Anlegen von Bestellvorschlagspositionen (PWB)
Mit dieser Funktion können Sie in der Produkt-Workbench neue Bestellvorschlagspositionen
für Lokationsprodukte im Bild Gewählte Lokationsprodukte
anlegen.
Sie legen entweder eine neue Position zu einem passenden vorhandenen (siehe
„Voraussetzungen“) Bestellvorschlag oder einen neuen Bestellvorschlag an.
Nach Eingeben von Daten in den folgenden änderbaren Feldern, aktualisiert das System automatisch die abhängigen Daten:
Beim Ändern der Bestellvorschlagsmenge führt das System folgende Änderungen und Prüfungen aus:
Es belegt die Bestellmengeneinheit (falls noch leer) mit der Standard-Bestellmengeneinheit der angegebenen Quelllokation vor. Bei eingeschalteter Rundung rundet SAP F&R die eingegebene Menge automatisch auf die entsprechende Rundungsmengeneinheit.
Es zeigt die Mengeneinheit mit dem Umrechnungsfaktor von der Bestellmengeneinheit
(BME) in die Basismengeneinheit (Basis-ME) an, (z. B. von BME 20
Kartons
in Basis-ME 200 Stück
.
Es belegt die abhängigen Datumsangaben mit Bezug zum aktuellen Datum vor: Dispositionsdatum, Freigabedatum, Bestelldatum, Warenausgangsdatum, Lieferdatum, Verfügbarkeitsdatum.
Es belegt die Nachschubrelevanz (falls noch leer) mit dem Wert 1 (für den automatischen Nachschub in der empfangenden Lokation als Wareneingang relevant).
Wenn im Customizing die Kontraktfindungsart Nummernermittlung
eingestellt
ist, belegt es die Kontraktnummer mit dem Ergebnis der Kontraktermittlung
vor und zeigt den zugeordneten Kontrakt und (oder) potentiell auswählbare
Kontrakte an.
Es überprüft, ob für das Lokationsprodukt zum Dispositionsdatum eine temporäre Dispositionssperre für manuelle Disposition (auf der Ebene Lokation, Lokationsprodukt, Produkt) vorliegt. Wenn dies der Fall ist, gibt das System eine Meldung im F&R Applikationslog aus.
Es aktualisiert den Bestandswert in Bestellmengeneinheit.
Es aktualisiert den Einkaufs- und Verkaufswert.
In der Spalte Sichern als Bestellvorschlagsposition
kennzeichnet
das System durch ein Symbol (mit der Quick-Info BVP sichern)
,
dass eine Sicherung erforderlich ist.
Ausnahmen (z. B. bei der Kontraktermittlung erzeugte) zeigt das
System im F&R Applikationslog
an.
Beim Ändern der Bestellvorschlagsmenge führt das System folgende Änderungen und Prüfungen aus:
Es zeigt die Mengeneinheit mit dem Umrechnungsfaktor von der Bestellmengeneinheit
in die Basismengeneinheit an, z. B. von BME 20 Kartons
in
Basis-ME 200 Stück
.
Es aktualisiert den Bestandswert in Bestellmengeneinheit.
Wenn die Bestellmenge > 0 ist und im Customizing die Kontraktfindungsart Nummernermittlung
eingestellt
ist, aktualisiert es die Kontraktnummer mit dem Ergebnis der Kontraktermittlung.
In der Spalte Sichern als Bestellvorschlagsposition
kennzeichnet
das System durch ein Symbol, dass eine Sicherung erforderlich ist.
Beim Ändern des Lieferdatums führt das System folgende Änderungen und Prüfungen aus:
Es prüft, ob das eingegebene Lieferdatum nicht in der Vergangenheit liegt und berechnet automatisch die abhängigen Datumsangaben: Dispositionsdatum, Freigabedatum, Bestelldatum, Warenausgangsdatum, Verfügbarkeitsdatum.
Es prüft, ob für das Lokationsprodukt zum Dispositionsdatum – SAP
F&R berechnet dieses aus dem eingegebenen Lieferdatum – eine temporäre
Dispositionssperre für manuelle Disposition (Ebene Lokation, Lokationsprodukt,
Produkt) vorliegt. Wenn ja, gibt das System eine Meldung im F&R
Applikationslog
aus.
Es prüft, ob das Lokationsprodukt zum eingegebenen Lieferdatum
gelistet ist. Wenn nein, gibt das System eine Meldung im F&R
Applikationslog
aus und zeigt das nächstmögliche Lieferdatum
in einem separaten Dialogfenster an.
Es prüft, ob zum eingegebenen Lieferdatum die abhängigen Datumsangaben einhaltbar sind. Wenn das errechnete Dispositionsdatum in der Vergangenheit liegen würde oder die Terminierung ein anderes Lieferdatum errechnet, öffnet SAP F&R ein Dialogfenster, in dem Sie die entsprechenden Datumsangaben manuell eingeben können.
Wenn die Kontraktnummer angegeben ist, prüft das System, ob dieser
Kontrakt zum Dispositionsdatum und zur Bezugsquelle gültig ist und löscht
ihn andernfalls. Wenn keine Kontraktnummer vorhanden und im Customizing für
die Kontraktermittlung die Kontraktfindungsart Nummernermittlung
eingestellt
ist, aktualisiert das System die Kontraktnummer mit dem Ergebnis der Kontraktermittlung.
In der Spalte Sichern als Bestellvorschlagsposition
kennzeichnet
das System durch ein Symbol, dass eine Sicherung erforderlich ist.
Beim Übernehmen einer anderen Bezugsquelle überschreibt das System die Eingabefelder (u. a. die Bestellvorschlagsmenge), löscht die von der Bezugsquelle abhängigen Daten und aktualisiert – ebenfalls abhängig von der im Dialog ausgewählten Bezugsquelle – folgende Daten:
Quelllokation
Einkaufsorganisation
Konsignationskennzeichen
Bezugsquellentyp (intern oder extern)
Lieferantenteilsortiment
Standard-Bestellmengeneinheit
(sowie die von der Bestellmengeneinheit abhängigen Felder, z. B. den Bestand in Bestellmengeneinheit)
Sie haben die Voraussetzungen für das Anzeigen und Bearbeiten von Daten zu ausgewählten Lokationsprodukten geschaffen.
Damit das System zu einem Lokationsprodukt einen passenden Bestellvorschlag für eine von Ihnen neu angelegte BVP vorschlagen kann, muss der BV folgende Kriterien erfüllen:
er ist noch nicht freigegeben
er ist nicht durch einen Anwender gesperrt (SAP F&R zeigt in den Sperrinformationen zum BV die Sperrart an.)
das Lokationsprodukt kommt im ausgewählten Bestellvorschlag noch nicht vor
Quell- und Ziellokation sind mit denen des Lokationsprodukts identisch
Sie können zum Lokationsprodukt die Bestellvorschlagsmenge sowie die folgenden Daten ändern und beim Sichern dieser Daten eine BVP in einem vorhandenen oder in einem neuen BV anlegen (Angaben zur Aktualisierung der weiteren abhängigen Daten finden Sie unter „Integration“):
Bestellvorschlagsmenge
Das System rundet die Bestellvorschlagsmenge automatisch nach vorhandenen Rundungsinformationen. Weitere Informationen über Rundung finden Sie unter Bedarfsmengenoptimierung (BMO).
Empfehlung
Wir empfehlen, immer mit der Eingabe einer Bestellvorschlagsmenge zu beginnen, weil dies zur Vorbelegung der abhängigen Daten führt.
Bestellmengeneinheit
SAP F&R belegt dieses Feld mit der standardmäßigen Bestellmengeneinheit (nicht der alternativen BME) der angegebenen Quelllokation vor.
Lieferdatum
Nachschubrelevanz
Dieses Kennzeichen gibt an ob und wo (z. B. in der empfangenden und der Lieferlokation) die Bestellvorschlagsposition für den automatischen Nachschub relevant ist.
Änderungsgrund
Wenn Ihre Customizing-Einstellungen einen Änderungsgrund vorsehen, müssen Sie diesen bei der BV-Änderung angeben.
Kontraktnummer
Wenn Ihre Customizing-Einstellungen hierzu die Änderbarkeit vorsehen, können Sie eine Kontraktnummer manuell eingeben oder ändern. Das System überprüft deren Gültigkeit und setzt ungültige Eingaben zurück.
Anzeige eines zugeordneten Kontrakts oder der Kontraktexistenz
Wenn im Customizing die Kontraktfindungsart Nummernermittlung oder Existenzermittlung eingestellt ist, führt SAP F&R nach einer Eingabe in einem der änderbaren Felder eine automatische Kontraktfindung zum Dispositionsdatum (falls noch leer zum aktuellen Datum) durch. Das System kennzeichnet folgende Ermittlungsergebnisse durch Symbole.
Wenn eine gültige Kontraktnummer zugeordnet ist, können Sie in einem Dialogfenster zugehörige Kontraktdaten anzeigen.
Wenn Existenzermittlung
eingestellt
ist, prüft das System, ob es einen potentiell gültigen Kontrakt gibt. Weitere
Informationen finden Sie unter Verwenden
von Kontraktinformationen in Bestellvorschlagspositionen.
Auswahl einer anderen Bezugsquelle
Weitere Informationen finden Sie unter Übergreifende Funktionen in den Workbenches der BVV.
Sie können die zum ausgewählten Lokationsprodukt geänderten Daten auf folgende Arten sichern:
Zeilenorientiertes Sichern (Funktionsaufruf in einer Zeile des Teilbilds)
Das System legt zu einem Lokationsprodukt eine BVP entweder in einem vorhandenen oder in einem neuen BV an. Dabei prüft das System, ob es zur ausgewählten Lieferbeziehung (der Quelllokation zur Ziellokation) einen BV gibt, der das Lokationsprodukt noch nicht enthält. Wenn ein solcher Bestellvorschlag vorhanden ist, fügt das System das ausgewählte Lokationsprodukt darin ein. Wenn das System mehrere passende Bestellvorschläge ermittelt, können Sie in einem Dialogfenster einen davon auswählen. Wenn kein passender BV vorhanden ist, legt das System einen neuen BV mit dem Lokationsprodukt an.
Hinweis
Beim Anlegen oder Ändern einer BVP ermittelt das System automatisch die dispositionsrelevanten Daten (z. B. das Lieferdatum).
Lokales Sichern (auf der Ebene des Teilbilds)
Wenn Sie in der Symbolleiste des Teilbilds Gewählte
Lokationsprodukte
die geänderten Daten sichern, legt das System
ein oder mehrere Bestellvorschläge gemäß den im Customizing definierten Gruppierungskriterien
an.
Globales Sichern (auf der Ebene des Arbeitsvorrats)
Die globale Sicherung über die Haupt-Symbolleiste (direkt unterhalb der Menüleiste) sichert gleichzeitig die Änderungen der folgenden Teilbilder:
Gewählte Lokationsprodukte
Bestellvorschläge zum Lokationsprodukt
Zeitreihen zum Lokationsprodukt
Globales Sichern wirkt sich in den einzelnen Bildern wie lokales Sichern aus.
Hinweis
Nachdem SAP F&R die Bestellvorschläge erzeugt hat, leert das
System die Eingabefelder im Übersichtsbild Gewählte Lokationsprodukte
wieder
und damit auch die abhängigen Felder des betreffenden Lokationsproduktes.
Die gerade neu erzeugten oder geänderten (mit einer neuen Position
versehenen) Bestellvorschläge sind im Bild Bestellvorschläge
zum Lokationsprodukt
nicht sofort sichtbar. Dies geschieht
nur, wenn das betreffende Lokationsprodukt gerade fokussiert ist.
Sie erfassen eine Bestellvorschlagsmenge sowie weitere Daten und sichern Ihre Eingaben. Das System aktualisiert die abhängigen Daten und erstellt eine neue Bestellvorschlagsposition.
Um einen Bestellvorschlag weiter zu bearbeiten, fokussieren Sie
im Teilbild Bestellvorschläge zum Lokationsprodukt
einen
BV und ändern dessen Angaben. Weitere Informationen finden Sie unter Anzeigen
und Bearbeiten der Bestellvorschläge zum Lokationsprodukt.