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Transaktionales Verhalten eines IntegrationsprozessesLocate this document in the navigation structure

Verwendung

Sie können bei der Definition eines Integrationsprozesses im Prozess-Editor das transaktionale Verhalten beeinflussen. Dadurch können Sie Performance-Verbesserungen erzielen.

Transaktion

Eine Transaktion ist eine Folge von Verarbeitungsschritten, die entweder komplett oder gar nicht ausgeführt wird. Kann eine Transaktion nicht komplett ausgeführt werden, rollt das System alle Verarbeitungsschritte innerhalb der Transaktion zurück. Dadurch wird der Zustand vor Beginn der Transaktion wiederhergestellt.

Achtung

Die Transaktionssteuerung für Integrationsprozesse ist kein zentraler Transaktions-Manager für eine Systemlandschaft. Verarbeitungsschritte außerhalb des Integration Server kann die Transaktionssteuerung nicht zurück rollen.

Transaktionsgrenzen

Sie können an einem Block festlegen, ob Blockanfang bzw. Blockende Transaktionsgrenzen sind:

  • Für den Blockanfang können Sie festlegen, dass das System eine neue Transaktion startet.
  • Für das Blockende können Sie festlegen, dass das System die aktuell gestartete Transaktion beendet (COMMIT WORK). Das System beendet die zum aktuellen Zeitpunkt geöffnete Transaktion, unabhängig davon, wo diese gestartet wurde. Wurde z. B. am Blockanfang keine neue Transaktion gestartet, wird die zuletzt davor gestartete Transaktion fortgesetzt.

Durch geeignete Einstellung für Blockanfang und Blockende können Sie Transaktionen weiter fassen. Dadurch reduziert sich die Anzahl der Schreibzugriffe auf die Datenbank und Sie können Performance-Verbesserungen erreichen.

Transaktionales Verhalten für bestimmte Schritttypen

Normalerweise erzeugt das System zur Laufzeit für einen Schritt eine eigene Transaktion. Die Transaktion umfasst dann nur diesen Schritt. Für bestimmte Schritttypen können Sie jedoch das transaktionale Verhalten beeinflussen. Sie können in den Eigenschaften des Schritts festlegen, dass das System bei der Ausführung des Schritts keine neue Transaktion startet. Das System führt den Schritt dann in der zum Ausführungszeitpunkt gestarteten Transaktion aus. Dadurch wird kein Hintergrund-Workitem für den Schritt erzeugt und die Anzahl der Datenbankzugriffe verringert sich. Auf diese Weise können Sie Performance-Verbesserungen erzielen.

Sie können das transaktionale Verhalten für folgende Schritttypen beeinflussen:

Optimierung des transaktionalen Verhaltens

Beachten Sie bei der Definition des transaktionalen Verhaltens folgende Punkte:

  • Hauptspeicherbedarf

    Weiter gefasste Transaktionen und das Ausführen bestimmter Schritte ohne Erzeugen einer neuen Transaktion können zu einem höheren Hauptspeicherbedarf führen. Steigt der Hauptspeicherbedarf zu stark an, sollten Sie die Transaktionsgrenzen enger definieren bzw. für die entsprechenden Schritte das Erzeugen einer neuen Transaktion festlegen.

  • Fehleranalyse im Workflow-Protokoll

    Die technische Sicht des Workflow-Protokolls zeigt keine Detailinformationen für Schritte, für die kein Workitem erzeugt wurde. Tritt ein Fehler auf, zeigt das Workflow-Protokoll die Fehlerinformation am letzten ausgeführten Schritt. Folgendes Beispiel erläutert dies:

    Tipp

    Ein Prozess enthält einen Transformationsschritt, der innerhalb einer weiter gefassten Transaktion ausgeführt wird. Bei der Ausführung des Transformationsschritts tritt im Mapping ein Fehler auf und das System rollt die Transaktion zurück. Da für den Transformationsschritt kein Workitem erzeugt wurde, enthält das Workflow-Protokoll keinen Eintrag für den Transformationsschritt. Die Fehlerinformation finden Sie im Workflow-Protokoll beim letzten ausgeführten Schritt.