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 Ermitteln der Bedarfstermine für Komponenten

Verwendung

Mit dieser Funktion können Sie die Bedarfstermine der Komponenten abhängig von der Struktur des Liniennetzes genau bestimmen. Dies ist besonders bei komplexen Linien mit relativ langen Durchlaufzeiten wichtig, da hier die Bedarfstermine stark vom Startzeitpunkt eines Auftrags abweichen können.

Die exakte Bestimmung der Bedarfstermine ist sowohl für einfache Liniennetze, als auch für Liniennetze mit Alternativliniengruppen möglich.

Integration

Die Bedarfstermine ermittelt das System bei einer Taktterminierung, die es im SAP-APO-System im Rahmen der Produktionsplanung mit der Planungsmatrix durchführt. Siehe auch: Taktterminierung und Taktterminierung bei Liniennetzen .

Weitere Informationen hierzu erhalten Sie in der Dokumentation zur Planungsmatrix in SAP APO.

Voraussetzungen

Sie haben im integrierten Produkt- und Prozess-Engineering ein komplettes Datenmodell abgebildet. Dabei haben Sie die Komponenten den Aktivitäten (siehe auch Zuordnung der Komponenten ) und die Aktivitäten im Rahmen der Abtaktung den Linienabschnitten zugeordnet.

Funktionsumfang

  • Durch die Zuordnung der Aktivitäten zu Linienabschnitten bestimmen Sie indirekt auch, an welchen Orten in der Linie bestimmte Komponenten eingebaut werden. Über die Linie und die Abtaktung legen Sie also auch die Einbauorte für Komponenten fest. Dadurch hat das System die Möglichkeit, Zeitverschiebungen für Komponenten relativ zum Auftragsstart zu bestimmen.

    Dazu ermittelt das System, wie viele Takte ein Auftrag durchlaufen muss, um an den Einbauort für eine bestimmte Komponente zu gelangen. Diese Anzahl Takte multipliziert es mit der Taktzeit und erhält so die Differenz zwischen Auftragsstart und Bedarfstermin für eine bestimmte Komponente (Nachlaufzeit).

  • Bei einer Änderung des Starttermins passt die Planungsmatrix die Bedarfstermine der Komponenten automatisch an.

  • Damit nicht für jeden Sekundärbedarf ein Beschaffungselement erzeugt werden muss, können Sie gegebenenfalls die Komponentenbedarfe zusammenfassen.

  • Bei Verwendung von Alternativliniengruppen wird die im Planauftrag angegebene Alternative verwendet und der Einbauort der Komponenten an dieser Linie bestimmt. Bei einem Linienwechsel, d.h., wenn der Planauftrag in der Sequenzplanung auf eine andere Linie der Alternativliniengruppe umgeplant wird, dann aktualisiert die Planungsmatrix automatisch den Einbauort und die daraus resultierenden Bedarfstermine der Komponenten.

Beispiel