Isterlöse im Kundenauftrags-Controlling
Isterlöse werden im Kundenauftrags-Controlling
zum Zeitpunkt der Faktura auf der kosten- und erlösführenden Kundenauftragsposition fortgeschrieben.
Sie können die Isterlöse im Vergleich zu Planerlösen und zu Kosten jederzeit im Informationssystem des Produktkosten-Controlling
anzeigen.
Die Kosten und Erlöse, die auf der Kundenauftragsposition fortgeschrieben werden, können Sie im Periodenabschluss des Kundenauftrags-Controlling
an ein Ergebnisobjekt der Ergebnisrechnung
(CO-PA) abrechnen. Wenn Sie eine Ergebnisermittlung durchführen, dann werden die Abgrenzunsdaten an das CO-PA abgerechnet.
Hinweis
Die Abwicklung bei Kundenauftrags-Controlling
unterscheidet sich somit von der Abwicklung im Produkt-Controlling
(anonyme Lagerfertigung und bewerteter Kundenauftragsbestand ohne kosten- und erlösführende Kundenauftragsposition).
Führen Sie (zum Beispiel zusätzlich zum Kundenauftrags-Controlling
) ein solches Produkt-Controlling
durch, so werden im Produkt-Controlling
die aus einer Faktura entstehenden Erlöse bei Faktura in das CO-PA weitergeleitet.
Bilanzieren Sie in der Finanzbuchhaltung
(FI) nach dem Umsatzkostenverfahren und arbeiten Sie mit dem bewerteten Kundenauftragsbestand, dann müssen Sie zur Weiterleitung der Kosten des Umsatzes an FI keine Ergebnisermittlung durchführen. Die Kosten des Umsatzes fließen zum Zeitpunkt der Warenausgangsbuchung an die Finanzbuchhaltung
.
Um sicherzustellen, dass die Erlöse auf der Kundenauftragsposition angezeigt werden, müssen Sie die Erlöskonten und ggf. die Erlösschmälerungskonten als primäre Kostenarten des Kostenartentyps 11 (Erlöse) beziehungsweise 12 (Erlösschmälerungen) anlegen. Nehmen Sie die notwendigen Einstellungen vor im Customizing unter .
Um die Kosten an das CO-PA abrechnen zu können, müssen Sie Einstellungen im Customizing der Ergebnisrechnung
vornehmen. Nehmen Sie die notwendigen Einstellungen vor im Customizing unter .
Mit der Fakturierung werden einem Kunden die Lieferungen und Leistungen, die aufgrund eines Kundenauftrages erbracht wurden, in Rechnung gestellt.
Sie erstellen dazu im SD eine Rechnung (Fakturabeleg) auf Basis eines Referenzbelegs. Der Referenzbeleg ist der Terminauftrag bei auftragsbezogener Fakturierung oder der Lieferbeleg bei lieferbezogener Fakturierung.
Dabei werden Daten wie Mengen und Preise aus dem Referenzbeleg in den Fakturabeleg übernommen. Der Preis kann ermittelt werden
über die Preisfindung auf Basis von Konditionen (beispielsweise Material, Kunde)
auf Basis der angefallenen Kosten wenn Sie aufwandsbezogen fakturieren möchten
Wenn Sie einen Fakturabeleg erfassen, dann schlägt das System eine Fakturaart abhängig vom Referenzbeleg vor.
Die Fakturaart bestimmt u.a.
mit welchem Kalkulationsschema die Kontenfindung für die Finanzbuchhaltung
durchgeführt wird
ob die Faktura sofort an die Finanzbuchhaltung
übergeleitet wird
Die Kontenfindung wird über folgende Parametern gesteuert:
den Kontenplan
die Verkaufsorganisation
die Kontierungsgruppe des Debitoren (Feld KontGruppe
im Bild Faktura
des Debitorenstammsatzes)
die Kontierungsgruppe des Materials (Feld Kontierungsgruppe
im Bild Vertrieb 2
des Materialstammsatzes)
den Kontoschlüssel im Kalkulationsschema
Weitere Informationen zur Fakturierung finden Sie im Dokument SD-Vertriebsabwicklung
.
Informationen zu Besonderheiten bei bewertetem Kundenauftragsbestand finden Sie unter Allgemeines zum unbewerteten Kundenauftragsbestand.