TemplateDas Template ist ein dynamisches Berechnungswerkzeug, das mittels Funktionen und Formeln numerische Werte berechnet und Ergebnisse Bool´scher Ausdrücke (wahr oder falsch) ermittelt. Es besteht aus einem Zeilen-Spalten-Raster.
Es wird u.a. zur Gemeinkostenverrechnung und als Hilfsmittel der Planung von Geschäftsprozessen, Kostenstellen/Leistungsarten oder Profit Centern verwendet.
Für jeden Verwendungszweck eines Templates gibt es spezielle Umgebungen. Bevor Sie ein Template anlegen, wählen Sie eine Umgebung. Sie bestimmt u.a., welche Zeilen- und Spaltentypen Ihnen in dem anzulegenden Template zur Verfügung stehen.
Verwendungen und Empfängerobjekte
Template-Verrechnung
Mit dem Template werden zunächst Kosten oder Mengen ermittelt, die anschließend mit einem Tarif bewertet werden. Die so gefundenen oder berechneten Kosten können dann mit dem Template auf die folgenden Empfängerobjekte verrechnet werden:
Kostenträger (Umgebungen 001 - 012), z.B. im Rahmen der Kostenträgerrechnung, u.a. bei Fertigungs-, Kunden- und Prozessaufträgen und in der Produktkostenplanung. Das Template wird hier einem Kostenträger zugeordnet (siehe auch : Template-Verrechnung auf Kostenträger bzw. Template-Verwendung in der Plankalkulation ).
Geschäftsprozess, Kostenstelle, Kostenstelle/Leistungsart (Umgebungen SBP, SCI, SCD): . Mit ihnen kann der Kosten- und Mengenfluß unter Geschäftsprozessen und Kostenstellen erfasst werden. Das Template wird dem Prozess oder der Kostenstelle im Stammsatz fest zugeordnet (siehe auch: Template-Verrechnung auf Prozesse/Kostenstellen (Plan) und Template-Verrechnung auf Prozesse/Kostenstellen (Ist) .
Ergebnisobjekte (Umgebung PAC) , die z.B. für Verwaltungs-, Vertriebs- und andere Dienstleistungsprozesse verwendet werden können, weil mit ihnen auch sehr vielseitige Auswertungen ermöglicht werden. Hier wird das Template in der Ergebnis- und Marktsegmentrechnung (CO-PA) einem Ergebnisobjekt zugeordnet (siehe auch: Template-Verrechnung auf Ergebnisobjekte ).
Plankalkulation (Umgebungen 001 - 003)
Hier wird die Gemeinkosten-Verrechnung von Geschäftsprozessen oder Kostenstellen/Leistungsarten auf die Kalkulationsobjekte über Templates gesteuert. Dabei ermittelt das Template, welche Gemeinkosten in welchem Ausmaß in Anspruch genommen und auf welcher Basis diese Kosten an das Produkt weiterverrechnet werden (siehe auch: Template-Verwendung in der Plankalkulation ).
Easy Cost Planning and Execution Service (Umgebungen 200 – 299)
Diese Kalkulationsmethode ermöglicht eine einfache, ins SAP-System integrierte Kostenplanung. Sie arbeitet mit Ableitungsregeln, zu deren Definition das Template verwendet wird. Die Methode kann u.a. für das Planungsobjekt „Interne Serviceanfrage" verwendet werden (siehe auch: Easy Cost Planning and Execution Services ).
Formelplanung (Umgebungen CPD, CPI, BPP, PCA)
Die Formelplanung ist ein Hilfsmittel der Planung. In der Kostenstellen- und Geschäftsprozessplanung können Sie mit Hilfe des Templates u.a. Kostenarten, statistische Kennzahlen und Leistungsarten planen (siehe auch: Formelplanung Kostenstellen , Formelplanung Geschäftsprozesse , Formelplanung Profit Center ). Für die Kostenstellenplanung benutzen Sie die Umgebungen CPI und CPD, für die Geschäftsprozessplanung die Umgebung BPP, für die der Profit Center PCA.
Prozessmengenermittlung (Umgebung SOP)
Mit dem Template können Sie Prozessoutputmengen ermittlen, und zwar bei der Übernahme disponierter Leistung aus der PP (siehe auch Übernahme Leistungsdisposition). Die Umgebung ist SOP.
Flexibler Einsatz
Templates sind flexibel einsetzbar:
Templates sind unabhängig vom Typ des Empfängerobjektes . Ein bestimmtes Template können Sie für mehrere Empfängerobjekte nutzen. Zum Auswertungszeitpunkt wird mit Hilfe einer Findungsstrategie dynamisch ermittelt, welches Template herangezogen wird. Weitere Informationen finden Sie unter Template für Kostenträger und Kalkulation zuordnen .
Die auszuwertenden Objekte können variabel definiert werden. Sie können Methoden definieren, mit deren Hilfe die Objekte zum Auswertungszeitpunkt dynamisch ermittelt werden. Weitere Informationen finden Sie unter Objektermittlung .
Die Menge kann variabel definiert werden. Die Menge eines Objektes (z. B. eines Geschäftsprozesses), die von einem Empfängerobjekt beansprucht wird, können Sie über Formeln bestimmen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Mengenermittlung .
Einzelne Zeilen (Positionen) des Templates können
aktiv
oder
inaktiv
gesetzt werden. Wenn einzelne Prozesse z.B. nur für bestimmte Empfängerobjekte notwendig sind, für andere jedoch nicht, können Sie mit Hilfe von Methoden genaue Bedingungen definieren, in welchem Fall die Position
aktiv
bzw.
inaktiv
ist. Bei der Anwendung des Templates werden nur die aktiven Positionen berücksichtigt. Weitere Informationen finden Sie unter
Aktivierung
.
Es können Sub-Templates verwendet werden. Verrechnungsdaten können Sie einmalig in einem Template definieren und dann das Template wiederholt als Sub-Template verwenden.
Umgebungen und Funktionen
Um z.B. Objekte und Mengen sowie Aktivierungsbedingungen mit dem Template dynamisch ermitteln zu können, verwenden Sie Formeln und Methoden . Diese benutzen Funktionen .
Eine Vielzahl von Funktionen werden Ihnen mitgeliefert. Welche jeweils benutzt werden können, richtet sich nach dem Verwendungszweck des Templates, d.h. nach der gewählten Umgebung. Wollen Sie darüber hinaus eigendefinierte Funktionen verwenden, können Sie diese anlegen.
Weitere Informationen finden Sie unter Umgebung des Templates.
Ein Template besteht aus Zeilen (Positionen) und Spalten. Welche Zeilen- und Spaltentypen Ihnen jeweils zur Verfügung stehen, richtet sich nach der gewählten Umgebung.
Es gibt u.a. folgende Spalten:
Typ der Zeile, z.B. Prozess, Kostenart, Statistische Kennzahl, Sub-Template, Rechenzeile
Bezeichnung der Zeile der Zeile
Objektspalten , z.B. Name des Prozesses, des Sub-Template, der Rechenzeile
Mengenspalten (Ist/Plan), z.B. Prozessmenge; Statistische Kennzahlenmenge, Ressourcenmenge
Aktivierungsspalten (Ist/Plan)
Siehe auch: