AnlagenumbuchungMit der Anlagenumbuchung buchen Sie eine Anlage bzw. eine Teilanlage auf einen anderen Anlagenstammsatz. Die Empfängeranlage muß im gleichen Buchungskreis liegen wie die Senderanlage. Dafür können folgende Geschäftsvorfälle die Ursache sein:
Eine Anlage wurde mit der falschen Anlagenklasse angelegt. Da die Anlagenklasse nicht per Stammsatzänderung korrigiert werden kann, wird die Anlage umgebucht.
Eine Anlage soll gesplittet bzw. ein Anlagenteil soll umgebaut werden (Umbuchung Anlage an Anlage).
Eine Anlage im Bau soll abgerechnet und auf eine fertige Anlage umgebucht werden. Dieser Vorgang ist ausführlich im Abschnitt Abrechnung Anlage im Bau beschrieben.
Hinweis
Informationen über einen konzerninternen Anlagentransfer in einen anderen Buchungskreis finden Sie im Abschnitt Automatischer Anlagentransfer .
Informationen zur Umbuchung von Lagermaterial (Umlaufvermögen) auf eine Anlage (z.B. Einbau eines Ersatzteils) finden Sie im Abschnitt Warenausgangsbearbeitung für Lagermaterial .
Die Übernahme von Aktivierungs-/Abschreibungsdaten und Feldinhalten von der Sender- auf die Empfängeranlage konfigurieren Sie im Customizing der Anlagenbuchhaltung. Bitte beachten Sie, daß sich die Einstellungen für die auch bei der buchungskreisinternen Anlagenumbuchung verwendeten Transfervarianten und die Stammdatenfelder (Feldinhalte) unter den Knoten
Anlagentransfers
Õ
Automatische Anlagentransfers
befinden.
Feldzuordnung
Für die Feldübernahme und die Übernahme der Angaben zu Aktivierung und Abschreibungsbeginn gelten bei Anlagenumbuchung und Anlagentransfer die gleichen Bedingungen. Informationen dazu finden Sie im Abschnitt Feldübernahme .
Bewegungsarten und Transfervarianten
Für die Anlagenumbuchung werden standardmäßig verschiedene Bewegungsarten ausgeliefert. Im Customizing können Sie zusätzliche Bewegungsarten anlegen bzw. vorhandene Bewegungsarten ändern (unter
Vorgänge
Õ
Umbuchungen
Õ
Bewegungsarten für Umbuchungen definieren
).
Empfehlung
SAP empfiehlt, eigene Bewegungsarten im Kundennamensraum anzulegen und dabei die ausgelieferten Bewegungsarten als Vorlage zu verwenden. Ändern Sie möglichst nicht die ausgelieferten Bewegungarten.
Das System ermittelt bei der Anlagenumbuchung wie auch beim (buchungskreisübergreifenden) Anlagentransfer die zu verwendenden Bewegungsarten aus der Transfervariante. Das System schlägt bei Umbuchungen immer Transfervariante 4 vor (
Buchungskreisinterne Umbuchung
). Die verwendete Transfervariante können Sie auf der Registerkarte
Zusatzangaben
ändern. Die Transfervarianten werden sowohl für Anlagenumbuchungen wie auch Anlagentransfers im Customizing unter
Vorgänge
Õ
Anlagentransfers
Õ
Transfervarianten definieren
bearbeitet.
Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Transfervariante .
Bewertungsbereiche
Grundsätzlich kann die Umbuchung von Anlage an Anlage innerhalb des gleichen Buchungskreises in einem Arbeitsschritt erfolgen. Voraussetzung für eine automatische Umbuchung ist allerdings, daß bezogen auf die abgehende Anlage keine Werte (AHK und AfA) verloren gehen und jeder Bereich der zugehenden Anlage mit Werten versorgt wird. Dies bedeutet im einzelnen:
Jeder Bereich der abgehenden Anlage, für den ein Abgangsbetrag ermittelt wurde, muß auch auf der zugehenden Anlage geführt werden.
Jeder nichtabhängige Bereich auf der zugehenden Anlage muß auch auf der abgehenden geführt werden.
Wenn für einen Bereich der abgehenden Anlage Normalabschreibungen gerechnet werden, muß dies auch für den Bereich der zugehenden Anlage vorgesehen sein. Das gleiche gilt für Sonderabschreibungen.
Die verwendeten Schlüssel für Investitionsfördermaßnahmen müssen bereichsweise übereinstimmen. Gleiches gilt für Aufwertungsschlüssel.
Falls aufgrund dieser Restriktionen ein automatisches Umbuchen nicht möglich ist, muß manuell ein Abgang und ein Zugang auf der jeweiligen Anlage gebucht werden.
Sie können in der Umbuchungstransaktion eine neue Anlage anlegen oder auf eine bereits bestehende Anlage umbuchen. In der Empfängeranlage hinterlegt das System die Nummer der Senderanlage (Registerkarte
Herkunft
).
Wie beim Abgang unterscheidet das System bei Umbuchungen zwischen Altbestand und Neuzugang. Möglich sind Vollumbuchungen und Teilumbuchungen. Vollumbuchungen können in einem Schritt durchgeführt werden (Altbestand und Neuzugang zusammen), bei Teilumbuchungen müssen Altbestand und Neuzugang getrennt gebucht werden. Eine Teilumbuchung kann durch Angabe einer Menge, eines Prozentsatzes oder eines Betrages ausgelöst werden (Registerkarte
Angaben Teiltransfer
). Die Ermittlung der umzubuchenden Beträge und der anteiligen Wertberichtigungen erfolgt analog zur Abgangsbuchung.
Hinweis
Bitte beachten Sie, daß Sie beim Anlegen einer Anlage in der Umbuchungstransaktion (wie auch beim Anlegen einer Anlage in der Transfertransaktion) nur einmal in das Dialogfenster zur Stammdatenpflege abspringen können. Wenn Sie die Stammdaten einer neu anzulegenden Anlage ändern wollen, dann müssen Sie die Transaktion neu starten.