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 Vergangene Prognosen

Verwendung

Das System ermittelt die Prognose für die Anzahl von Perioden, die Sie im Prognoseprofil im Feld Prognoseperioden angegeben haben, und sichert das Ergebnis. Wenn das System eine Periode später erneut die Standardabweichung berechnet, ermittelt es wiederum die Prognose für diese Anzahl von Perioden und sichert das Ergebnis. Damit überschreibt das System aber die Prognose für alle Perioden bis auf die erste Periode der vorherigen Ermittlung. Das heißt, Sie haben auf die vorher ermittelten Prognoseergebnisse keinen Zugriff mehr.

Wenn ein Lokationsprodukt jedoch beispielsweise eine Wiederbeschaffungszeit von mehr als einer Periode hat, benötigen Sie möglicherweise auch die Ergebnisse der vorhergehenden Prognoseermittlungen, um exakt planen zu können. Deshalb zeichnet das System zusätzlich zu dem oben beschriebenen Vorgang alle ermittelten Prognoseergebnisse als vergangene Prognosen auf.

Die folgende Grafik stellt den Vorgang des Überschreibens und den des Aufzeichnens vergangener Prognosen dar:

Funktionsumfang

Anzeigen vergangener Prognosen

Vergangene Prognosen können Sie für eine Kombination aus Lokationsprodukt und Kennzahl wie beispielsweise Prognose: Bedarf vom Bild SAP Easy Access aus unter Anfang des Navigationspfads Advanced Planning and Optimization Navigationsschritt Ersatzteilplanung (SPP) Navigationsschritt Planung Navigationsschritt Prognose Navigationsschritt Vergangene Prognosen Ende des Navigationspfads ansehen.

Das System zeigt in diesem Bild für jedes Lokationsprodukt folgende Informationen an:

  • die Prognosestrategie, nach dem das System die vergangenen Prognosen ermittelt hat

  • die Anzahl der Perioden, die das System verwendet, um die Standardabweichung zu berechnen

    Diese Anzahl haben Sie im Prognoseprofil für dieses Lokationsprodukt auf der Registerkarte Modellparameter angegeben.

  • den Zeitversatz für die Prognoseerstellung

    Diesen Zeitversatz haben Sie im Prognoseprofil auf der Registerkarte Allgemein angegeben.

  • die vergangen Prognosen

    In der Spalte Kennzahlen sehen Sie die Perioden, in denen das System die Prognosen erstellt hat. Das System zeigt in dieser Spalte so viele Perioden an, wie es verwendet, um die Standardabweichung zu berechnen.

    In den folgenden Spalten sehen Sie die Prognosen für jede Periode ab der Erstellungsperiode. Pro Spalte ist jeweils ein Wert grün hinterlegt. Ein grün hinterlegter Wert ergibt sich immer aus dem Prognosewert, den das System vor der im Feld Prognoseerstellung mit Zeitversatz definierten Anzahl an Perioden für die jeweilige Periode ermittelt hat.

    In der letzten Zeile übernimmt das System für jede Periode den grün hinterlegten Wert. Das heißt, in der letzten Zeile sehen Sie die zusammengesetzte vergangene Prognose für ein Lokationsprodukt.

Neuberechnung der Prognose in der Vergangenheit

Wenn Sie entweder manuell für ein Lokationsprodukt ein anderes Prognosemodell auswählen, oder wenn das System im Rahmen der automatischen Modellauswahl ein neues Prognosemodell auswählt, hat das System für dieses Lokationsprodukt lediglich die vergangenen Prognosen aufgezeichnet, die es nach dem vorherigen Prognosemodell ermittelt hat. Vergangene Prognosen, die nach dem neu gewählten Prognosemodell ermittelt sind, sind zunächst nicht vorhanden.

Das System setzt jedoch für jedes Lokationsprodukt, für das sich das Prognosemodell ändert, den Trigger Prognosemodellwechsel (SPP_FCSTMODEL_CHANGE). Wenn Sie für diese Lokationsprodukte vergangene Prognosen nach dem neu gewählten Prognosemodell benötigen, können Sie in einem Planungsprofil des Planungsservice-Managers (PSM) den Planungsservice SPP: Neuberechnung d. Prognose in d. Vgh. (SPP_RECALC_HISTFCST) einplanen.

Hinweis Hinweis

Für diesen Planungsservice müssen Sie als Methode zur Paketbildung die Methode LokProd f. Neuber. d. Progn. in d. Vgh. (SPP_LOCPROD_FCSTRECALC) auswählen.

Weitere Informationen zum Einplanen eines Planungsservices im PSM finden Sie unter Nutzung des Planungsservice-Managers für die Ersatzteilplanung .

Ende des Hinweises

Der Planungsservice-Manager berücksichtigt in der Methode zur Paketbildung LokProd f. Neuber. d. Progn. in d. Vgh. nur die Lokationsprodukte entsprechend der Selektion, für die der Trigger Prognosemodellwechsel gesetzt ist. Das System geht für jedes dieser Lokationsprodukte um die gesamte Absatzhistorie des Lokationsprodukts und je nach Modell um die Initialisierungsperiode in die Vergangenheit zurück. Von diesem Zeitpunkt in der Vergangenheit aus ermittelt der Planungsservice SPP: Neuberechnung d. Prognose in d. Vgh. für jede der nachfolgenden Perioden die Prognose für das Lokationsprodukt nach dem geänderten Prognosemodell. Das heißt, der Planungsservice berechnet die Prognose für ein Lokationsprodukt, für das sich das Prognosemodell geändert hat, in der Vergangenheit neu und zeichnet die Ergebnisse dieser Neuberechnung als vergangene Prognosen auf.

Hinweis Hinweis

Für die Prognose nach Leitindikator sichert das System keine vergangenen Prognosen und führt keine Neuberechnung der Prognose in der Vergangenheit durch.

Ende des Hinweises