Prüfvorschrift festlegen Sie legen die Prüfvorschrift für die betriebswirtschaftliche Ereignisse A (bei Lagerfertigung) und AE (bei Kundeneinzelfertigung) fest.
Ausgehend vom Customizing der Globalen Verfügbarkeitsprüfung wählen Sie
Das folgende Beispiel zeigt, wie die Prüfvorschrift z.B. bei Kundeneinzelfertigung eingestellt sein kann:
Feld |
Eingabewert |
Anmerkung |
Prüfmodus |
z.B. 040 |
Kundeneinzelfertigung |
Betr. Ereignis |
AE |
SD-Auftrag Kundeneinzelfertigung |
Produktprüfung |
Erster Schritt |
|
Kontigentierung |
keine Prüfung |
|
Prognose |
keine Prüfung |
|
Prod. Starten |
Zuerst Verf.prüfung, danach Produktion Oder |
|
Zeitpunkt Prod. |
Nach Ausführung aller Prüfmethoden |
|
Zugangselemente neu anlegen |
Kennzeichen setzen |
Siehe auch: Neuanlegen von Zugangselementen |
Wenn Sie mit einer Lagerfertigungsstrategie arbeiten, dann müssen Sie die gleiche Prüfvorschrift für das betriebswirtschaftliche Ereignis A anlegen.
Wenn Sie in diesem Feld
Erster Schritt
vorgegeben haben, erfolgt beim Anlegen des Kundenauftrages zuerst eine
Produktprüfung
auf Basis
der ATP-Zeitreihen. Erst im zweiten Schritt führt das System eine CTP-Prüfung durch, bei der die Produktion dann angestoßen wird.
Vorteile dieses Verfahrens:
Bereits vorhandene Zugangselemente werden besser genutzt.
Teilbestätigungen erlauben in vielen Fällen die Bestätigung des Kundenauftrages zu einem früheren Termin.
Nachteile dieses Verfahrens:
Wenn die Produktprüfung, die im ersten Schritt ausgeführt wird, ein bisher nicht vollständig benötigtes Zugangselement findet, das in der Zukunft (nach dem Kundenwunschtermin) liegt, dann wird der Kundenauftrag aus diesem Zugangselement gedeckt. Das Bestätigungsdatum ist das Verfügbarkeitsdatum des Zugangselements. Das heißt, dass der Kundenauftrag nicht zum Wunschdatum bestätigt werden kann. Dies gilt auch dann, wenn es möglich gewesen wäre, mit Hilfe der CTP-Prüfung ein neues, passenderes Zugangselement zu generieren, um den Kundenbedarf rechtzeitig decken zu können.Wenn Sie mit festen Losgrößen arbeiten, kann es vorkommen, dass aus früheren CTP-Prüfungen Zugangselemente vorhanden sind, die nicht vollständig benötigt werden.
Die Wunschmenge eines neu hereinkommenden Kundenauftrages ist beispielsweise größer als diese Restmengen. Die Produktprüfung splittet daraufhin den Kundenauftrag. Das System erzeugt Teilbestätigungen aus den bisher nicht benötigten Restmengen. Nur für die Teilmenge, die nicht aus den bereits vorhandenen Zugangselementen gedeckt werden kann, wird die CTP-Prüfung aufgerufen. Die CTP-Prüfung führt zu einer Beschaffung in Höhe der festen Losgröße. Dabei kann der Effekt auftreten, dass das neue Zugangselement den Kundenbedarf hätte vollständig decken können. Die Teilbestätigungen sind dann überflüssig. Sie können jedoch nicht mehr abgebrochen werden.
Wenn Sie die Einstellung
Zuerst
Verfügbarkeitsprüfung, danach Produktion
wählen, führt das System, wie oben beschrieben, zuerst eine Verfügbarkeitsprüfung aus. Für die Teilmenge, die nicht bestätigt werden kann, wird die CTP-Prüfung durchgeführt und die Produktion angestoßen, d.h. das System legt ein neues Zugangselement an.
Wenn Sie die Einstellung
Produktion direkt
wählen, führt das System anstelle einer Verfügbarkeitsprüfung eine Nettobedarfsrechnung aus. Sie können einstellen, ob das System bei der CTP-Prüfung vorhandene Zugangselemente, die bereits anderweitig zugeordnet sind, aber terminlich gut passen, berücksichtigen und ggf. zuordnen soll, d.h. eine Neuverteilung von Zugangselementen durchführen soll, oder nicht. Siehe auch:
CTP mit Produktion direkt