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 Sortierprofil

Definition

Das Sortierprofil legt fest, in welcher Reihenfolge das System die Bedarfselemente mit den Zugangselementen über fixierte Pegging verknüpfen soll.

Verwendung

  • Im Sortierprofil werden die Kriterien festgelegt, die für die Sortierung der Bedarfe verwendet werden. Mit dem Sortierprofil kann das System die Bedarfe priorisieren und dadurch die Zuordnungsreihenfolge dieser Bedarfe festlegen. Das Sortierprofil wird dabei sowohl zur Sortierung der Primärbedarfe, als auch zur Sortierung der Sekundärbedarfe verwendet. Sie können z.B. festlegen, dass Kundenaufträge eine höhere Priorität haben sollen. Dadurch können Sie sicherstellen, dass die vorhandenen Zugangselemente zuerst den Kundenaufträgen zugeordnet werden.

  • Sie verwenden das Sortierprofil in den Einstellungen der Heuristik Anlegen von fixierten Pegging-Beziehungen nur dann, wenn Sie fixierte Pegging-Beziehungen auf Basis von benutzerdefinierten Einstellungen anlegen wollen.

Struktur

Die Sortierkriterien sind im Sortierprofil nach ihrer Wichtigkeit sortiert. Pro Kriterium kann angegeben werden, ob es aufsteigend, absteigend oder mit einer Sondersortierung sortiert werden soll.

Standardmäßig wird für das Anlegen von fixierten Pegging-Beziehungen das Sortierprofil SAP_FIXED_PEGGING angeboten. Sie können jedoch im Customizing der Produktions- und Feinplanung unter Heuristiken ein eigenes Sortierprofil anlegen sowie eine Sondersortierung festlegen. Siehe auch: Sortierprofil definieren

Achtung Achtung

Im Sortierprofil SAP_FIXED_PEGGING ist die Sondersortierung für das Sortierkriterium ATP-Kategorie noch nicht gepflegt, da die Sondersortierung in SAP APO für alle Anwendungen gültig ist. Wenn Sie für ATP bereits eine Sondersortierung festgelegt haben, dann ist diese Sondersortierung auch für das Sortierprofil , das Sie für das Anlegen von fixierten Pegging-Beziehungen verwenden, gültig und umgekehrt.

Ende der Warnung.

Das Sortierprofil SAP_FIXED_PEGGING ist folgendermaßen eingestellt:

Priorität (Rangfolge)

Sortierkriterium

Sortierung

1

ATP-Kategorie

Sondersortierung (noch nicht gepflegt)

2

Bestätigte Menge

absteigend

3

Wunschmenge

absteigend

4

Lieferpriorität

aufsteigend

5

Materialbereitstellungsdatum/Bedarfsdatum

aufsteigend

Beispiel

Wie das System bei der Sortierung der Bedarfe vorgeht, ist vom Kennzeichen Primärbedarfsinformationen vererben abhängig:

Sortierung der Bedarfe (ohne Vererbung der Primärbedarfsinformationen)

Wenn Sie das Kennzeichen nicht gesetzt haben, dann führt das System für jedes Sortierkriterium eine Sortierung entsprechend dem Sortierprofil durch. Wenn Sie z.B. als Sortierkriterium die ATP-Kategorie gewählt haben und Kundenaufträge, Planprimärbedarfe und Sekundärbedarfe herausgefiltert haben, dann sortiert das System zunächst alle Kundenbedarfe, dann alle Planprimärbedarfe, dann alle Sekundärbedarfe gemäß den Einstellungen des Sortierprofiles.

Im folgenden Beispiel wird das Sortierprofil SAP_FIXED_PEGGING verwendet:

Im Filter wurden die ATP-Kategoren für Kundenauftrag, Planprimärbedarf und Sekundärbedarf ausgewählt.

Bedarf Produkt A

Bedarfsdatum

Planprimärbedarf

18.9.2004

Planprimärbedarf

24.9.2004

Kundenauftrag

20.9.2004

Kundenauftrag

25.9.2004

Bedarf Komponente B

Bedarfsdatum

Sek.bed.1

15.9.2004

Sek.bed.2

20.9.2004

Sortierergebnis für Produkt A

Das System sortiert zunächst die Primärbedarfe nach ATP-Kategorien. Innerhalb einer ATP-Kategorie wird anschließend nach Bedarfsterminen sortiert. Dies führt bei den Primärbedarfen zu folgender Rangfolge:

Rang

Bedarf

Bedarfsdatum

1

Kundenauftrag

20.9.2004

2

Kundenauftrag

25.9.2004

3

Planprimärbedarf

18.9.2004

4

Planprimärbedarf

24.9.2004

In dieser Reihenfolge führt das System die Zuordnung der Bedarfe zu den Zugangselementen durch und legt anschließend die fixierten Pegging-Beziehungen an.

Sortierergebnis für Produkt B

Bei den Sekundärbedarfen von Produkt B wird nach Bedarfstermin sortiert:

Rang

Bedarf

Bedarfsdatum

1

Sek.bed.1

15.9.2004

2

Sek.bed.2

20.9.2004

Sortierung der Bedarfe (mit Vererbung der Primärbedarfsinformationen)

Wenn Sie das Kennzeichen Primärbedarfsinformationen vererben gesetzt haben, dann vererbt das System die Sortierkriterien der Primärbedarfe:

Vor der Sortierung der Bedarfe, für die das System fixierte Pegging-Beziehungen anlegen soll, werden die bedarfsverursachenden Primärbedarfe ermittelt. Die Primärbedarfsinformationenen, wie z.B. ATP-Kategorie, Lieferprioritätwerden gemäß den Kriterien des Sortierprofils an den Sekundärbedarf weitervererbt. Die Sortierung der Sekundärbedarfe erfolgt dann anhand der vererbten Kriterien.

Beispiel für Vererbung der Sortierkriterien

Sekundärbedarf 1 vom 15.9. 2004 wird von einem Planauftrag verursacht, der über fixiertes Pegging mit einem Kundenauftrag verbunden ist. Der Sekundärbedarf erbt die Kategorie BM (Kundenauftrag) und den frühesten Bedarfstermin der Bedarfe ( 15.9.2004). Der Sekundärbedarf 2 wird von einem Planauftrag verursacht, der mit einem Planprimärbedarf über fixiertes Pegging verbunden ist und erbt daher die Kategorie FA (Planauftrag). Dies führt zu der Reihenfolge erst Sekundärbedarf 1, dann Sekundärbedarf 2.