Verarbeitungsstatus zum ObjektDer Verarbeitungsstatus eines Objektes gibt Auskunft über den Erfolg der Verarbeitung in einem bestimmten Verarbeitungsschritt.
Zu jedem Objekt, das im Arbeitsvorrat des Schedule Managers aufgelistet ist, wird je Verarbeitungsschritt ein Verarbeitungsstatus angezeigt. Der Verarbeitungsstatus wird vom System während der Verarbeitung gesetzt. Er kann im Monitor manuell geändert werden.
Neben der Auskunft über den Erfolge einer bereits durchgeführten Verarbeitung gibt der Verarbeitungsstatus auch an, ob die Weiterverarbeitung eines Objektes erlaubt ist. Dadurch wird beispielsweise sichergestellt, daß ein Objekt, das in einem Verarbeitungsschritt als fehlerhaft gekennzeichnet und entsprechend nicht verarbeitet wurde, nicht in den nachfolgenden Verarbeitungsschritt eingeht.
Der Verarbeitungsstatus wird im Monitor angezeigt. Er wird nicht auf dem verarbeiteten Objekt fortgeschrieben. Weitere Informationen zum Monitor finden Sie im Abschnitt: Schedule Manager: Monitor - Arbeiten mit der Objektliste .
Hinweis
Die unten beschriebenen Beispiele basieren auf dem Einsatz des mehrstufigen Arbeitsvorrats in der
Kostenträgerrechnung
und im
Projektsystem
.
Der Arbeitsvorrat des Schedule Managers steuert über den Verarbeitungsstatus, ob ein Objekt im nachfolgenden Verarbeitungsschritt bearbeitet wird. Folgende Verarbeitungsstatus werden vom System automatisch gesetzt:
Maschinelle Verarbeitungsstatus
Nicht verarbeitet
Das Objekt wurde noch nicht verarbeitet.
OK
Das Objekt wurde ohne Fehler verarbeitet.
Geringfügiger Fehler
Bei der Verarbeitung des Objektes ist eine Warnung oder ein Fehler aufgetreten. Dieser Fehler verbietet aber nicht die Weiterverarbeitung in einem Folgeschritt.
Zur Nachverarbeitung vorgemerkt
Dieser Verarbeitungsstatus wird im folgenden Fall gesetzt:
In einem Verarbeitungsschritt muß das Objekt verarbeitet werden, zum Beispiel weil die Verarbeitung erzwungen wurde. Im darauf folgenden Verarbeitungsschritt hat das Objekt einen der nachstehend genannten Verarbeitungsstatus:
OK
Nicht
relevant
Geringfügiger
Fehler
Gefiltert
Da aufgrund dieser Verarbeitungsstatus das Objekt normalerweise nicht verarbeitet würde, setzt das System den Verarbeitungsstatus des jeweils folgenden Verarbeitungsschrittes um auf
Zur Nachverarbeitung vorgemerkt
. Dadurch wird sichergestellt. daß ein Objekt, das in einem Verarbeitungsschritt bearbeitet wurde, immer auch in den darauf folgenden Verarbeitungsschritten berücksichtigt wird. Die Umsetzung des Verarbeitungsstatus auf
Zur Nachverarbeitung vorgemerkt
erfolgt unabhängig davon, ob das Objekt im vorhergehenden Verarbeitungsschritt verändert wurde.
Fehler
Bei der Verarbeitung des Objektes ist ein Fehler aufgetreten, der die Weiterverarbeitung in einem Folgeschritt verbietet. Sie können die Fehlerursache beseitigen oder manuell sicherstellen, daß das Objekt im nächsten Verarbeitungsschritt berücksichtigt wird, ohne daß Sie die Fehlerursache beseitigt haben (Verarbeitungsstatus
Verarbeitung manuell übersprungen
).
Folgefehler
Ein Objekt erhält zu einem Verarbeitungsschritt den Verarbeitungsstatus
Folgefehler,
wenn dieses Objekt in einer Gruppe von gemeinsam zu verarbeitenden Objekten liegt, von denen eines oder mehrere in dem
vorhergehenden
Verarbeitungsschritt als fehlerhaft gekennzeichnet (Verarbeitungsstatus
Fehler
) oder nicht verarbeitet wurde.
Das Objekt mit dem Verarbeitungsstatus
Folgefehler
wird in dem Verarbeitungsschritt, zu dem es diesen Verarbeitungsstatus erhält, nicht verarbeitet. Es wird dadurch sichergestellt, daß erst dann die gesamte Gruppe von Objekten weiterverarbeitet werden kann, wenn keines der Objekte einen Fehler aufweist, der die Verarbeitung eines der Objekte der Gruppe beeinträchtigt.
Ein Beispiel zu den Verarbeitungsstatus
Folgefehler
und
Hierarchiefehler
finden Sie am Ende dieses Textes.
Hierarchiefehler
Ein Objekt erhält zu einem Verarbeitungsschritt den Verarbeitungsstatus
Hierarchiefehler
, wenn dieses Objekt in einer Gruppe von gemeinsam zu verarbeitenden Objekten liegt, von denen eines oder mehrere in dem
aktuellen
Verarbeitungsschritt als fehlerhaft gekennzeichnet wurden (Verarbeitungsstatus
Fehler
).
Das Objekt mit dem Verarbeitungsstatus
Hierarchiefehler
wird in dem Verarbeitungsschritt, zu dem es diesen Verarbeitungsstatus erhält, nicht verarbeitet. Es wird dadurch sichergestellt, daß erst dann die gesamte Gruppe von Objekten weiterverarbeitet werden kann, wenn keines dieser Objekte einen Fehler ausweist, der die Verarbeitung beeinflußt.
Ein Beispiel zu den Verarbeitungsstatus
Folgefehler
und
Hierarchiefehler
finden Sie am Ende dieses Textes.
Gefiltert
Der Benutzer hat das Objekt durch einen anwendungsspezifischen Filter von der Verarbeitung ausgeschlossen.
Nicht relevant
Das Objekt ist nicht relevant
aufgrund seiner aus Stammdaten oder Customizing abgeleiteten Eigenschaften für die Verarbeitung in diesem Verarbeitungsschritt
aufgrund eines für das Objekt gesetzten Status
Beispiel
Beispiel 1:
Gemäß der Selektionsparameter wurden im Periodenabschluß des
Auftragsbezogenen Produkt-Controllings
alle Fertigungsaufträge eines Werkes für die Abweichungsermittlung selektiert. Für einige der Fertigungsaufträge ist kein Abweichungsschlüssel hinterlegt. Diese Fertigungsaufträge werden bei der Abweichungsermittlung nicht berücksichtigt. Die Fertigungsaufträge erhalten den VerarbeitungsstatusNicht relevant.
Beispiel 2:
Gemäß der Selektionsparameter wurden im Periodenabschluß des
Auftragsbezogenen Produkt-Controllings
alle Fertigungsaufträge eines Werkes für die Zuschlagsermittlung selektiert. Für einige Fertigungsaufträge sind Systemstatus oder Anwenderstatus gesetzt, die die Verarbeitung nicht erlauben. Beispielhaft hierfür sind die Systemstatus „Eröffnet", „Abgeschlossen", „Löschvormerkung", „Gesperrt".
Beachten Sie, daß Status zuweilen auch nur in Verbindung mit bestimmten Verarbeitungsschritten dazu führen, daß das Objekt in diesem Verarbeitungsschritt relevant oder nicht relevant ist.
Beispiel:
Ein Fertigungsauftrag hat eine Abrechnungsvorschrift mit der Abrechnungsart GES (Gesamt). Ist für den Fertigungsauftrag weder der Status GLFT (endgeliefert) noch der Status TABG (technisch abgeschlossen) gesetzt, so ist er für die
Abweichungsermittlung
nicht relevant
und erhält den entsprechenden Verarbeitungsstatus. Für die anderen Verarbeitungsschritte des Periodenabschlusses wie
Template-Verrechnung
,
Zuschlagsermittlung
,
WIP-Ermittlung
und
Abrechnung
ist der Auftrag jedoch sowohl relevant, wenn einer der beiden Status gesetzt ist, als auch, wenn keiner der beiden Status gesetzt ist.
Bei Verarbeitungsstatus
nicht relevant
werden in der Regel keine Meldungen zu Objekt und Verarbeitungsschritt ausgegeben. Um die Meldungen zu sehen, die dazu geführt haben, daß der Verarbeitungsstatus
nicht relevant
gesetzt wurde, können Sie das relevante Objekt in der Einzelverarbeitung bearbeiten lassen. Möglicherweise können Sie die Ausgabe von Meldungen auch durch die flexible Fehlersteuerung erzwingen, indem Sie den Meldungstyp nach oben setzen.
Hinweis
Zu WIP-Ermittlung und Ergebnisermittlung kann die Ausgabe von Meldungen bei Status
nicht relevant
erzwungen werden. Sie stellen die Ausgabe der Meldungen sicher, indem Sie vor Ausführen der WIP-Ermittlung oder der Ergebnisermittlung das Kennzeichen
InfoMeldungen protokollieren setzen
. Ist das Kennzeichen gesetzt, so werden alle Informationsmeldungen ausgegeben, sowohl bei der Verarbeitung innerhalt des mehrstufigen Arbeitsvorrates - auch wenn der Status
nicht relevant
für Objekt und Verarbeitungsschritt gesetzt ist - als auch außerhalb.
Manuelle Verarbeitungsstatus
Folgende Verarbeitungsschritte können Sie manuell setzen:
Verarbeitung manuell übersprungen
Der Benutzer setzt in der Objektliste den Verarbeitungsstatus zu Objekt und Verarbeitungsschritt manuell auf
Verarbeitung
überspringen
. Das System ändert den Verarbeitungsstatus auf
Verarbeitung manuell
übersprungen
.
Das Objekt mit diesem Verarbeitungsstatus wird in dem relevanten Verarbeitungsschritt nicht mehr berücksichtigt und geht in den nächsten Verarbeitungsschritt ein.
Verarbeitung manuell erzwungen
Der Benutzer setzt im Objektmonitor den Verarbeitungsstatus zu Objekt und Verarbeitungsschritt manuell aufVerarbeitung wiederholen. Das System ändert den Verarbeitungsstatus aufVerarbeitung manuell erzwungen.Das Objekt wird in dem relevanten Verarbeitungsschritt erneut berücksichtigt, auch wenn der Verarbeitungsschritt zuvor fehlerfrei ausgeführt wurde.
Hinweis
Hat ein Objekt erfolgreich im Echtlauf an der Projektverzinsung teilgenommen, so kann eine neue Verarbeitung nur angestoßen werden, wenn die vorherige Verzinsung zuvor storniert wurde. Wurde keine Stornierung durchgeführt, so nimmt das Objekt trotz des entsprechenden Verarbeitungsstatus nicht an der erneuten Verzinsung teil.
Beispiel für Verarbeitungsstatus
Folgefehler
und
Hierarchiefehler
:
Bei der Ermittlung der Ist-Gemeinkostenzuschläge im Periodenabschluß wurde ein Fertigungsauftrag, der einem PSP-Element zugeordnet ist, aufgrund fehlender Customizing-Einstellungen nicht verarbeitet. Der Fertigungsauftrag erhält für den Verarbeitungsschritt "Ist-Zuschläge" den VerarbeitungsstatusFehler.
Dem PSP-Element sind neben diesem Fertigungsauftrag noch andere Fertigungsaufträge zugeordnet. Zum Verarbeitungsschritt "Ist-Zuschläge" erhalten alle anderen Fertigungsaufträge, die dem PSP-Element zugeordnet sind, den Verarbeitungsstatus
Hierarchiefehler
. Dieser Status verdeutlicht, daß im aktuellen Verarbeitungsschritt ein Objekt (der Fertigungsauftrag) einer Objektgruppe (aller Fertigungsaufträge, die einem PSP-Element zugeordnet sind) als fehlerhaft gekennzeichnet wurde.
Der auf den Verarbeitungsschritt "Ist-Zuschläge" folgende Verarbeitungsschritt ist die " Ergebnisermittlung". Bei der Ergebnisermittlung zum PSP-Element werden die Daten berücksichtigt, die auf den dem PSP-Element zugeordneten Fertigungsaufträgen fortgeschrieben wurden. Da einer der dem PSP-Element zugeordneten Fertigungsaufträge im Verarbeitungsschritt "Ist-Zuschläge" als fehlerhaft gekennzeichnet wurde und alle anderen Fertigungsaufträge entsprechend den Verarbeitungsstatus Hierarchiefehler erhalten haben, kann der Verarbeitungsschritt "Ergebnisermittlung" zum PSP-Element nicht erfolgreich durchgeführt werden.
Zum Verarbeitungsschritt "Ergebnisermittlung" erhält das PSP-Element als zu verarbeitendes Objekt den Verarbeitungsstatus
Folgefehler.
Wenn sie nun feststellen, daß der aus der fehlenden Bezuschlagung resultierende Fehlbetrag sehr niedrig und daher zu vernachlässigen ist, da die Fehleranalyse und -beseitigung im Verhältnis zu teuer wäre, dann können Sie über den Verarbeitungsstatus sicherstellen, daß der Fertigungsauftrag bei der Zuschlagsermittlung nicht mehr berücksichtigt wird. Die Ergebnisermittlung berücksichtigt dann alle Fertigungsaufträge inklusive dem Fertigungsauftrag, zu dem nun keine Zuschläge ermittelt wurde.
Ist der Wert des Fertigungsauftrages nicht zu vernachlässigen, so beseitigen Sie die Fehlerursache.
Bitte beachten Sie:
Es ist keine eindeutige Zuordnung von einem Meldungstyp zu einem Verarbeitungstatus im Arbeitsvorrat des Schedule Managers gegeben. So führt zum Beispiel nicht jede Meldung, die mit dem Meldungstyp "E" (Fehler) ausgegeben wird, dazu, daß im Schedule Manager zu einem Objekt, zu dem im Verarbeitungsschritt die entsprechende Meldung ausgegeben wird, der Verarbeitungsstatus
Fehler
gesetzt wird.
Beispiel
Das System gibt die Meldung CK 214 als Fehlermeldung aus.
Bezieht sich diese Meldung in der Abweichungsermittlung auf die Sollversion 0, so wird im Arbeitsvorrat des Schedule Managers der Verarbeitungsstatus
Fehler
gesetzt.
Bezieht sich diese Meldung in der Abweichungsermittlung auf eine Sollversion ungleich 0, so wird im Arbeitsvorrat des Schedule Managers der Verarbeitungsstatus
Geringfügiger Fehler
gesetzt.
Manche Meldungen werden in Abhängigkeit vom zu verarbeitenden Objekt mit unterschiedlichen Meldungstypen ausgegeben. Im Schedule Manager werden unterschiedliche Verarbeitungsstatus gesetzt.
Beispiel
Bezieht sich die Meldung KV 158 im Rahmen der Abweichungsermittlung auf einen einzelnen Fertigungsauftrag, so gibt das System diese Meldung als Fehlermeldung aus. Im Arbeitsvorrat des Schedule Managers wird der Verarbeitungsstatus
Fehler
gesetzt.
Bezieht sich diese Meldung im Rahmen der Abweichungsermittlung auf einen Produktkostensammler, dem mehrere Fertigungsaufträge zugeordnet sind, so wird eine Warnmeldung ausgegeben. Im Arbeitsvorrat des Schedule Managers der Verarbeitungsstatus
OK
gesetzt.
Grundsätzlich gilt:
Wenn Sie mit dem mehrstufigen Arbeitsvorrat des
Schedule Managers
arbeiten, dann werden Objekte, für die in einem Verarbeitungsschritt der Verarbeitungsstatus
Fehler
gesetzt wurde, im nachfolgenden Verarbeitungsschritt nicht verarbeitet. In vielen - wenn auch nicht in allen - Fällen ist der Verarbeitungsstatus
Fehler
gesetzt worden, weil eine Meldung mit dem Meldungstyp "E" (Fehler) ausgegeben wurde. Für die Abweichungsermittlung und für die Ermittlung von Ausschußabweichungen können Sie zu einer Vielzahl von Meldungen über die
flexible Fehlersteuerung
den Meldungstyp beeinflussen. Wenn Sie mit dem
Arbeitsvorrat des Schedule Managers
arbeiten, kann dies dazu führen, daß zum Verarbeitungsschritt ein anderer Verarbeitungsstatus fortgeschrieben wird. Dadurch können Sie beispielsweise sicherstellen, daß Objekte im nachfolgenden Verarbeitungsschritt weiterverarbeitet werden.
Beispiel
In der Abweichungsermittlung wurde eine Meldung als Fehlermeldung ausgegeben. Im
Monitor
wird der Verarbeitungsstatus
Fehler
ausgegeben.
Ihrer Meinung nach ist der Fehler nicht so gravierend, daß das Objekt im folgenden Verarbeitungsschritt nicht verarbeitet werden soll. Deshalb setzen Sie mit der flexiblen Fehlersteuerung für die Meldung einen niedrigeren Meldungstyp (zum Beispiel "W" (Warnung). Dadurch wird für diese Meldung sichergestellt, daß das Objekt bei der Verarbeitung im Arbeitsvorrat im betreffenden Verarbeitungsschritt aufgrund dieser Meldung
nicht
den Verarbeitungsstatus
Fehler
erhält. Das Objekt geht dann in den folgenden Verarbeitungsschritt ein.
Keine Ausgabe von Verarbeitungsstatus
In einzelnen Fällen kann es auch vorkommen, daß keine Verarbeitungsstatus ausgegeben werden. Ein Beispiel hierzu finden Sie unter: Trennung der Wertbildung von der Warenbewegung: Auswirkungen auf die Kostenträgerrechnung .
Siehe auch:
Informationen dazu
wann die Verarbeitung beispielsweise manuell übersprungen oder erzwungen werden sollte
wie die Entscheidungsfindung hierzu unterstützt wird
wie Sie den Verarbeitungsstatus ändern können
und viele anderen Informationen finden Sie im Abschnitt:
Ausführliche Informationen zur Verwendung der flexiblen Fehlersteuerung finden Sie im Abschnitt: