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 Vorabrechnung Nacharbeit

 

Werden in der Logistik Nacharbeitsaufträge angelegt, so müssen Sie die Kosten für die Nacharbeitsaufträge an die ursprünglichen Aufträge abrechnen. Die Abrechnung der für die Nacharbeit entstandenen Kosten an den ursprünglichen Auftrag erfolgt mit der Funktion Vorabrechnung Kuppelprodukte, Nacharbeit.

Integration

Folgende Funktionen sollten immer stattfinden, nachdem dem ursprünglichen Auftrag die Nacharbeitskosten belastet wurden:

  • WIP-Ermittlung

  • Abweichungsermittlung

  • Abrechnung an andere Anwendungskomponenten

    (gegebenenfalls Abrechnung an die Finanzbuchhaltung, an die Profit-Center-Rechnung, an die Ergebnis- und Marktsegmentrechnung und an die Istkalkulation/Material-Ledger)

Deshalb führen Sie die Vorabrechnung Kuppelprodukte, Nacharbeit immer vor Ausführung dieser Funktionen aus.

Voraussetzungen

In der Abrechnungsvorschrift des Nacharbeitsauftrages ist der ursprüngliche Auftrag als Empfänger angegeben.

Es wird empfohlen, die Abrechnung nicht kostenartengerecht durchzuführen. Eine kostenartengerechte Abrechnung kann dazu führen, daß bei mehrmaligem Ausführen des Periodenabschlusses eine mehrmalige Bezuschlagung dieser Kosten stattfindet.

Beispiel Beispiel

Auf einen Fertigungsauftrag werden unter der Kostenart 400000 Kosten für Rohstoffe gebucht. Auf der Basis der Kostenart 400000 werden Materialgemeinkostenzuschläge ermittelt und dem Fertigungsauftrag belastet. Auch zu einem Nacharbeitsauftrag, der auf den Fertigungsauftrag kontiert, werden Zuschläge auf der Basis von Rohstoffkosten ermittelt. Der Nacharbeitsauftrag rechnet unter der Ursprungskostenart 400000 Kosten für Rohstoffe auf den Fertigungsauftrag ab. Sie führen anschließend aus hier nicht näher bestimmten Gründen die Zuschlagsermittlung erneut aus. Die Nachträglich auf den Fertigungsauftrag gebuchten Kosten für Rohstoffe werden erneut bezuschlagt.

Ende des Beispiels.

Deshalb ist es sinnvoll, für die Abrechnung von Nacharbeitsaufträgen Abrechnungskostenarten zu verwenden. Ob Sie die Abrechnung kostenartengerecht oder unter Abrechnungskostenarten durchführen, definieren Sie im Customizing des Auftragsbezogenen Produkt-Controllings unter Anfang des Navigationspfads Periodenabschluß Navigationsschritt Abrechnung Ende des Navigationspfads. Führen Sie dort die folgenden Arbeitsschritte durch:

  • Abrechnungskostenarten anlegen

  • Verrechnungsschema anlegen

    Sie können im Verrechnungsschema hinterlegen, ob Sie eine kostenartengerechte Abrechnung durchführen. Führen Sie keine kostenartengerechte Abrechnung durch, so tragen Sie im Verrechnungsschema die Abrechnungskostenarten ein.

    Hinweis Hinweis

    Wenn Sie mit Abrechnungskostenarten arbeiten, dann müssen Sie die Abrechnungskostenarten bei den Customizing-Einstellungen zur WIP-Ermittlung und zur Abrechnung berücksichtigen.

    Ende des Hinweises
  • Abrechnungsprofil anlegen

    Tragen Sie im Abrechnungsprofil das Verrechnungsschema ein.

Verzweigen Sie anschließend im Customizing des Auftragsbezogenen Produkt-Controllings unter Produktionsaufträge in den Arbeitsschritt Auftragsarten für Produktionsaufträge (PP und CO) überprüfen. Hinterlegen Sie in der Auftragsart, die Sie für die Nacharbeitsaufträge verwenden, das Abrechnungsprofil.

Hinweis Hinweis

Die Abrechnung unter Abrechnungskostenarten hat zudem den Vorteil, daß Sie die durch die Nacharbeit entstandenen Mehrkosten in der Abweichungsermittlung als Strukturabweichung unter der Abrechnungskostenart erkennen können.

Ende des Hinweises

Funktionsumfang

Der Nacharbeitsauftrag rechnet ab

  • an den ursprünglichen Produktionsauftrag, wenn Sie die Istkosten direkt auf dem Produktionsauftrag sammeln

  • an den Produktkostensammler, dem der ursprüngliche Produktionsauftrag zugeordnet ist, wenn Sie die Kosten nicht auf dem Produktionsauftrag, sondern auf einem Produktkostensammler sammeln