SAP_PP_019 Anlegen von fixierten Pegging-Beziehungen Mit der Heuristik, die auf dem Algorithmus /SAPAPO/HEU_PEG_FIX_CREATE basiert, können Sie zwischen Bedarfen und Zugangselementen fixierte Pegging-Beziehungen anlegen. Die Heuristik ist eine Produktheuristik.
Mit Hilfe des BAdIs /SAPAPO/RRP_FIXPEG können Sie die Heuristik-Einstellungen, wie z.B.den Pegging-Horizont nach Kundenwünschen modifizieren. Siehe auch: BAdI: Heuristiken für fixiertes Pegging erweitern
Die Heuristik kann einstufig ausgeführt werden, indem Sie im Planungslauf die gewünschten Lokationsprodukte, für die das System fixierte Pegging-Beziehungen anlegen soll, angeben.
Die Heuristik kann jedoch auch mehrstufig ausgeführt werden, indem Sie sie in einen MRP-Lauf einbinden. Auf diese Weise können Sie den Materialfuss über alle Dispositionsstufen hinweg abbilden. Die fixierten Pegging-Beziehungen werden dabei beginnend mit den Primärbedarfen mehrstufig angelegt. Das Ergebnis davon ist eine Pegging-Struktur.
Wie das System beim Anlegen der fixierten Pegging-Beziehungen vorgehen soll, legen Sie im Customizing des PP/DS unter
Heuritiken
→
Heuristiken pflegen
in den Heuristik-Einstellungen fest.
Das Anlegen von fixierten Pegging-Beziehungen zwischen Zugangs- und Bedarfselementen findet gemäß den im Standard ausgelieferten Zuordnungsstrategien statt. Mit diesen Zuordnungsstrategien kann jedoch eine mengengenaue Zuordnung nicht gewährleistet werden.

Zwei Bedarfen in Höhe von jeweils 100 Stück stehen jeweils zwei Zugangselemente in Höhe von 100 und 70 Stück mit gleichem Termin gegenüber. Beim Anlegen der fixierten Pegging-Beziehungen zwischen den Zugangs- und Bedarfselementen kann eine Zuordnung gemäß gleicher Mengen (Bedarf in Höhe von 100 Stück wird einem Zugang in Höhe von 100 Stück zugeordnet) nicht gewährleistet werden. Es kann also vorkommen, dass das System eine Zuordnung von 100 zu 70/ 30 und 70 zu 70 vornimmt.
Mit der Methode AFTER_NETTING im BAdI /SAPAPO/RRP_FIXPEG Heuristiken für fixiertes Pegging erweitern können Sie die gemäß der eingestellten Zuordnungsstrategie erzeugten Pegging-Beziehungen ggf. entsprechend den kundenindividuellen Anforderungen anpassen.
Die Heuristik durchläuft folgende Verarbeitungsschritte:
Das System selektiert die Pegging-Bereiche der vorgegebenen Produkte.
Das System bestimmt den Pegging-Horizont gemäß den Heuristik-Einstellungen.
Das System legt fixierte Pegging-Beziehungen gemäß der in den
Heuristik-Einstellungen
vorgegebenen Methode an:
Wenn Sie dynamisches Pegging ausgewählt haben, dann werden für die bereits vorhandenen dynamischen Pegging-Beziehungen im Pegging-Horizont fixierte Pegging-Beziehungen angelegt.
Wenn Sie die Option
Chargen ausgewählt haben, dann werden die Bedarfs- und Zugangselemente, die mit der gleichen
Chargennummer
versehen sind und im Pegging-Horizont liegen, miteinander über fixiertes Pegging verbunden. Die Zugänge werden nach dem
Verfügbarkeitstermin
sortiert. Die Bedarfe werden nach dem
Bedarfstermin
sortiert, d.h. die Reihenfolge in der die Bedarfselemente den vorhandenen Beständen und Zugangselementen zugeordnet werden, ist abhängig vom jeweiligen Bedarfstermin. Das System legt die fixierten Pegging-Beziehungen unter Beachtung der Zuordnungsstrategie
Rechtzeitige Zugänge verwenden
an.
Wenn Sie benutzerdefinierte Einstellungen ausgewählt haben, dann müssen Sie in den Heuristik-Einstellungen die Kriterien festlegen, nach denen das System fixierte Pegging-Beziehungen anlegen soll:
Wenn Sie Pegging-Beziehungen auf Grundlage der
Vererbung von
Primärbedarfsinformationen
anlegen wollen, dann setzen Sie das Kennzeichen
Primärbedarfsinformationen vererben
. Diese Option ist jedoch nur sinnvoll, wenn Sie die Heuristik
mehrstufig
ausführen.
Das System wählt die Bedarfs-und Zugangselemente entsprechend dem von Ihnen festgelegten
Filter
aus. Mit Hilfe des Kennzeichens
Nur bestätigte Bedarfe
können Sie die herausgefilterten Bedarfe weiter einschränken.
Anschließend werden die Bedarf entsprechend dem in den Heuristik-Einstellungen vorgegebenen
Sortierprofil
sortiert, d.h. in eine Reihenfolge gebracht, damit das System weiss, in welcher Reihenfolge die Bedarfe den vorhandenen Zugangselementen oder dem Bestand zugeordnet werden sollen. Im Standard wird das
Sortierprofil
SAP_FIXED_PEGGING angeboten. Sie können sich jedoch auch ein eigenes Sortierprofil definieren. Wenn Sie kein Sortierprofil vorgeben, dann führt das System eine Sortierung der Bedarfe nach dem Bedarfstermin durch.
Die Zuordnung der Bedarfe zu den Zugangselementen erfolgt gemäß der in den Heurisitk-Einstellungen vorgegebenen Zuordnungsstrategie .
Das System aktualisiert die fixierten Pegging-Beziehungen im LiveCache.