
Sie können bei der Definition eines Integrationsprozesses im Prozess-Editor das transaktionale Verhalten beeinflussen. Dadurch können Sie Performance-Verbesserungen erzielen.
Transaktion
Eine Transaktion ist eine Folge von Verarbeitungsschritten, die entweder komplett oder gar nicht ausgeführt wird. Kann eine Transaktion nicht komplett ausgeführt werden, rollt das System alle Verarbeitungsschritte innerhalb der Transaktion zurück. Dadurch wird der Zustand vor Beginn der Transaktion wiederhergestellt.
Die Transaktionssteuerung für Integrationsprozesse ist kein zentraler Transaktions-Manager für eine Systemlandschaft. Verarbeitungsschritte außerhalb des Integration Server kann die Transaktionssteuerung nicht zurück rollen.
Transaktionsgrenzen
Sie können an einem Block festlegen, ob Blockanfang bzw. Blockende Transaktionsgrenzen sind:
Durch geeignete Einstellung für Blockanfang und Blockende können Sie Transaktionen weiter fassen. Dadurch reduziert sich die Anzahl der Schreibzugriffe auf die Datenbank und Sie können Performance-Verbesserungen erreichen.
Transaktionales Verhalten für bestimmte Schritttypen
Normalerweise erzeugt das System zur Laufzeit für einen Schritt eine eigene Transaktion. Die Transaktion umfasst dann nur diesen Schritt. Für bestimmte Schritttypen können Sie jedoch das transaktionale Verhalten beeinflussen. Sie können in den Eigenschaften des Schritts festlegen, dass das System bei der Ausführung des Schritts keine neue Transaktion startet. Das System führt den Schritt dann in der zum Ausführungszeitpunkt gestarteten Transaktion aus. Dadurch wird kein Hintergrund-Workitem für den Schritt erzeugt und die Anzahl der Datenbankzugriffe verringert sich. Auf diese Weise können Sie Performance-Verbesserungen erzielen.
Sie können das transaktionale Verhalten für folgende Schritttypen beeinflussen:
Sie können das transaktionale Verhalten beim asynchronen und synchronen Senden von Messages und beim Senden von Acknowledgments beeinflussen.
Weitere Informationen:
Message aus Integrationsprozess asynchron senden
Weitere Informationen: Messages bündeln, auftrennen und transformieren
Weitere Informationen: Empfängerermittlungsschritt
Optimierung des transaktionalen Verhaltens
Beachten Sie bei der Definition des transaktionalen Verhaltens folgende Punkte:
Weiter gefasste Transaktionen und das Ausführen bestimmter Schritte ohne Erzeugen einer neuen Transaktion können zu einem höheren Hauptspeicherbedarf führen. Steigt der Hauptspeicherbedarf zu stark an, sollten Sie die Transaktionsgrenzen enger definieren bzw. für die entsprechenden Schritte das Erzeugen einer neuen Transaktion festlegen.
Die technische Sicht des Workflow-Protokolls zeigt keine Detailinformationen für Schritte, für die kein Workitem erzeugt wurde. Tritt ein Fehler auf, zeigt das Workflow-Protokoll die Fehlerinformation am letzten ausgeführten Schritt. Folgendes Beispiel erläutert dies:
Ein Prozess enthält einen Transformationsschritt, der innerhalb einer weiter gefassten Transaktion ausgeführt wird. Bei der Ausführung des Transformationsschritts tritt im Mapping ein Fehler auf und das System rollt die Transaktion zurück. Da für den Transformationsschritt kein Workitem erzeugt wurde, enthält das Workflow-Protokoll keinen Eintrag für den Transformationsschritt. Die Fehlerinformation finden Sie im Workflow-Protokoll beim letzten ausgeführten Schritt.