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 Plankosten bei Variantenfertigung

Die Kosten für die zu produzierende Variante können Sie wie folgt ermitteln:

  • Sie kalkulieren die Kundenauftragsposition oder

  • Sie kalkulieren den Fertigungsauftrag zum konfigurierten Material oder

  • Sie definieren häufig verwendete Varianten als lagerhaltige Typen und legen dazu einen Materialstammsatz an. Sie ermitteln die Kosten über eine Plankalkulation zum Material.

Sie können durch die vorab beschriebenen Methoden den Standardpreis einer Variante ermitteln und zur Bewertung des Bestandes verwenden (siehe auch: Bewerteter Kundenauftragsbestand: Bewertung ).

Ist bereits ein Wareneingang erfolgt, so wird bei mehrmaliger Kalkulation der gleichen Variante der vom System beim Wareneingang im Materialstammsatz der Variante eingetragene Standardpreis nicht mehr automatisch verändert.

Plankalkulation für lagerhaltige Typen

Für häufig verkaufte Varianten können Sie einen Materialstammsatz anlegen, der auf das konfigurierbare Material verweist. Für diese Erzeugnisse können Sie eine Plankalkulation anlegen. Das System baut das Mengengerüst auf Basis der Abhängigkeiten zwischen den Komponenten auf und ermittelt die Kosten zur Fertigung des konfigurierten Materials.

Hinweis Hinweis

Die Plankalkulation zum konfigurierten Material erfolgt auf Basis der Standardabhängigkeiten. Im Kundenauftrag haben Sie die Möglichkeit, eine kundenspezifische Variante zu definieren, die mit der kalkulierten Variante i.d.R. nicht übereinstimmt.

Ende des Hinweises

Kundenauftragskalkulation zum konfigurierten Material

Mit der Kundenauftragskalkulation können Sie auf das Anlegen eines Materialstammsatzes für die Variante verzichten. Sie definieren die Zusammenstellung des Produktes im Kundenauftrag, indem Sie Anfang des Navigationspfads Position Navigationsschritt Struktur Navigationsschritt Konfiguration Ende des Navigationspfads wählen und die relevanten Merkmalsausprägungen auswählen. Diese Struktur dient dann als Basis für die Kundenauftragskalkulation. Sie können zur Kalkulation auch die Auftragsstücklistenkalkulation verwenden.

Voraussetzungen für die Kalkulation konfigurierter Materialien

Die Kundenauftragskalkulation wird häufig verwendet, um die Plankosten für Produkte zu ermitteln, deren Konfiguration erst im Kundenauftrag vorgenommen wird. Sie sollten folgendes überprüfen:

  • Sie haben ein konfigurierbares Material angelegt. Verwenden Sie nicht ein Material der Standard-Materialart KMAT. Verwenden Sie statt dessen eine Materialart, für die Sie im Customizing hinterlegten, daß sie konfigurierbar ist. In den Grunddaten des Materialstammsatzes wird angezeigt, ob ein Material konfigurierbar ist.

  • Für das konfigurierbare Material ist eine Buchhaltungssicht angelegt.

  • Sie haben eine Stückliste zum konfigurierbaren Material angelegt und Beziehungswissen für die einzelnen Stücklistenkomponenten gepflegt.

  • Sie haben einen Arbeitsplan mit allen Vorgängen zum konfigurierbaren Material angelegt und Beziehungswissen für die einzelnen Vorgänge gepflegt.

  • Sie haben eine Klasse mit allen Merkmalen (z.B. Farbe, Gewicht) zur Konfiguration des Materials angelegt. Die Klasse muß die Klassenart 300 haben.

  • Sie haben dem konfigurierbaren Material mindestens eine Klasse zugeordnet.

Siehe auch:

Weiterführende Informationen zur Konfiguration finden Sie in den Dokumentationen LO - Variantenkonfiguration , CA - Klassensystem und CA - Merkmale .

Weiterführende Informationen zur Plankalkulation von lagerhaltigen Typen finden Sie in der Dokumentation Produktkostenplanung .

Ausgewählte logistische Prozesse und Kostenträger

Informationen zur Ermittlung der Gemeinkostenzuschläge, auch in Bezug auf die Konfigurationssimulation, finden Sie im Abschnitt Zuschläge in der Kundenauftragsfertigung .