Validierung und SubstitutionFür eine individuelle Unterstützung der Stammdatenpflege können Sie im Anlagen-Customizing Validierungs- und Substitutionsbedingungen definieren (unter Validierung/Substitution definieren
).
Mit Hilfe von Validierungsbedingungen können Sie zusätzlich zu den Standardprüfungen individuelle Prüfungsregeln für das Anlegen eines Anlagenstammsatzes festlegen. Eine Validierungsbedingung besteht aus folgenden Angaben:
Buchungskreis
Spezifikation des Prüfungszeitpunkts
Validierungsregel
Eine Validierungsregel besteht im Wesentlichen aus folgenden Teilen:
Voraussetzung, unter der die Regel geprüft werden soll (z.B. wenn Klasse = GWG ist)
Prüfregel, die nicht verletzt werden darf (z.B. AfA-Schlüssel ist GWG1 oder GWG2)
Nummer der Fehlermeldung, die bei verletzter Prüfbedingung ausgegeben werden soll
Definierbar sind Prüfregeln und Voraussetzungen, die der Boole’schen Logik entsprechen.
Die Validierungsbedingung prüft das System zum Bildwechselzeitpunkt beim Anlegen eines entsprechenden Anlagenstammsatzes. Wird dabei eine Prüfregel verletzt, gibt das System die Fehlermeldung aus, deren Nummer in der Validierungsregel hinterlegt ist. Diese Fehlermeldung müssen Sie selbst anlegen (Transaktion SE61
).
Die folgende Abbildung zeigt Customizing-Festlegungen und Anwendungsverhalten zur Validierungsregel: “In der Anlagenklasse 1000 und im Bewertungsbereich 01 sind nur Abschreibungsschlüssel für Gebäude erlaubt”:

Abbildung: Definition einer Validierung
Die Substitutionstechnik ist im Rahmen der Anlagen-Stammdatenpflege für folgende Zeitpunkte/Aktivitäten einsetzbar:
Anlegen Anlagen
Massenänderung Stammdaten (vgl. Massenänderung Stammdaten)
Änderung Geschäftsbereich oder Kostenstelle mit der Folge einer Umbuchung (vgl. Anlagenstammsatzänderung)
Mit Substitutionsbedingungen können Sie auf der Basis frei definierbarer Regeln zusätzlich zu den Vorschlagwerten der Anlagenklasse weitere, von den Ausprägungen anderer Stammsatzfelder abhängige Vorschlagwerte festlegen.
Beispiel
Auf diese Weise ist es möglich, Das Stammsatzfeld Geschäftsbereich
in Abhängigkeit vom Inhalt des Feldes Werk
mit korrespondierenden Werten zu füllen.
Die Regel würde dann sprachlich ausgedrückt lauten: “Wenn Feld “Werk” den Wert XXXX hat, dann ersetze im Feld “Geschäftsbereich” den Wert 0000 (initial) durch den Wert YYYY.
Die Substitutionsbedingungen haben denselben Aufbau, wie die Validierungsbedingungen. Wichtigster Bestandteil ist die Substitutionsregel. Eine Substitutionsregel besteht im Wesentlichen aus folgenden Teilen:
Voraussetzung, unter der die Regel geprüft werden soll
Substitution bei erfüllter Voraussetzung (Setzen eines konstanten Wertes oder eines per Substitutionsexit mit entsprechendem Programm-Coding ermittelten Wertes in ein bestimmtes Stammsatzfeld)
Die Substitutionsregeln sind ebenfalls im Anlagen-Customizing definierbar und basieren wie die Validierungsregeln auf der Boole’schen Logik.
Beachten Sie, dass Werte, die das System aufgrund von Substitutionsbedingungen vorschlägt, manuell in der Stammsatztransaktion geändert werden können. Manuell geänderte Werte werden nicht mehr erneut durch die Substitutionsregel verändert.
Vergleichen Sie zur Vorgehensweise beim Anlegen einer Validierungs- bzw. Substitutionsregel die Ausführungen im Einführungsleitfaden der Anlagenbuchhaltung. Eine ausführliche Beschreibung dieses Themas finden Sie auch in der SAP-Bibliothek in der Anwendungsdokumentation zu Spezielle Ledger (FI-SL)
.