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 PPM-Ersetzungen

Einsatzmöglichkeiten

Neben dem Aufruf der Produktions- und Feinplanung (CTP) können Sie mit Hilfe von PPM-Ersetzungen die Produktionsweise und Produktionstiefe in einer Regel abbilden. Mehrere Produktionsprozessmodelle(PPMs) zu einem Lokationsprodukt können Sie in einem PPM-Ersetzungsschema hinterlegen.

Wenn ein PPM geprüft wird, gibt die Produktions- und Feinplanung die Information zurück, ob die komplette Menge bestätigt werden kann. Kann die komplette Menge gemäß den Parametern im Berechnungsprofil nicht bestätigt werden, wird keine Bestätigung zurückgegeben und das nächste PPM geprüft. Bei der Regelauswertung wird die PPM-Ersetzung zurückgegeben, die als erste Ersetzung zu 100% bestätigt werden kann. Dies bezieht sich jedoch nur auf die Menge; der Termin kann sich hierbei verschieben.

Voraussetzungen

  • Sie müssen den Aufruf der Produktions- und Feinplanung eingestellt haben. Weitere Informationen finden Sie unter dem Abschnitt Capable-To-Promise (CTP) . Wir empfehlen den Aufruf von PP/DS über die Lokationsfindungsaktivität einzustellen. Damit wird gewährleistet, daß bei fehlendem PPM eine ATP-Prüfung erfolgen kann, ohne PP/DS aufzurufen.

  • Sie haben ein PPM-Ersetzungsschema angelegt. Dazu haben Sie vom Bild SAP Easy Access aus Anfang des Navigationspfads Stammdaten Navigationsschritt Regelpflege Navigationsschritt Integrierte Regelpflege Ende des Navigationspfads ProProzMod-Ersetzungen gewählt.

    • Die ersten drei Felder (Lokation, Produkt, Stufe) sind obligatorisch. Das Feld PPM-Name kann frei bleiben.

    • Pro Lokationsprodukt können Sie mehrere PPMs eingeben.

    • Die Stufennummer legt fest, wie die Ergebnisliste einer Regel sortiert sein soll.

  • Sie haben das PPM-Ersetzungsschema in eine Regel aufgenommen, wobei die Regel nur eine Ersetzung erlauben darf. Weitere Informationen finden Sie unter dem Abschnitt Anzahl der Ersetzungen einschränken .

  • Sie haben sichergestellt, dass das PPM-Ersetzungsschema mindestens ein weiteres Ersetzungsschema enthält.

    Wenn das System PPMs für die Ersetzungen finden soll, muss die Regel zusätzlich zum PPM-Ersetzungsschema andere Ersetzungsschemata enthalten. Dabei müssen die Lokationsprodukte in dem PPM-Ersetzungsschema inhaltlich zu den Ersetzungen passen.

  • Sie haben in der Prüfvorschrift das Kennzeichen Regelbasierte ATP gesetzt.

  • Sie haben eine Regelsteuerung angelegt , die die Auswertung mehrerer Schemata (ein Ersetzungsschema und ein PPM-Schema) festlegt. In dieser Regelsteuerung haben Sie auch eine Ersetzungsstufe für die PPM-Ersetzung gewählt.

Ablauf

Im folgenden Ablauf wird mit der Kontingentierung gearbeitet.

  1. Es wird eine Lokationsproduktliste aus den in der Regel ausgegebenen Schemata erstellt. Dies kann entweder ein Lokationsfindungs- und/oder ein Produktsubstitutionsschemasein, oder alternativ dazu ein Lokationsproduktersetzungsschema. Dabei wird die Reihenfolge der Lokationsprodukte durch die Regelsteuerung der aktuellen Regel unter Berücksichtigung des Wunschlokationsproduktes errechnet.

  2. Auf Basis dieser geordneten Lokationsprodukt-Liste werden im zweiten Schritt die PPM-Ersetzungen aufgebaut. Das bedeutet, wenn ein Lokationsprodukt in dieser Grundmenge fehlt, so wird es nicht in die Prüfung einbezogen, selbst wenn dafür eine Zeile in der zugehörigen PPM-Ersetzungstabelle existiert. Für jedes Lokationsprodukt der Grundmenge wird das PPM-Ersetzungsschema nach passenden Einträgen durchsucht. (Passender Eintrag bedeutet gleiches Lokationsprodukt). Sollte innerhalb des PPM-Ersetzungsschemas kein passender Eintrag existieren, so wird dieses Lokationsprodukt aus der Grundmenge entfernt und nicht geprüft! Sollten im PPM-Ersetzungsschema ein oder mehrere passende Einträge vorhanden sein, so werden ein oder mehrere komplette Ersetzungen (bestehend aus Lokationsprodukt, Stufe und PPM) an die Ergebnisliste angefügt.

  3. Die Ergebnisliste wird nach der Stufennummer sortiert, wobei die Reihenfolge mehrerer Ersetzungen innerhalb einer Stufe durch die Sortierung nicht beeinträchtigt wird, d.h. die ursprüngliche Reihenfolge der Lokationsprodukte in der Grundmenge bleibt innerhalb der Stufe erhalten. Die kleinste Stufe hat höchste Priorität, erscheint also in der Ergebnisliste vorne (d.h. wird zuerst geprüft).

  4. Für jede Zeile der Ergebnisliste wird eine Kontingentierung ausgeführt, wobei alle Zeilen auf das gleiche Kontingentierungsschema führen. Da später jedoch höchstens eine Kombination ausgewählt wird, stellen alle Kombinationen der Liste aus Sicht der Kontingentierung Alternativen zueinander dar. Dies bedeutet, daß die Kontingentierung für eine Kombination aus der Liste nicht die Belegungen der vorhergehenden Kombinationen berücksichtigt.

  5. Nachdem alle Zeilen geprüft worden sind, wird die erste Lokationsprodukt/PPM-Kombination aus der Liste ausgewählt, die komplett bestätigt wurde. Nach der Bestätigungslogik von PP/DS ist sichergestellt, daß dies eine Bestätigung ist, die innerhalb der Toleranz liegt.