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 Fortschrittszahlen des abgeschlossenen Geschäftsjahres korrigieren

Verwendung

Wenn Sie den Geschäftsjahreswechsel bereits durchgeführt haben und im Nachhinein feststellen, dass die eingegebene Korrekturmenge nicht korrekt war, z.B. weil der Kunde die Lieferungen anders gebucht hat, dann können Sie diese erneut korrigieren. Dazu können Sie entweder die Funktion zum Verwalten von Geschäftsjahren verwenden oder eine Korrekturlieferung im angeschlossenen OLTP-Systemanlegen.

Empfehlung Empfehlung

Zum unterjährigen Korrigieren von Fortschrittszahlen sollten Sie Korrekturlieferungen verwenden, da diese Änderungen dokumentiert werden und somit nachvollziehbar sind.

Ende der Empfehlung.

Funktionsumfang

Wenn die Korrekturmenge angepasst wird, ohne dass ein Geschäftsjahreswechsel durchgeführt wird, dann verhält sich das System folgendermaßen:

  • Es passt die Lieferfortschrittszahl an, d.h. die Liefer-FZ wird um die Korrekturmenge reduziert.

  • Im Gegensatz zum „richtigen“ Geschäftsjahreswechsel erfolgt keine Anpassung der Wareneingangsfortschrittszahl im Vorschauabruf und/oder lieferrelevanten Abruf, da Sie evtl. bereits Abrufe im neuen Geschäftsjahr empfangen haben.

    Sollte eine Anpassung der Wareneingangsfortschrittszahl im Abruf notwendig sein, dann müssen Sie diese manuell durchführen.

Beispiel

Ein Vertriebslieferplan, dessen Geschäftsjahr am 01.01.2002 beginnt, hat in 2002 eine Lieferfortschrittszahl von 100 und einen Abruf vom 01.12.2002 mit einer Wareneingangsfortschrittszahl von 90.

In 2003 wird am 05.03.2003 ein neuer Abruf mit einer Wareneingangsfortschrittszahl von 10 empfangen.

Offensichtlich hat der Kunde einen Geschäftsjahreswechsel durchgeführt, deshalb lässt sich dieser Abruf nicht anlegen.

Mit diesem Report wird der Geschäftsjahreswechsel durchgeführt. Der Report schlägt die Durchführung des Geschäftsjahreswechsels vom 01.01.2002 auf den 01.01.2003 mit einer kalkulierten Korrekturmenge von ‑100 vor. Der Wert von ‑100 wird vorgeschlagen, da gemäß System die Lieferfortschrittszahl von 100 komplett dem Jahr 2002 zugeordnet wird.

Da der Kunde im neuen Abruf eine Wareneingangsfortschrittszahl von 10 übermittelt, obwohl in 2003 noch nichts geliefert wurde, muss man davon ausgehen, dass der Kunde 10 Stück nicht wie geplant in 2002, sondern erst in 2003 erhalten hat. Diese dürfen deshalb nicht ausgebucht werden, so dass Sie die vorgeschlagene Korrekturmenge von ‑100 auf ‑90 ändern.

Damit wird der Geschäftsjahreswechsel durchgeführt. Die Lieferfortschrittszahl in 2003 wird mit 10 ausgewiesen (obwohl in 2003 keine neue Lieferung erfasst wurde).

Wenn der Kunde im nächsten Abruf eine Wareneingangsfortschrittszahl von 20 übermittelt, obwohl Sie in 2003 noch nichts geliefert haben, dann hat der Kunde vermutlich weitere 10 (d.h. insgesamt 20) der geplanten Menge aus 2002 erst in 2003 erhalten.

Sie können dies entweder mit einer Korrekturlieferung im angeschlossenen SAP-R/3- (oder OLTP-) System korrigieren, oder Sie können diesen Report noch einmal durchführen.

Der Report zeigt als kalkulierte Korrekturmenge für 2002 ‑100 und als gebuchte Korrekturmenge ‑90 an.

Die bereits gebuchte Korrekturmenge von ‑90 würden Sie auf –80 ändern. Dadurch erhalten Sie eine Lieferfortschrittszahl von 20 in 2003, die mit der gemeldeten Wareneingangsfortschrittszahl übereinstimmt.