Verwenden von Kontraktinformationen in Bestellvorschlagspositionen
Sie können importierte Kontraktdaten in SAP F&R anzeigen und auswerten. Das System ermittelt Kontrakte zu Bestellvorschlagspositionen (BVP), die Sie automatisch anlegen oder manuell anlegen und ändern. Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie vom System automatisch vorgenommene Zuordnungen von Kontrakten manuell ändern. Sie legen keine Kontrakte in SAP F&R an und löschen dort auch keine Kontrakte.
SAP F&R berücksichtigt Kontraktinformationen in folgenden Bereichen:
bei der automatischen Disposition im F&R Processor
Wenn der FRP-Lauf einen Kontrakt zu Bestellvorschlagspositionen ermittelt, erzeugt das System eine Ausnahme. Wenn für eine BVP mit Kontraktbezug nur manuelles Freigeben möglich sein soll, können Sie diese Ausnahme im Customizing als freigaberelevant festlegen.
beim manuellen Bearbeiten einer BVP:
in der Dispositions-Workbench
Dort können Sie für eine ausgewählte Bestellvorschlagsposition die zugehörigen Kontraktinformationen (aller dazu potentiell gültigen Kontrakte) anzeigen.
in der Produkt-Workbench
Dort können Sie für ein ausgewähltes Lokationsprodukt die zugehörigen Kontraktinformationen (aller dazu potentiell gültigen Kontrakte) anzeigen.
Mit einem Business Add-In (/FRE/DB_CONTRACT_BADI_001
)
können Sie eine kundenspezifische Kontraktfindungslogik implementieren. Weitere
Informationen finden Sie im Einführungsleitfaden (IMG) des Forecasting
and Replenishment
unter .
SAP F&R überträgt Änderungen, die Sie an der Kontraktnummerzuordnung vornehmen, zusammen mit den Bestellvorschlagsdaten an das SAP-Retail-System.
Einschränkungen
An folgenden Stellen berücksichtigt SAP F&R keine Kontraktinformationen:
Dispositions-Workbench für Filialen
Ursachenermittlung
SAP F&R übernimmt keine kontraktspezifischen Preise, führt keine OTB-Prüfung für Kontrakte und keine zweistufige Kontraktfindung im Falle von Cross-Docking durch.
Eine Deltaübertragung von Kontraktdaten aus SAP ECC (z. B. mit geänderter offener Menge) aktualisiert nicht automatisch die zugehörigen Bestellvorschlagsdaten in SAP F&R.
Sie haben Kontraktdaten aus dem SAP-Retail-System (oder einem anderen Einkaufssystem) über die Eingangsschnittstelle für Kontraktinformationen importiert.
Im Standard führt das System keine Kontraktermittlung durch. Um Kontraktinformationen bei der Neuanlage oder beim Ändern einer BVP zu ermitteln, haben Sie im Customizing der Kontraktermittlung eine der folgenden Kontraktfindungsarten eingestellt:
Existenzermittlung
Das System prüft, ob mindestens ein potentiell gültiger Kontrakt zum Produkt der Bestellvorschlagsposition existiert.
Nummernermittlung
Das System prüft, ob gültige Kontrakte zum Produkt der BVP vorliegen. Wenn dies der Fall ist, ordnet das System eine Kontraktnummer zu.
Hinweis
Darüber hinaus können Sie in diesem Customizing u. a. steuern, ob Sie eine Änderung der Kontraktzuordnung in der Dispositions- und Produkt-Workbench zulassen wollen und ob Sie ggf. nur Mengen- oder nur Wertkontrakte berücksichtigen wollen.
Für SAP F&R ist ein Kontrakt gültig, wenn das Kontraktermittlungsdatum innerhalb der Kontraktgültigkeit liegt. Wenn für einen Kontrakt keine Überbuchung erlaubt ist, berücksichtigt ihn die Nummernermittlung nur bis zum Erreichen des Kontraktlimits.
Das Ergebnis der Kontraktermittlung ist stets nur zum Ausführungszeitpunkt für die ausgewählte BVP relevant. Das anschließende Anlegen von weiteren BVPs kann bei der Kontraktermittlung zu einem anderen Ergebnis führen.
Weitere Informationen finden Sie im IMG unter .
Wenn Sie die Kontraktzuordnung einer BVP in der Dispositions-Workbench
(Übersichtsbild) bearbeiten wollen, müssen die Positionen änderbar und noch
nicht freigegebenen sein. Darüber hinaus haben Sie im oben genannten Customizing
das Kennzeichen Kontraktzuordnung BVP änderbar
gesetzt.
Sie können Kontraktinformationen zu einer BVP in der Bestellvorschlagsverwaltung anzeigen. Abhängig von ihren Customizing-Einstellungen zur Kontraktermittlung, sind sie entweder das Ergebnis der Existenzermittlung oder der Nummernermittlung:
Das System füllt in der Bestellvorschlagsposition folgende Spalten mit den ermittelten Informationen:
Kontraktnummer
Nummer des der Position zugeordneten Kontrakts
Kontraktzuordnung
Absprung in die Detaildaten des zugeordneten Kontrakts
Kontraktinformationen
Absprung in die Übersicht aller vom System ermittelten und für die BVP potentiell gültigen Kontrakte
In den zuvor genannten Absprüngen zeigt das System u. a. das über
die Eingangsschnittstelle gesetzte Varianten
-, Überbuchungs
-
und (zur Einkaufsorganisation) das Relevanzkennzeichen
an.
Beim Ändern einer Bestellvorschlagsposition, beispielsweise beim Ändern der Bestellmenge oder des Lieferdatums, oder beim Hinzufügen neuer Positionen ermittelt das System die Kontrakte zur BVP neu.
Sie können in der Dispositions-Workbench und in der Produkt-Workbench (s. “Voraussetzungen”) die Nummer des der BVP zugeordneten Kontrakts ändern, löschen oder neu eingeben.
Sie können Kontraktdaten auf folgende Weise löschen:
Kontraktdaten mit abgelaufener Gültigkeit über den Reorganisationsreport (/FRE/DB_CONTRACT_REORG
). Dabei rechnet das System eine im Customizing einstellbare Nachlaufzeit
(Karenzzeit
) zum Gültigkeitsendedatum des Kontrakts
hinzu.
Das bloße Erfüllen eines Kontraktes, ohne dass das Ende des Gültigkeitszeitraumes erreicht ist, führt nicht zum Löschen des Kontrakts. Nur mit diesem Report können Sie Kontrakte ohne Ziellokation löschen.
über das Löschen stammdatenabhängiger Daten (diese Funktion dient der Verbesserung der System-Performance)
Beim Löschen von Lokationsprodukten können Sie die zum Lokationsprodukt gehörenden abhängigen Daten – einschließlich der Kontraktdaten zum Lokationsprodukt – mit löschen. Dies ist nur möglich für Kontrakte mit Ziellokation.
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