Verarbeitung von zeitlichen Anordnungsbeziehungen Zwischen zwei Aktivitäten kann eine Anordnungsbeziehung mit einem zeitlichen Mindest- oder Maximalabstand bestehen. (Zeitliche Anordnungsbeziehungen definieren Sie in der Bezugsquellefür Eigenfertigung.) Zu Beginn des Optimierungslaufs wertet das System die Anordnungsbeziehungen zwischen den Aktivitäten aus und leitet daraus die möglichen Einplanungstermine der Aktivitäten ab.
Anordnungsbeziehung zwischen zwei nicht fixierten Aktivitäten
Eine Anordnungsbeziehung zwischen zwei nicht fixierten Aktivitäten muss das System bei der Optimierung grundsätzlich einhalten; sie stellen eine harte Randbedingung dar. Der Mindestabstand darf also nicht unterschritten, der Maximalabstand nicht überschritten werden.
Anordnungsbeziehung zwischen einer fixierten und einer nicht fixierten Aktivität
Aus einer Anordnungsbeziehung zwischen einer nicht fixierten Aktivität und einer fixierten Aktivität leitet das System früheste oder späteste Start- oder Endtermine für die nicht fixierte Aktivität ab. Diese Termine stellen für die Optimierung wie folgt harte oder weiche Randbedingungen dar:
Früheste Start- oder Endtermine sind für die Optimierung eine harte Randbedingung.
Späteste Start- oder Endtermine sind für die Optimierung defaultmäßig eine weiche Randbedingung , die das System verletzen darf. Diese Verspätungen können bei der Optimierung minimiert werden.
In der folgenden Tabelle ist zusammengestellt, welche Termine durch eine Anordnungsbeziehung zu einer fixierten Aktivität definiert sind. Die Anordnungsbeziehung (AOB) weist von der ersten Aktivität zur zweiten Aktivität.
Erste Aktivität |
Zweite Aktivität |
Art des Abstands |
Durch AOB definierter Termin |
|---|---|---|---|
fixiert |
nicht fixiert |
Maximalabstand |
spätesten Start- oder Endtermin |
fixiert |
nicht fixiert |
Minimalabstand |
frühesten Start- oder Endtermin |
nicht fixiert |
fixiert |
Maximalabstand |
frühesten Start- oder Endtermin |
nicht fixiert |
fixiert |
Minimalabstand |
spätesten Start- oder Endtermin |