben, stehen bei der Eingabe die Produktversionen zur Verfügung, die den Produktinstanzen zugeordnet werden können.
Ein logisches System identifiziert einzelne Mandanten eines Produktsystems und eines technischen AS-ABAP-Systems. Einer ABAP-basierten Produktinstanz in einer logischen Komponente ordnen Sie ein logisches System zu. Einer nicht ABAP-basierten Produktinstanz ordnen Sie das Produktsystem zu, zu dem das technische System, in dem die Produktinstanz installiert ist, gehört.
Logische Komponenten in Projekten: Ordnen Sie logische Komponenten unter einem Projekt zu. Dann können Sie aus einem Projekt heraus zu den verwalteten Systemen navigieren. Weitere Informationen finden Sie unter Logische Komponenten dem Projekt zuordnen.
Operative logische Komponenten: Um Systeme und Geschäftsprozess zu überwachen, ordnen Sie die logischen Komponenten einer Lösung zu. Weitere Informationen finden Sie unter Führende Systemrolle festlegen und weitere Systemrollen hinzufügen, ändern und löschen.
Durch ein Upgrade eines Produktsystems kann es vorkommen, dass sich die aktive Produktversion ändert. Wenn Sie über dieses Produktsystem zuvor Systeme einer logischen Komponente zugeordnet haben, führt das Upgrade dazu, dass die Produktversion der logischen Komponente und der Systeme nicht mehr übereinstimmen. Die logische Komponente wird inkonsistent.
Empfehlung
Erhöhen Sie die Produktversion einer logischen Komponente erst in Transaktion SMSY, nachdem Sie ein Upgrade aller Produktsysteme vorgenommen haben.
Starten Sie Transaktion SMSY, und wechseln Sie in den Änderungsmodus. Im Übersichtsbaum wird ein Ausrufezeichen für die betroffene logische Komponente angezeigt.
Fall A: Die aktive Produktversion des Produktsystems und die Produktversion der logischen Komponente stimmen nicht überein.
Prüfen Sie, ob die Produktversion stimmt. Es gibt folgende Möglichkeiten:
Das Produktsystem befindet sich im Upgrade: Ignorieren Sie die Inkonsistenz bis nach dem Upgrade, und beseitigen Sie sie dann.
Das Produktsystem befindet sich nicht im Upgrade: Um die Inkonsistenz zu beseitigen, ändern Sie die aktive Produktversion des Produktsystems dahingehend, dass sie mit der Produktversion der logischen Komponente übereinstimmt, in der Sie Systeme dieser Gruppe verwenden.
Fall B: Die logische Komponente ist in sich inkonsistent.
Eine logische Komponente kann inkonsistent werden, weil nicht alle Produktinstanzen in allen Produktversionen vorhanden sind.
Beispiel
Die Produktinstanz E-Selling zum Produkt SAP CRM existiert nur in der Produktversion SAP CRM 4.0. Wenn eine logische Komponente die Produktinstanz E-Selling mit einer anderen Produktversion als SAP CRM 4.0 enthält (z. B. SAP CRM 3.0), ist diese logische Komponente inkonsistent.
Vorhandene Produktinstanzen weisen in der Eingabehilfe zur Produktversion das Kennzeichen Produktinstanz existiert auf.
Verwenden sie in diesem Fall eine andere logische Komponente mit einer Produktinstanz, die in dieser Produktversion vorhanden ist:
Legen Sie eine logische Komponente an.
Wählen Sie eine vorhandene Produktinstanz für diese logische Komponente aus.
Um zu sehen, in welchen Systemgruppen von Projekten und Lösungen die logische Komponente verwendet wird, generieren Sie für die alte, inkonsistente Komponente eine Verwendungsnachweisliste.
Um in diesen Systemgruppen die alte logische Komponente gegen die neue auszutauschen, wählen Sie Logische Komponente ersetzen.
Wenn die logische Komponente in einer Lösung verwendet wird, für die das Geschäftsprozess-Monitoring aktiviert ist, wird eine Warnmeldung angezeigt. Sie müssen dieses deaktivieren, bevor Sie die logische Komponente austauschen können. Gehen Sie folgendermaßen vor:
Rufen Sie für Ihre Lösung das Work Center Betrieb von Geschäftsprozessen auf.
Wählen Sie unter Typische Aufgaben den Link Geschäftsprozess-Monitoring einrichten. Das System öffnet ein Dialogfenster mit einer Liste der aktiven Lösungen.
Wählen Sie Ihre Lösung aus. Das System öffnet im Hintergrund eine Sitzung zum Einrichten des Geschäftsprozess-Monitorings.
Navigieren Sie in der neu geöffneten Sitzung für jeden Prozess über den Knoten Geschäftsprozesse bis zum Knoten Generierung/Aktivierung/Deaktivierung.
Wählen Sie die Drucktaste Monitoring deaktivieren, falls diese verfügbar ist. Wenn nicht, ist das Monitoring für den ausgewählten Geschäftsprozess nicht aktiv, so dass keine Deaktivierung nötig ist.
Löschen Sie alle Systeme aus der alten, inkonsistenten logischen Komponente.
Die alte logische Komponente wird nicht mehr verwendet. Die Kennzeichen für die Inkonsistenz in der Übersicht (Ausrufezeichen) verschwindet.